Repräsentation

Die weiße Kutsche kommt aus Wiesenfeld

Sonja Wagner ist die erste Bayerische Milchkönigin aus dem Einzugsgebiet der Milchwerke Coburg. Grund genug, sie ordentlich mobil zu machen.
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Direktor Ludwig Weiß macht Milchkönigin Sonja Wagner mit einem "königlichen Dienstwagen" mobil. Foto: Rainer Lutz
Direktor Ludwig Weiß macht Milchkönigin Sonja Wagner mit einem "königlichen Dienstwagen" mobil. Foto: Rainer Lutz
Für die kommenden zwei Jahre repräsentiert Bayerns neue Milchkönigin Sonja Wagner die Milchwirtschaft des Freistaats. Dass sie dabei mit einem "königlichen Dienstwagen" unterwegs ist, auf dem das Wappen der Milchwerke Oberfranken West aus Wiesenfeld glänzt, hat gute Gründe, wie Direktor Ludwig Weiß erklärt.
"Sie ist die erste Bayerische Milchkönigin aus dem Einzugsgebiet unserer Milchwerke. Da ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir ihr ein Auto zur Verfügung stellen", sagt Weiß. Der Betrieb von Sonja Wagners Eltern steht in Wonsees. Die Milch der rund 80 Kühe des Hofes wird an die Wiesenfelder Molkerei geliefert.
Dieser praktische Hintergrund und ihr Studium des Lebensmittelmanagements an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf haben Sonja Wagner mit qualifiziert für das Amt der Milchkönigin. Ein Titel, der traditionelle meistens im südbayerischen Raum landet. Doch bei der Wahl Anfang Mai konnte die 21-jährige Studentin aus Oberfranken diesmal die Jury überzeugen, die aus Vertretern der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft, weiteren Verbänden und Medienvertretern besteht. Dabei steht umfangreiches Fachwissen rund um die Milch von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Vermarktung im Mittelpunkt. Aber die Jury achtet auch sehr auf selbstsicheres und sympathisches Auftreten. Schließlich vertritt die Milchkönigin die gesamte Branche im Freistaat nach außen.
"Das ist schon ein sehr anspruchsvoller Titel", ist Ludwig Weiß überzeugt. Unterstützt durch Milchprinzessin Melanie Maier wird Sonja Wagner künftig das Milchland Bayern repräsentieren und dazu als Botschafterin für regionale Milch- und Käseprodukte Messen, Pressetermine und Verbraucherveranstaltungen besuchen. "Offiziell sollen es so 100 bis 150 Termine im Jahr sein", sagt die junge Frau. Von ihren Vorgängerinnen weiß sie, dass es am Ende eher mehr werden.


Viel unterwegs

Sie wird also viel unterwegs sein müssen im Freistaat und weit darüber hinaus, etwa bei der Grünen Woche in Berlin oder ähnlichen Großveranstaltungen. "Da finde ich es gar nicht selbstverständlich aber natürlich super, dass mit die Milchwerke ein Auto zur Verfügung stellen", sagt die neue Königin und dreht schon mal eine Kennenlern-Runde auf dem Parkplatz der Milchwerke.
Neben der Werbung für die Milchwerke (Ludwig Weiß: "Ein bisschen Eigennutz ist auch dabei, wo doch unser Käse bundesweit in vielen Geschäften gelistet ist"), steht auf dem weißen Audi Q2 auch: "Bayerische Milchkönigin im Einsatz".
Dass sie 150 Repräsentationstermine oder mehr im Jahr mit dem Studium vereinbaren kann, hofft Sonja Wagner schon. Die neu gewonnene Mobilität hilft ja dabei. Und was wird aus dem königlichen Dienstfahrzeug, wenn ihre Amtszeit als gekröntes Haupt der Bayerischen Milchwirtschaft in zwei Jahren endet? Ludwig Weiß lächelt: "Mal sehen, vielleicht fahren wir dann damit herum", sagt er.


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