Dörfles-Esbach
Gemeinderat

Der Verkehr fließt wieder

Eine kaputte Induktionsschleife in der Fahrbahn-Decke war Schuld daran, dass die Ampelschaltung an der Lauterer Straße kaum Autos auf die Kreisstraße ließ.
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Mehr als zwei Autos schafften es bei Grün nicht auf die Kreisstraße. Schuld daran war eine kaputte Induktionsschleife.  Foto: Berthold Köhler
Mehr als zwei Autos schafften es bei Grün nicht auf die Kreisstraße. Schuld daran war eine kaputte Induktionsschleife. Foto: Berthold Köhler
Aufatmen in der Gemeinde. Wie Bürgermeister Udo Döhler (UBV) bei der Gemeinderatssitzung wissen ließ, läuft der Verkehr an der Einmündung Lauterer Straße in die Kreisstraße jetzt wieder viel besser. Die langen Staus, die zu Unmut führten, sind vorbei. Der Grund war, dass während der Grünphase der Ampel in der Regel nur zwei Autos durchkamen. Das rief den Bürgermeister auf den Plan. Nicht nur, dass er eine Verkehrszählung in der Lauterer Straße vornehmen ließ, die ein tägliches Verkehrsaufkommen von 7700 Fahrzeugen erbrachte, er redete auch Tacheles mit dem Landratsamt. Und siehe da, es stellte sich heraus, dass die in die Straßendecke eingebaute elektronische Induktionsschleife nicht richtig funktionierte. Das wurde bereinigt. Nun kommen zumindest doppelt so viele Fahrzeuge während der Grünphase durch.


Mitteilungsblatt: Auflage sinkt

Sorge bereitet das Mitteilungsblatt der Gemeinde, das wöchentlich erscheint. Die Auflagenzahl ging von 722 aus dem Jahr 2012 auf derzeit 512 zurück, auch wenn der Gemeinderat bereits Anfang diesen Jahres handelte und eine 14-tägige Erscheinung ablehnte. Nachdem die Auflage derart gesunken ist, ist es für den Verlag schwierig, das Mitteilungsblatt weiter zu den bisherigen Konditionen anzubieten. Eine Preissteigerung, so der Verlag, könnte dazu führen, dass noch weitere Abonnenten abspringen. Hinzu kam, dass Textüberschreitungen, verursacht in der Regel durch die Gemeinde, zu Mehrkosten führten. "Wir müssen das Blatt attraktiver gestalten, unter anderem mit mehr Bildern", so der Bürgermeister. Auch sollte qualitativ besseres Papier verwendet werden und ein neues Layout Einzug halten. Die Räte waren sich zudem einig, den Umfang um eine Seite zu erhöhen, was 1000 Euro mehr kostet, wobei der Verlag die Hälfte davon übernehmen will.
Ab 2021 wird die Gemeinde Dörfes-Esbach umsatzsteuermäßig als Unternehmen betrachtet. So will es die Europäische Union. Allerdings hat die Gemeinde die Möglichkeit, die Umsatzsteuerpflicht für sämtliche Umsätze bis zu diesem Zeitpunkt hinauszuschieben, was beschlossen wurde, jedoch mit der Option, wenn es umsatzsteuerlich günstiger wäre, dies zu ändern.
Eine weitere Bestimmung der EU beschäftigte den Gemeinderat. Es ging um die Vergaberichtlinien bei kommunalen Aufträgen. Diese sind künftig elektronisch abzuwickeln. Das rief den Kreisverband Coburg des Bayerischen Gemeindetages auf den Plan, der empfahl, dass alle Gemeinden und Städte des Landkreises eine einheitliche Plattform anwenden. Um eine gemeinsame Lösung zu finden, ist noch mit der Rechtsaufsicht vom Landratsamt und mit Vergabestelle Coburg zu verhandeln. Zumindest beschloss das Gremium, an der einheitlichen E-Vergabeplattform teilzunehmen.

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