Der Kontrast könnte kaum größer sein: zwischen der Millionen-Metropole New York und dem eher beschaulichen Coburg. Doch Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha wirkt nicht nur so, als ob er durchaus gerne in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist, es verhält sich auch tatsächlich so: "Diese Rückkehr erfolgt ja auch nicht für irgendeinen Job", sagt der 36-Jährige. Nein, er durfte zum 1. Januar 2012 von seinem Vater Prinz Andreas die Leitung der Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha'schen Familie übernehmen. "Das ist jetzt der richtige Platz für mich zur richtigen Zeit", betont Hubertus, der fünf Jahre lang in New York gelebt hat und dort auch seine Frau Kelly kennenlernte, die er 2009 heiratete.
"Meiner Frau ist der Umzug fast sogar noch leichter gefallen", erzählt Prinz Hubertus, "denn für Amerikaner ist Mobilität ganz selbstverständlich". Hinzukomme, dass Kelly die Stadt auch sehr gut gefalle: "Sie liebt Coburg!" Denn so "faszinierend" New York auch sei: Die Vestestadt habe dafür unglaublich viel Charme. Seiner Frau und ihm falle zum Beispiel auf, dass sie oft mit Namen begrüßt werden, wenn sie in ein Geschäft kommen - "dagegen ist New York natürlich sehr anonym".
Ohnehin sei es schon immer Kellys Wunsch gewesen, wie Hubertus berichtet, eines Tages in Europa zu leben, und zwar in einem nicht-englischsprachigen Land. Nun ist es also Deutschland geworden, und zwar Coburg. Doch für den Fall, dass dem Großstadt-gewohnten Paar mal in der Vestestadt die Decke auf den Kopf fällt, haben sie zusätzlich eine Wohnung in München gemietet. "Wir haben dort auch viele Freunde", erklärt Prinz Hubertus, "und wir wollen nicht immer im Hotel schlafen, wenn wir sie besuchen".
Außerdem liegt München sozusagen auf dem Weg nach Österreich, und dort besitzt die Stiftung ebenfalls Ländereien, für die nun Prinz Hubertus verantwortlich ist. "Ich kenne bereits alle unsere Gebiete", sagt er, dennoch werde er gleich nächste Woche nach Grein fahren. Sozusagen für einen Antrittsbesuch in seiner neuen Funktion. Die darauffolgende Woche stehen dann die ehemals herzoglichen Forstbetriebe in Thüringen auf dem Programm.

Holz - solide und nachhaltig


Insgesamt umfasst das Gebiet, auf dem das Coburger Herzogshaus Forstwirtschaft betreibt, rund 19 000 Hektar; 15 000 Hektar davon sind bewaldet. Nachdem Prinz Hubertus in New York bei der Deutschen Bank tätig war, drängt sich die Frage auf, wie er Holz als Geldanlage einschätzt: "Ich bin heilfroh, dass unser Kerngeschäft die Forstwirtschaft ist", stellt Hubertus fest. Als Anlage seien Wälder sehr wohl beliebt - "denn Holz ist ein sehr solides und nachhaltiges Produkt!"
Zweites Standbein neben der Forstwirtschaft ist die Verwaltung der Schlösser Callenberg bei Coburg und der Greinburg in Österreich.

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