Neustadt bei Coburg
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Der "Teddy" in Neustadt ist für alle da

Der Awo-Treff in der Kirchstraße würde sich über mehr Besucher aus den Neustadter Stadtteilen freuen.
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Der Awo Treff verfügt über eine Kleiderkammer, die in diesem Jahr in einen attraktiveren Raum verlegt und mit einer Umkleidekabine ausgestattet wurde. Ute Hegner zeigt, was an Kleidung im Vorrat ist.  Foto: Rainer Lutz
Der Awo Treff verfügt über eine Kleiderkammer, die in diesem Jahr in einen attraktiveren Raum verlegt und mit einer Umkleidekabine ausgestattet wurde. Ute Hegner zeigt, was an Kleidung im Vorrat ist. Foto: Rainer Lutz
In der Kontakt- und Begegnungsstätte der Awo mit dem netten Namen "Teddybär" wird wertvolle Arbeit geleistet. Davon ist der Verwaltungsausschuss der Stadt überzeugt. Einstimmig wurde bei der Sitzung am Montag beschlossen, auch in den kommenden beiden Jahren einen Anteil der Personalkosten zu tragen.


Durchaus beeindruckt zeigten sich die Stadtratsmitglieder vom Tätigkeitsbericht der Einrichtung, den Awo-Vorsitzender Bernd Gärtner, der selbst Mitglied der SPD-Fraktion im Stadtrat ist, und Sozialpädagogin Ute Hegner vorlegten. Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) interessierte, woher die Besucher hauptsächlich kommen. Er hatte die Antwort von Ute Hegner wohl erwartet, dass überwiegend Senioren aus der Kernstadt den Treff nutzen.


"Ich würde gern herausfinden, welche Orte nicht erreicht werden und erfahren welche Hürden die Leute daran hindern zu kommen", sagte Rebhan.
Einige Gründe kannte Ute Hegner schon. "Die älteren Leute müssen sich zurechtmachen, zur Bushaltestelle gehen, womöglich warten, dann schauen, wenn der Bus wieder zurück fährt... vielen ist das einfach zu viel Aufwand.


Dabei hätte die Begegnungsstätte sicher auch für die Senioren aus entfernteren Stadtteilen attraktive Angebote. "Ziel der Arbeit im Treff ist es, Ältere am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, ihre Selbstständigkeit zu erhalten und ihre geistige und körperliche Aktivität zu fördern", erklärt Bernd Gärtner. Der Treff bietet dafür eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, Information, Begegnung und Kommunikation oder wie Gärtner etwas einfacher ausdrückt: "Die Leute kommen mal raus aus den eigenen vier Wänden".


Menschen mit ganz unterschiedlichem Lebenshintergrund treffen sich zu Spielnachmittagen, zum gemeinsamen Kochen, einfach zum Kaffee-Klatsch oder im Internetcafé. Es gibt Fachvorträge, manche Schuljahrgänge nutzen den Treff zu regelmäßigen Klassentreffen. Die Helfer der Awo organisieren Faschingsveranstaltungen, ein Oktoberfest, einen Weihnachtsmarkt und eine Weihnachtsfeier. Dabei spielen die ehrenamtlichen Helfer eine große Rolle. "Ich bin ja nur mit acht Stunden in der Woche beschäftigt", erklärt Ute Hegner. "Ohne die ehrenamtlichen Helfer wäre die Seniorenarbeit in dieser Form nicht umsetzbar", betont sie.


Rund 25 Personen umfasst der Kreis, der im Treff für die Besucher da ist. Dank ihres Engagements kann beispielsweise auch in Höhn hin und wieder eine Seniorenveranstaltung organisiert werden. So kommt der Treff quasi zu den Leuten, wenn diese nicht zum Treff kommen können.


Regelmäßig trifft sich Ute Hegner als leitende Sozialpädagogin mit den ehrenamtlichen Kräften. Dann werden Ideen und Vorschläge diskutiert oder die Durchführung von Veranstaltungen geplant. So entstehen dann Angebote wie ein Qi Gong Kurs oder Handarbeitskreise.

Der "Teddy" zieht an

Zur Arbeit im Treff gehört auch eine Kleiderkammer, die gut tragbare Sachen annimmt und an Bedürftige weiterreicht. Sie wurde in diesem Jahr in einen schöneren Raum verlegt. Jetzt gibt es auch eine helle Umkleidekabine, in der Interessenten die Sachen anprobieren können.


Eine Konkurrenz zu anderen Einrichtungen wie dem Familienzentrum will der Awo-Treff dabei nicht sein, eher eine Ergänzung. Die kann nicht schaden, denn alle sozialpolitischen Prognosen deuten darauf hin, dass die Seniorenarbeit in Deutschland immer wichtiger wird.



Da hat der "Teddybär" Zeit für Besucher


Öffnungszeiten Der Awo-Treff hat Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr Bürozeiten.
Jeden Dienstag gibt es von 14 bis 17 Uhr Kaffee-Klatsch, am Donnerstag ist von 14 bis 17 Uhr immer Spielenachmittag angesagt.
Kontakt Informationen über das weitere Angebot im "Teddybär"und die immer im Wechsel stattfindenden Kurse und Vorträge oder Feiern gibt es direkt im Treff oder telefonisch unter der Nummer 09568/2700.
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