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Ein Rödentaler lässt keine Delle im Blech

Oliver Otto machte seine Leidenschaft zum Beruf. Er lässt Dellen, Beulen und Kratzer aus Autokarosserien verschwinden.
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Oliver Otto beseitigt mit einer speziellen Technik Dellen und Beulen oder Kratzer aus Autokarosserien. Foto: Rainer Lutz
Oliver Otto beseitigt mit einer speziellen Technik Dellen und Beulen oder Kratzer aus Autokarosserien. Foto: Rainer Lutz
Die stürmisch aufgeschlagene Tür des Autos auf dem Nachbarparkplatz, ein unvorsichtiger Rempler mit dem Einkaufswagen oder ein paar gar zu große Hagelkörner - eine Delle ist schnell im Blech des "liebsten Kindes" der Deutschen. Oft bleibt sie da auch. Denn viele Autobesitzer scheuen die Kosten für eine Reparatur. "Viele wissen gar nicht, dass es heute Techniken gibt, durch die die Kosten ganz erheblich gesenkte werden können", sagt Oliver Otto. Er weiß wovon er spricht, denn solche Schäden ohne spachteln, schleifen und lackieren verschwinden zu lassen, ist seine Profession.
"Durch eine spezielle Technik und mit Hilfe von modernsten Werkzeugen lassen sich Dellen und Beulen, Kratzer und kleine Schönheitsfehler kostengünstig beseitigen", versichert er.
Nach der Reparatur sei kein Farbunterschied zu erkennen, es gebe keinen Wertverlust und die Kosten blieben im Rahmen.
Bei 59,50 Euro für das Beseitigen einer kleinen Delle beginnen die Kosten für einen Einsatz des Dellendoktors. Je nach Aufwand steigen sie dann an. "Ich habe schon Schäden für mehrere Tausend Euro beseitigt", erzählt Oliver Otto. Solche Kosten, etwa nach einem Hagelschaden tragen Kasko-Versicherungen. Die schicken meist einen eigenen Gutachter. Sollten die Reparaturkosten den Zeitwert übersteigen, wäre das Fahrzeug ein "wirtschaftlicher Totalschaden".


Nichts für Grobmotoriker

Um die Technik so anzuwenden, dass vom Schaden hinterher wirklich nichts mehr zu entdecken ist, ist schon ein gewisses Maß von Besessenheit nötig. "Es ist volle Konzentration gefordert und eine Menge Gefühl", sagt Oliver Otto und zeigt, wie er mit einem speziell angefertigten Hebel eine Delle in der Tür von innen heraus beseitigt.
Mit größter Vorsicht wird dabei das gerade einen guten halben Millimeter starke Blech regelrecht mit sanftem Druck gestreichelt, bis Stückchen für Stückchen die Oberfläche wieder glatt ist. So bleibt der Lack unbeschädigt.
Doch es gibt auch Flächen, an die der Dellentechniker von innen nicht heran kommt. Der Dachholm ist so ein Bereich. "Dann muss mit Zugtechnik gearbeitet werden", erklärt er und packt einen Koffer mit kleinen Kunststoffteilen in ganz verschiedenen Größen aus. Die werden mit einem Spezialkleber auf die Delle gesetzt. "Dann habe ich nur ein paar Sekunden Zeit, um mit einem Spezialwerkzeug daran zu ziehen. Sonst wird der Kleber so fest, dass ich das Teil nicht wieder ab bekomme", sagt Otto, worauf es bei dieser Technik ankommt. Nach dem Ziehen entsteht eine leichte Beule. Die wird dann wieder mit einem speziellen Werkzeug ganz vorsichtig eingeebnet bis die Oberfläche keinerlei erkennbare Veränderung mehr zeigt.


Ständiges Lernen

Die perfekten Ergebnisse, die Oliver Otto heute als Dellentechniker erzielt, wurden ihm nicht in die Wiege gelegt. Die Liebe zu Autos offenbar schon. "Ich bin schon immer ein Autonarr", sagt er. Und er ist schon immer ein Perfektionist. Dellen oder Beulen am eigenen Auto konnte er noch nie ertragen. Kein Wunder also, dass er sich ständig immer mehr Wissen aneignete, wie solche Schönheitsfehler beseitigt werden können.
Das gehört auch zu seiner Passion, Oldtimer zu restaurieren. Sein Anspruch dabei: Sie müssen aussehen, als wären sie gerade vom Fertigungsband gelaufen, wenn er fertig ist. All das lief früher nebenbei. Auch die ersten Schulungen, für die er schon vierstellige Beträge hinblättern musste, um am Ende ein Zertifikat ausgehändigt zu bekommen. Doch: "Die Schulung zeigt einem, wie es geht. Das dann in der Praxis umzusetzen, ist wieder etwas Anderes. Das kommt dann mit der Erfahrung", erklärt er.
Irgendwann fiel dann der Entschluss. Oliver Otto kündigte seinen gut bezahlten Job in der Industrie, machte sein Hobby, seine Passion, zum Beruf. Ein Risiko. Heute bereut er nicht, sein eigener Chef geworden zu sein. "Ich arbeite inzwischen mit vielen Autohäusern zusammen", sagt er. Autos, die nach der Leasingzeit mit Blessuren wieder beim Händler ankommen, Gebrauchte, deren Wert verbessert werden soll, Hagelschäden und dergleichen sind Fälle für den Dellendoktor. Es kommen aber auch immer mehr Privatkunden, die von der Möglichkeit gehört haben, Schäden an ihrem Fahrzeug kostengünstig und trotzdem perfekt beseitigen zu lassen.
"Viele wissen trotzdem noch gar nicht, dass es diese Technik gibt", weiß Oliver Otto. Das sind dann oft Kunden, die vom Ergebnis seiner Arbeit regelrecht begeistert sind, wenn sie dann doch zum Dellendoktor gefunden haben.
Kontakt Mehr Infos über Oliver Ottos Dellenservice gibt es im Internet unter www.dellentechnik-otto.de oder telefonisch unter der Nummer 0171/7978730.
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