Dietersdorf
Diamanthochzeit

Ein Blick am Bahnhof genügte, um die große Liebe zu entdecken

"Mein lieber Schatz." So nennt Lotte Gottschalk ihren Mann Georg. Und wenn sie ihm bei diesen Worten in die Augen schaut, dann sagt das mehr als Worte. In solchen Momenten tauschen die Gottschalks Blicke wie ein frisch verliebtes Paar aus, dabei gehen sie seit Jahrzehnten gemeinsam durch das Leben.
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Lotte und Georg Gottschalk sind glücklich wie am ersten Tag. Am  heutigen Donnerstag feiert das Paar diamantene  Hochzeit.  Foto: Gabi Arnold
Lotte und Georg Gottschalk sind glücklich wie am ersten Tag. Am heutigen Donnerstag feiert das Paar diamantene Hochzeit. Foto: Gabi Arnold
Am heutigen Donnerstag ist es 60 Jahre her. Da traten Lotte und Georg Gottschalk vor den Traualtar. Die diamantene Hochzeit wird an "Christi Himmelfahrt" im Kreise der Familie gefeiert.

Wer bei den Gottschalks in Hollergasse an der Türe klingelt, wird freundlich und warmherzig empfangen. Gerne auch durch Haus und den schönen Garten geführt. Der Garten mit Gemüseanbau und zwei großen Gewächshäusern ist eines der gemeinsamen Hobbys, das das Jubelpaar jung und agil hält.
Georg Gottschalk wurde 1926 in Bunzlau in Schlesien geboren, seine Frau Lotte im Jahr 1932 in Dietersdorf. Der Jubilar erinnert sich an "eine harte Jugend". Seine Brüder fielen jung im Krieg und auch zwei kleine Schwestern verstarben. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft kam Georg Gottschalk nach Dietersdorf, wo er seine große Liebe kennenlernte.

An die erste Begegnung denkt er gerne zurück: "Wir haben Material aus der Grube am Bahnhof in Dietersdorf verladen, da fiel mein Blick auf ein nettes, hübsches Mädchen." Dieses Mädchen war seine spätere Ehefrau Lotte, für die es auch die große Liebe auf den ersten Blick war: "Wir haben uns sofort verliebt." Bald darauf führte der junge Mann das Mädchen zum Tanz und am 17. Mai 1952 zum Traualtar. Im Jahr 1954 wurde Sohn Peter geboren und vier Jahre später komplettierte Sohn Jochen die Familie.

Der Jubilar arbeitete bei der Bundesbahn, in der Tongrube, bei der Möbelfabrik Albrecht, Polstermöbelfabrik Franz und bis zur Rente 1986 bei der "Quelle"-Verkaufsstelle Coburg. Seine Frau kümmerte sich neben der Familie zehn Jahre lang um einen kleines Lebensmittelgeschäft, bevor sie 1971 als Verwaltungsangestellte zum Zoll wechselte - zunächst in Neustadt und später in Coburg.

Der Sohn wohnt nebenan


Beide freuen sich über ihre Gesundheit und hoffen, dass dies noch lange so bleibt. Das "Ein und Alles" ist die Familie, zur Gratulantenschar zählen die sechs Enkelkinder Jessica, Jennifer, Maria, Kim und die Zwillinge Lukas und Andreas. Bei der Gartenarbeit treten beide, nun 85 und 79 Jahre alt, ein bisschen kürzer. Sie sind froh, dass Sohn Jochen nebenan wohnt und das Grundstück in Schuss hält. ga

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