Dörfles-Esbach
Politik

Die ULB wollen bald die Weichen für die Kommunalwahl stellen

Die Unabhängigen Landkreis Bürger ULB wollen im Kreis Coburg noch mehr mitreden, denn es gibt ihrer Ansicht nach einige besorgniserregende Entwicklungen.
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Gut aufgestellt geht gehen die Unabhängigen Landkreis Bürger in die kommenden drei Jahre (von links): Björn Friedrich, Werner Ulbrich, Jürgen Wittmann, Udo Döhler, Manfred Menzel und Stephan Valtin. Foto: Martin Rebhan
Gut aufgestellt geht gehen die Unabhängigen Landkreis Bürger in die kommenden drei Jahre (von links): Björn Friedrich, Werner Ulbrich, Jürgen Wittmann, Udo Döhler, Manfred Menzel und Stephan Valtin. Foto: Martin Rebhan
Ein klares Ziel haben sich die Unabhängigen Landkreis Bürger (ULB) bei ihrer jüngsten Mitgliederversammlung gesteckt: Zur Wahl 2020 wollen sie in allen Gemeinden mit Kandidaten zur Coburger Kreistagswahl vertreten sein.

Der Vorsitzende der ULB, Udo Döhler (Bürgermeister von Dörfles-Esbach), bezeichnete es als vordringlichste Aufgabe, Kontakte in alle Gemeinden zu knüpfen, damit sich die ULB entsprechend präsentieren könne. Dass der Weg nicht einfach sein wird, daraus machte er keinen Hehl. "Im Moment sind wir davon noch weit entfernt", so Döhler. Nach seiner Auffassung sei es aber nicht zielführend, erst kurz vor der Wahl Ausschau nach geeigneten Kandidaten zu halten. Das Thema müsse daher frühzeitig angegangen werden. Obwohl er kein Freund der so genannten sozialen Medien sei, werde kein Weg daran vorbeiführen, sich dieser zu bedienen, sagte Döhler. Der Weg zu einer flächendeckenden Präsenz der ULB im Landkreis Coburg soll nach seinen Worten im Rahmen der Vorstandsarbeit festgelegt werden.

Die Zusammenarbeit innerhalb der ULB-Fraktion im Coburger Kreistag sei sehr gut, berichtete Döhler den 20 stimmberechtigten Anwesenden. "Von den anderen Fraktionen des Coburger Kreistages werden wir ernst genommen und akzeptiert", so Döhler weiter.


Markus Mönchs Bericht wird vorgelesen

Aus terminlichen Gründen war es dem Fraktionsvorsitzenden Markus Mönch (Bürgermeister von Weidhausen) nicht möglich, seinen Bericht persönlich vorzutragen. Udo Döhler verlas diesen. Demnach bezeichnet Mönch die finanzielle Lage des Landkreises als sehr bedenklich. Nach seinen Schätzungen werde sich der Landkreis zum Ende der Wahlperiode im Jahr 2020 stark auf eine Verschuldung von 40 Millionen Euro zubewegen. Markus Mönch vermisste im vergangenen Jahr weitreichende politische Entscheidungen. Die Arbeit der Gremien habe sich darauf beschränkt, sachliche und nüchterne Beschlüsse zu fassen. Es fehle ein fraktionsübergreifender Dialog, in dem ausgelotet werde, wo der Kreistag den Landkreis mittel- und langfristig sehe, welche Projekte man gemeinsam angehen solle und in welchen Bereichen Schwerpunkte gesetzt werden sollten. "Wenn wir auf den Landkreis als Bildungsregion setzen, müssen wir auch unsere Wirtschaft stärken. In starken Landkreisen wird nahezu vier Mal so viel in die Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe investiert, als es im Landkreis Coburg der Fall ist", zitierte Döhler aus Mönchs Bericht. Der Landkreis Coburg befinde sich im Ranking der erfolgreichsten Landkreise nur auf Platz 310 - von 393 Landkreisen bundesweit. Die Tendenz sei fallend.
Udo Döhler ließ die im Kreisbehandelten Themen wie Öffentlicher Personennahverkehr, Integrationsbeauftragter, Stromtrassen, Zweckverband Gerätemuseum Ahorn, soziale Sicherung ausführlich Revue passieren. Zur Situation "Flugplatz" meinte Döhler: "Hier erhalten wir keinerlei Informationen, nachdem der Landkreis Coburg aus der Projektgesellschaft austeigen musste."

Bernd Wicklein berichtete kurz vom Besuch der Kreistagsdelegation in der türkischen Stadt Manisa, mit der eine Partnerschaft angestrebt wird. "Es ist derzeit ein No Go, diesen Prozess voranzutreiben", meinte Wicklein angesichts der politischen Entwicklung in der Türkei. Wicklein weiter: "Als demokratisches Parlament ist es uns geboten, uns rauszuhalten." Über die Einnahmen- und Ausgaben der ULB informierte Kassier Werner Ulbrich die Versammlung.


Keine Veränderungen im Vorstand

Die turnusmäßigen Neuwahlen brachten keine Überraschungen und zeigten auf, dass die ULB auf Kontinuität setzt. Jeweils einstimmig wurden für drei Jahre gewählt: Udo Döhler (1. Vorsitzender), Markus Mönch (Zweiter Vorsitzender), Jürgen Wittmann (Dritter Vorsitzender), Björn Friedrich (Schriftführer), Werner Ulbrich (Kassier), Manfred Menzel und Stephan Valtin (Revisoren).

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