Coburg
1. Handball-Bundesliga

HSC Coburg gewinnt das Frankenderby mit 30:28

Der Tabellenletzte sendet ein Lebenszeichen: Der Heimsieg vor 3530 Zuschauer in der ausverkauften HUK-Arena gegen den HC Erlangen war hochverdient.
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Die Coburger Fans sind aus dem Häuschen. Ihr Team führt gegen den favorisierten Tabellenneunten. 15 Minuten vor dem Ende steht das Derby auf Messers Schneide. Fotos: Timo Geldner
Die Coburger Fans sind aus dem Häuschen. Ihr Team führt gegen den favorisierten Tabellenneunten. 15 Minuten vor dem Ende steht das Derby auf Messers Schneide. Fotos: Timo Geldner
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20.31 Uhr: Schluss in der HUK-Arena. Die Sensation ist geschafft. Coburg gewinnt das emotionale Derby hochverdient mit 30:28. "Oh wie ist das schön" und "so ein Tag, so wunderschön wie heute" halt es von den Rängen. Coburg ist zurück!

20.25 Uhr: Büdel macht das 28:25 für Coburg und soll beim Rückwärtslaufen die "schnelle Mitte" der Erlanger verhindert haben - eine harte Entscheidung. Noch vier Minuten. Es sieht gut aus für die Gelben. Hallensprecher Thomas Apfel hat die offizielle Zuschauerzahl bekannt gegeben: 3530. Doch das interessiert im Moment kaum jemanden. Trotz Unterzahl baut Coburg die Führung auf 29:26 aus. Torschütze Florian Billek!

20.20 Uhr: Coburg führt ständig, aber Erlangen lässt nicht locker. Die Führung könnte deutlicher sein als "nur" 25:24 (53.), doch jetzt schleichen sich zunehmend Konzentrationsschwächen auf Coburger Seite ein. Nur gut, dass die Gäste auch den einen oder anderen Wurf verballern.

20.15 Uhr: Spannung pur in der Arena. Die gut 3500 Zuschauer wissen immer noch nicht wer am Ende jubeln darf. Es wird um jeden Meter gekämpft. Klar, dass es jetzt hektisch wird. Wer behält die Nerven? 14 Minuten vor der Schlusssirene steht es 22:20 für den HSC 2000 Coburg. Vor allem Steffen Coßbau hat heute sein Visier gut eingestellt. Der Linksaußen netzte bereits sechs Mal ein.

20.10 Uhr: Der Redebedarf, den der Erlanger Trainer hatte, scheint zu fruchten. Vier Treffer in Folge - jetzt reagiert Gorr und holt seine Jungs zur Linie. Es steht 20:19 (41.).

20.05 Uhr: Auszeit Erlangen! Trainer Robert Andersson ist stocksauer. Seine Mannschaft hat endgültig den Faden verloren und der HSC Coburg läuft zur Höchstform auf. So stark haben die Fans ihr Team schon lange nicht mehr gesehen. Zwei Tempogegenstöße durch Billek und Coburg führt plötzlich mit 20:15. Aber es sind noch gut 20 Minuten zu spielen.

20.00 Uhr: Die Partie läuft wieder. Und Coburg lässt nicht locker. Bisher haben Coßbau, Kelm & Co. immer eine Antwort parat. Die Drei-Tore-Führung hat Bestand: 17:14.

19.40 Uhr: Halbzeit in der HUK-Arena: 16:13. Es läuft ganz nach dem Geschmack der Coburger. Die Drei-Tore-Führung ist verdient, weil die Gorr-Truppe bis in die Fingerspitzen motiviert auftritt und im Abschluss heute effektiver als sonst agiert. Die Fans dürfen sich auf eine packende 2. Halbzeit freuen.

19.33 Uhr: Kurz vor der Pause sieht es gut aus für den Außenseiter. Coburg führt mit 14:12.

19.25 Uhr: Schon jetzt ist es das von vielen erhoffte fränkische Handballfest. Der "Classico" steht auf einem guten Niveau und es ist erfreulich fair. Die Fans kommen auf ihre Kosten. Tore fallen wie reife Früchte. Nikolai Link lochte schon fünf Mal für Erlangen ein. Büdel viermal für Coburg. Spielstand: 11:9 für Gelb!

19.15 Uhr: Coburgs Torhüter Oliver Krechel ist in Bestform. Schon vier Paraden - auch deshalb führt der Gastgeber. Es steht 8:7 - gerade hat Büdel vom Punkt trotz Unterzahl HSC eingelocht. Ausgerechnet Büdel. Er spielt nächstes Jahr ja für Erlangen! Die Stimmung könnte nicht besser sein.

19.06 Uhr: Was für eine Anfangsphase. Es geht Schlag auf Schlag. Die Bälle schlagen im Minutentakt ein. 5:3 für den HSC 2000 Coburg nach exakt sechs Minuten. Kiwi traf schon zweimal.

19.02 Uhr: Das erste Tor! Erlangen führt. Torschütze: Stranovsky. Er trifft vom Punkt. 0:1. Aber Coburg gleicht sofort aus. Florian Billek. Der Rechtsaußen trifft und sorgt für den ersten großen Jubel.


18.55 Uhr: Die HSC-Hymne versteht in der Halle kein Mensch. Die Erlanger Fans singen einfach lauter. Sie schmücken die eine Seite der Arena mit roten und blauen Luftballons. Ansonsten ist alles Gelb. So eine Stimmung gab es schon lange nicht mehr. Hoffentlich bleibt es so. Bei allem sportlichen Reiz - Fairplay geht vor!

18.45 Uhr: Jan Gorr nimmt sich seine Kapitän Till Riehn zur Brust - letzte Anweisungen.
Einer ist ganz cool: Colin Hartmann. Der Schiedsrichter (gemeinsam mit Stefan Schneider) hat bereits 590 Erst- und Zweitligaspiele gepfiffen. Gegenüber dem Tageblatt meint er: "Das ist für mich Routine". Dann dehnt er seinen rechten Oberschenkel weiter. Noch 15 Minuten...

Die Spieler sind heiß. Die Fans bereit. Schon jetzt herrscht eine tolle Atmosphäre in der HUK-Arena, die spätestens in einer halben Stunde bis auf den letzten Platz ausverkauft sein wird. Unter ihnen auch der Coburger Cedrik Teuchert, der Fußballprofi des 1. FC Nürnberg.
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