Ab frühem Morgen rackerten am Mittwoch Mitarbeiter vom Grünflächenamt und vom Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb sowie Jugendliche, die über die Koordinierungs- und Vermittlungsstelle für richterliche Auflagen und Weisungen (Kora) Sozialstunden leisten. Bis Mittag waren drei Mulden mit Reifen, Campingmöbeln, Elektrogeräten, Paletten, Bauschutt, Matratzen, Flaschen und anderem Abfall befüllt und abtransportiert. Damit war der Müll aber noch längst nicht komplett weg. Außerdem sollen noch die einstigen Gartenhütten abgerissen werden.
Ein Teil des Abfalls stammt wohl noch von den früheren Nutzern der Parzellen. Und als einmal der Anfang gemacht war, landete immer mehr Abfall auf dem Gelände. Da es sich um städtischen Grund handelt, bleiben die Kosten an der Stadt hängen. Das ärgert Bernhard Ledermann, Chef des Grünflächenamts: "Im Prinzip werden hier durch unverantwortliches Verhalten Steuergelder vertan."
Wenn das Gelände geräumt ist, wird ein Bauzaun aufgestellt. Und sobald, wie geplant, die Zufahrt zur Kleingartenanlage neu geregelt ist, werden auf den einstigen Parzellen Pkw-Stellplätze für die Besucher der Gartenkolonie eingerichtet.