Coburg
Kandidaten-Interview

Die Kluft zwischen Arm und Reich verkleinern

Acht Kandidaten aus der Region bewerben sich bei bei den Bundestagswahlen am 22. September um ein Direktmandat. Was sie in Berlin für den Raum Coburg erreichen wollen, was sie an Politik prinzipiell fasziniert und was ihnen persönlich wichtig ist, verraten sie im Interview: Johannes Reichardt (Piraten).
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Johannes Reichardt
Johannes Reichardt
Der Großteil des Wahlkampfs findet/fand in den Ferien statt - ist das Fluch oder Segen?
Durch die Ferienzeit ist es schwieriger, die Menschen zu erreichen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Auch sind die Veranstaltungen anlässlich der Wahlen (zum Beispiel Podiumsdiskussionen) eher schwach besucht.
Ob das aber direkt mit der Ferienzeit zu tun hat oder an mangelndem Interesse der Wähler liegt, kann ich aber nicht beantworten. Wir müssen aber die Menschen generell wieder mehr für die Demokratie begeistern, da ist es eher hinderlich, wenn viele in der Zeit des Wahlkampfes schlicht in Urlaub sind. Wobei natürlich die politische Meinungsbildung und der Dialog mit den Menschen unabhängig vom Wahlkampf stattfinden sollte.

Was wollen Sie in Berlin für die Region erreichen?
Ich möchte erreichen, dass die Region in Bayern eine bessere Förderung und
damit bessere Zukunftsaussichten bekommt. Dazu gehören vor allem Infrastrukturprojekte. Aber auch das Fördergefälle zu den neuen Bundesländern muss abgebaut werden, damit Unternehmen wieder auf der bayerischen Seite der ehemaligen Grenzregion investieren und Arbeitsplätze schaffen oder. erhalten bleiben. Und wir müssen dem demographischen Wandel entgegentreten und Anreize schaffen, dass junge Menschen in der Region bleiben.

Worin sehen Sie in der nächsten Legislaturperiode die größte Herausforderung?
Die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich zu verkleinern und auch den sozial Schwächeren in diesem Land ein angemessenes und vernünftiges Leben zu ermöglichen.

Was macht für Sie persönlich die "Faszination Politik" aus?
Politik ist für mich die Möglichkeit den gesellschaftlichen Prozess mitzugestalten. Dabei geht es nicht darum, meine eigenen Ideen und Position als die Besten zu verkaufen, sondern die Ideen und Wünsche der Bürger unserer Region umzusetzen.

Wie schalten Sie nach einem langen Arbeitstag oder einer langen Arbeitswoche am besten ab?
Mit Hilfe meiner Hobbys Fotografie, Musik und Couchsurfing

Welche drei Dinge würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen? Und: Was aus unserer Region würde Ihnen auf der einsamen Insel am meisten fehlen?
Ich würde Bratwürste, Semmeln und Bier mitnehmen. Am meisten fehlen würde mir das Kronacher Freischießen.

Die Fraen stellte Oliver Schmidt.



Leben und Werdegang


Johannes Reichhardt, 28, in Kronach geboren, ledig, IT System Engineer

Parteipolitisch Parteimitglied bei den PIraten seit Januar 2010

Politische Ämter derzeit keine

Ehrenämter derzeit keine

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