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Itzgrund
Energiewende

Die Landschaft ist ein Faustpfand

Bei einer Wanderung auf den Höhen über dem Itzgrund informierte die Bürgerinitiative "Sturmwind" über den geplanten Windpark im "Bürgerwald".
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Reinhard Ehrlich von der Bürgerinitiative "Sturmwind" informiert bei der Mahnwanderung im "Bürgerwald" über die Auswirkungen des geplanten Windparks. Foto: Michael Stelzner
Reinhard Ehrlich von der Bürgerinitiative "Sturmwind" informiert bei der Mahnwanderung im "Bürgerwald" über die Auswirkungen des geplanten Windparks. Foto: Michael Stelzner
Es hat auch bei Regen seinen Reiz, das südliche Coburger Land, das sogar Johann Wolfgang von Goethe als "fränkische Toskana" bezeichnet haben soll. Rund 50 Teilnehmer haben an der Mahnwanderung der Bürgerinitiative "Sturmwind" gegen die Windkraftanlagen im "Bürgerwald" teilgenommen und sich für den Erhalt des gewohnten Landschaftsbildes eingesetzt.
Als die Wanderung am "Ulrichsstock" bei Gossenberg - der einst sogar einmal als Flugplatzstandort im Gespräch war - startete, vergoss der Himmel reichlich Tränen. Der Weg der Gruppe ging weiter über die "Thiereller" bei Neues an den Eichen bis hin zum "Bürgerwald" bei Welsberg, wo ein Windpark mit mehreren Anlagen entstehen soll.
In der Holzwurmhalle wurde die Wanderung dann mit einer Abschlusskundgebung abgeschlossen.

Ausschlusskriterium

Bei der Wanderung machten die Bürger aus dem Itzgrund an verschiedenen Punkten Halt und diskutierten eifrig über die Einzigartigkeit und Schönheit des Coburger Landes. Eine Landschaft, deren Unversehrtheit den Mitgliedern der Welsberger Bürgerinitiative besonders am Herzen liegt. "Ein anerkannt reizvolles Landschaftsbild ist ein Ausschlusskriterium für die Planung von Windparks in unserer Region", betonte Reinhard Ehrlich von der Bürgerinitiative "Sturmwind".
In seinen Ausführungen machte Ehrlich auf die negativen Auswirkungen von Windkraft auf die Landschaft aufmerksam und kritisierte außerdem die Informationspolitik gegenüber dem Bürger von Seiten den öffentlichen Hand. "Wir sind nicht gegen alternative Energien oder gegen die Windkraft - man sollte sie nur dort einsetzten, wo sie auch sinnvoll ist", betonte Ehrlich. Unterwegs stellte Ehrlich interessante Fragen zur Windkraft stellte, die die Teilnehmer zu einer regen Diskussion anregten.
Im Gebiet "Bürgerwald" - auf der Anhöhe zwischen Welsberg und Büdenhof - machten die Teilnehmer der Wanderung an den geplanten Standorten der Windkraftanlagen Halt. Diese Standorte wurden von der Bürgerinitiative inzwischen mit Schildern gekennzeichnet, auf denen Fragen zur Windkraft gestellt werden und zum Nachdenken anregen.

Vergebene Hoffnung auf den Wind

Direkt vor Ort im "Bürgerwald" stellte Ehrlich zudem die Windhöffigkeit und damit auch die gesamte Wirtschaftlichkeit der vom Münchner Unternehmen "Green City Energy" geplanten Windkraftanlagen in Frage. Franz Hölzl und Monika Schilling-Hofmann von der Interessengemeinschaft "Windpark Sonnefeld" nahmen ebenfalls an der Wanderung teil und informierten dabei über die Arbeit ihrer Interessengemeinschaft. Auch in Sonnefeld und Umgebung gibt es derzeit Diskussionen über geplante Windkraftanlagen.
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