Coburg
Dreharbeiten

Dreharbeiten für Smaragdgrün: Die letzte Klappe für Coburg

Auch für den dritten Teil der Edelstein-Trilogie, "Smaragdgrün", ist das Ketschendorfer Schloss Filmkulisse. Es kommt zwar nur in wenigen kurzen Szenen vor, aber Coburg ist damit ab Juni 2016 wieder im Kino präsent.
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Regisseurin Katharina Schöde (links) im Gespräch mit Gwendolyn-Darstellerin Maria Ehrich. Fotos: Helke Renner
Regisseurin Katharina Schöde (links) im Gespräch mit Gwendolyn-Darstellerin Maria Ehrich. Fotos: Helke Renner
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Heidi Douk und Viktoria Rocinova stehen zusammen mit ein paar anderen Mädels vor dem Tor. "Wir warten hier schon ungefähr eine Stunde", sagt Heidi Douk. Die Gymnasiastinnen hoffen, wenigstens einen der Darsteller zu Gesicht zu bekommen. Am Vormittag hatten sie noch kein Glück. "Uns wurde gesagt, dass sie erst am Abend rauskommen. Vielleicht gehen wir zwischendurch noch einmal weg." Im Inneren des Ketschendorfer Schlosses wird indes konzentriert gearbeitet. Dort laufen seit Pfingstmontag Dreharbeiten für "Smaragdgrün", den dritten und letzten Teil der "Liebe-geht-durch-alle-Zeiten" - oder auch Edelstein-Trilogie nach den Büchern von Kerstin Gier.

Ein Tag bringt vier Minuten Film

Das Technik-Team räumt das Equipment von einem Raum in den anderen. Es ist eng im ersten Obergeschoss, wo sich die Zimmer von Gwendolyn und Großtante Maddy befinden. "Heute drehen wir etwa vier Minuten Film", erläutert Produzent Thomas Blieninger. Das sei schon viel. "In der Regel brauchen wir für eine Minute einen Tag." Das Film-Team ist zum dritten Mal in Coburg. "Im März 2012 waren wir über drei Wochen hier und haben für ,Rubinrot‘ gedreht - damals noch mit der Kulisse Schlossplatz und Ehrenburg", erzählt Thomas Blieninger. Im Jahr 2013 entstanden dann einige Szenen für den zweiten Teil der Edelstein-Trilogie, "Saphirblau", in Coburg. Jedes Mal war auch das Ketschendorfer Schloss Drehort - als Zuhause der Familie Montrose. "Es ist toll, über drei Jahre hinweg ein Motiv zur Verfügung zu haben. Das ist für uns ein großes Glück."

Einige Kulissenteile bleiben da

Die Möbel mussten zwar immer wieder weggeschafft werden - sie sind nur geliehen -, aber ein paar Sachen konnten auch stehenbleiben. "Es gibt ein paar Kleinigkeiten, die lassen wir nach den Dreharbeiten hier, zum Beispiel den Kamin im Wohnzimmer. Die Sachen übernimmt die Firma Kaeser in memoriam des Filmdrehs", sagt Thomas Blieninger. Vier Räume des Ketschendorfer Schlosses werden Filmkulisse für "Smaragdgrün": die Zimmer von Gwendolyn Shepherd und Großtante Madeleine "Maddy" Montrose im ersten Obergeschoss sowie das Wohnzimmer und das Foyer im Erdgeschoss.

An den Dreharbeiten in Coburg sind diesmal Katharina Thalbach (Maddy), Maria Ehrich (Gwendolyn) und Johannes Silberschneider (Butler) beteiligt. Dazu der sprechende Wasserspeier, Xemerius, gesprochen von Rufus Beck. "Der Wasserspeier ist nur als Stimme vertreten, die Puppe wird später noch gebaut."

Morgen zieht die Crew weiter nach Bayreuth und Ende nächster Woche geht es nach Schottland, auf die Isle of Skye. Mitte Juni sollen die Dreharbeiten dann abgeschlossen sein und im Juni 2016 kommt der Film voraussichtlich in die Kinos.

Und was haben die Leute vom Film von Coburg mitbekommen? "Als wir das erste Mal da waren, haben wir eine Stadtbesichtigung mitgemacht. Da haben wir schon viel gesehen", erzählt Thomas Blieninger. Diesmal sei er kurz mit dem Fahrrad ins Stadtzentrum gefahren und über die große Polizeipräsenz und die Männer mit Kappen erstaunt gewesen. Vom Coburger Convent hatte er noch nichts gehört.


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