Dörfles-Esbach
Gemeinderat

Die Feuerwehr Dörfles-Esbach hat einen konkreten Wunsch

Die Feuerwehr Dörfles-Esbach möchte ein neues Löschgruppenfahrzeug, der Bürgermeister sieht dafür keine Notwendigkeit. Dann wurde diskutiert.
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VHS-Leiter Rainer Maier (links) und Bürgermeister Udo Döhler mit der neuen VHS-Außenstellenleiterin Sandra Türcke Foto: Lothar Weidner
VHS-Leiter Rainer Maier (links) und Bürgermeister Udo Döhler mit der neuen VHS-Außenstellenleiterin Sandra Türcke Foto: Lothar Weidner
Überrascht zeigte sich der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung von einem Wunsch der Feuerwehr: Sie möchte, dass die Gemeinde ein weiteres neues Löschgruppenfahrzeug beschafft. 300.000 Euro könnte so ein Fahrzeug kosten, wie Kommandant Peter Puff erläuterte. Allerdings kämen auf die Gemeinde unter Berücksichtigung der Förderungen 160.000 Euro zu. "Wir werden uns Gedanken machen und versuchen, diese Investition in den Haushaltsplan einzustellen", sagte Bürgermeister Udo Döhler (UBV), ließ aber durchblicken, dass er für diese Anschaffung keine Notwendigkeit sehe.

Peter Puff widersprach. Er sagte, das bisherige Fahrzeug LF 16/12 sei aus dem Jahr 1992. Es gebe vor allem eine mangelnde Ersatzteilversorgung, insbesondere bei den Reifen, die Karosserie sei teilweise marode und vor allem weise die Pumpe, die schon mehrfach repariert worden sei, erhebliche Mängel auf und könnte wieder ausfallen.
"Die Pumpe aber ist das Herzstück des Fahrzeuges", betonte Puff. Auch die Kreisbrandinspektion sei der Meinung, dass die Feuerwehr in Dörfles ein neues Löschgruppenfahrzeug benötige, insbesondere wegen der steigenden Aufgaben im Bereich A 73 und ICE.


Viel zu tun

Der stellvertretende Kommandant Fabian Bienlein informierte das Gremium über Daten aus der Feuerwehr. Demnach besteht die Wehr aus 55 Aktiven, davon zehn Jugendlichen. Die Kinderfeuerwehr hat sieben Beteiligte. Für 35 Kilometer ist die Feuerwehr an der A 73 für die Erstalarmierung mit zuständig. Neben Brandeinsätzen ist auch der Katastrophenschutz gefragt sowie eine Beteiligung an der ICE-Tunnelbasiseinheit. 50 Einsätze waren 2015 zu verzeichnen, davon 18 im Brandfall, 21 Hilfeleistungen und elf Sicherheitswachen. Insgesamt betrug die ehrenamtliche Leistung 2162 Stunden. Döhler kommentierte die Statistik mit den Worten: "Nicht nur der Altersdurchschnitt, sondern auch der Ausbildungsstand ist hervorragend."

Sandra Türcke wurde vom VHS-Leiter Rainer Maier und Bürgermeister Udo Döhler als neue Leiterin der VHS-Außenstelle vorgestellt. Maier bescheinigte der neuen Mitarbeiterin dabei eine große Organisationsgabe und Udo Döhler meinte, Türcke werde mit vollem Elan an die Sache herangehen.

Der Entwurf des Bebauungsplanes "Gartenäcker" wurde nach eingehender Behandlung der Einwendungen der Träger der öffentlichen Belange gebilligt. Die Räte beschlossen, nun den Plan öffentlich auszulegen.


Abgeblitzt

Die Gemeinde ist bei der Regierung von Oberfranken abgeblitzt. Dörfles-Esbach wollte, dass die bisherigen Fahrten der OVF-Linie Coburg-Neustadt beibehalten werden. Begründung ist, dass es keinen Parallelverkehr zur Schiene geben solle, die Anbindung hervorragend sei und die wegfallenden Fahrten noch aus Zeiten einer schlechten Anbindung stammten. Zusammen mit der Gemeinde Lautertal würden jedoch der Schülerverkehr, insbesondere die Schwimmbadfahrten nach Rödental, nicht im Linienverkehr, sondern im Schülerverkehr gesondert bestellt und bezahlt.

Der Bauvoranfrage auf Errichtung eines Einfamilienwohnhauses in der Neustadter Straße 18 wurde unter Auflagen stattgegeben, ebenso einem nachträglichen Antrag auf Nutzung eines Grundstückes als Lagerfläche in der Neustadter Straße 12.

Keine Zustimmung erhielt der Antrag einer Familie in der Jean-Paul-Straße, dort einen Zaun mit einer Höhe von 1,83 Metern zu errichten. Dies entspreche nicht den Festsetzungen des Bebauungsplanes, sagten die Ratsmitglieder.

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