Einberg
Majestät

Ein "Alter Hase" regiert schon zum dritten Mal

Für ihn war es eine große Überraschung: Erich Hutschgau gab mit einem 100,1-Teiler den besten Schuss auf die Königsscheibe ab.
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Dem Vorsitzenden der SG Einberg, Bernd Roßbach (links), kam die Ehre zu, den neunen Schützenkönig Erich Hutschgau offiziell zu inthronisieren. Zu dem Erfolg gratulierten Bürgermeister Marco Steiner (Mitte) und Sportleiter Axel Sonnleitner( rechts). Fotos: Martin Rebhan
Dem Vorsitzenden der SG Einberg, Bernd Roßbach (links), kam die Ehre zu, den neunen Schützenkönig Erich Hutschgau offiziell zu inthronisieren. Zu dem Erfolg gratulierten Bürgermeister Marco Steiner (Mitte) und Sportleiter Axel Sonnleitner( rechts). Fotos: Martin Rebhan
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Für Erich Hutschgau ist nicht das erste Mal, dass ihm die Königswürde verliehen wird: Im Jahr 2010 feierte der Hobbyschütze seine Premiere als Schützenkönig. Zwei Jahre später folgte der zweite Titel. Dass es in diesem Jahr erneut geklappt hat, wunderte den frisch gebacken König selbst am meisten: "Ich hätte nie gedacht, dass ich einen so guten Schuss abgegeben habe", gab Hutschgau unumwunden zu. Und sein überraschter Gesichtsausdruck, als Bürgermeister Marco Steiner das Ergebnis verkündete, untermauerte diese Aussage.
Nach dem ersten Überraschungsmoment gewannen dann doch die Glückshormone die Oberhand. "Es ist eine riesige Freude, dass ich König geworden bin", meinte der neue Schützenkönig und betonte, dass für ihn die Königswürde keinesfalls eine "Königsbürde" ist.
Zu den ersten Aufgaben, die Erich Hutschgau und seine Gefolgschaft in den kommenden zwölf Monaten übernehmen dürfen, gehört die Teilnahme an den Schützenumzügen in Coburg und Kronach. Und die Einberger Schützen dürfen sich schon auf das Königsessen freuen. Auch gehört es zu den obligatorischen Pflichten, eine Königsscheibe zu stiften. "Es wird wieder eine Scheibe aus Stein geben", ließ Erich Hutschgau wissen. Damit er die Last des Königs nicht allein tragen muss, stehen ihm Rolf Zapf als Erster Ritter und Michael Roßbach als Zweiter Ritter zur Seite. Zapf sicherte sich den Titel mit einem 399,2-Teiler, Roßbach erzielte einen 545,6-Teiler.
Jugendkönigin darf sich fortan Veronika Janzen nennen, die sich mit einem 573,7-Teiler den Titel sicherte. Erste Jugend-Ritterin wurde Katrin Hutschgau mit einem 761,3-Teiler, vor Jannik Rauch mit einem 1216-Teiler.
Am Schießen auf die Königsscheibe beteiligten sich nach den Worten des Sportleiters Alex Sonnleitner insgesamt 23 Schützinnen und Schützen sowie vier Jugendliche. Mit dem Kleinkalibergewehr galt es, auf eine Distanz von 50 Metern einen Schuss auf die Königsscheibe abzugeben.
Neben dem Schützenkönig wurden im festlichen Rahmen auch die Pokalgewinner gekürt. Den Königspokal Luftpistole sicherte sich, wie im Vorjahr, Emil Hofmann mit 36 Ringen. Beim Pokalschießen Luftgewehr hatte Michael Roßbach mit 38 Ringen die Nase vorn. Den Königspokal Jugend errang Veronika Janzen mit 34 Ringen.
Sportleiter Axel Sonnleiter verdeutlichte, dass die Königswürde in Einberg zu keinem finanziellen Wagnis werde: Der Verein beteilige sich mit einem Obolus an den Bewirtungskosten bei der Königsabholung. Was der König selbst zu tragen hat, sind die Kosten für die Königsscheibe. Die Anschaffungskosten liegen, je nach Ausführung, zwischen 100 und 600 Euro.
Bürgermeister Marco Steiner zollte den Verantwortlichen des Vereins seinen Respekt, angesichts der tollen Organisation. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr fand die Proklamation wieder auf dem Vereinsgelände statt. "Euch ist es gelungen, wieder einen würdigen Rahmen, zur Königsproklamation herzustellen", unterstrich das Stadtoberhaupt und lobte den Mut der Verantwortlichen, diesen Weg zu gehen. Respekt zollte Marco Steiner auch der sportlichen Leistung, die die Einberger Schützinnen und Schützen im vergangen Jahr erbrachten.
Vorsitzender Bernd Roßbach versäumte es nicht, sich bei den Schützenvereinen sowie bei den Einberger Vereinen zu bedanken, die mit ihren Abordnungen dem Fest einen würdigen Rahmen verliehen.
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