Coburg
Tourismus

Den Vesteblick gibt's noch dazu

Die Stadt Coburg braucht einen neuen, attraktiven Wohnmobil-Stellplatz. Auf dem Gelände des Aquaria wäre Platz für 24 Wohnmobile.
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Der Wohnmobil-Stellplatz am oberen Ende des Aquaria-Geländes kann vom Badweg aus erschlossen werden. Grafik: Carolin Höfler / Quelle: Stadt Coburg
Der Wohnmobil-Stellplatz am oberen Ende des Aquaria-Geländes kann vom Badweg aus erschlossen werden. Grafik: Carolin Höfler / Quelle: Stadt Coburg
Der Ketschenanger taugt nicht als Dauerlösung, wenn die Stadt Reisenden mit Wohnmobil einen attraktiven Stellplatz bieten will. Es gibt dort keine Servicestationen, etwa für Trinkwasser oder Elektrizität, und wegen der vielen Veranstaltungen steht der Anger nicht immer zur Verfügung. Jetzt scheint der ideale Standort gefunden: Am oberen Ende des Aquaria-Geländes ließe sich Platz für 24 Wohnmobile schaffen, Servicestationen, Infrastruktur und sogar Vesteblick inklusive. Der Bausenat hat dem Vorschlag gestern bereits zugestimmt, heute muss noch der Finanzsenat entscheiden.
Die Wählergemeinschaft Pro Coburg hatte im vergangenen Jahr den "Bad-Parkplatz" in der Rosenauer Straße und den Bolzplatz des Aquaria-Freibades als mögliche Standorte ins Spiel gebracht. Das Grünflächenamt prüfte die Varianten und führte Gespräche mit der SÜC Bus & Aquaria. In der Bausenatssitzung am Mittwoch stellte Grünflächenamtsleiter Bernhard Ledermann eine Entwurfsplanung für das hintere Freibadgelände (Bolzplatz) vor, die allseits Anklang fand. Besonders gute Nachrichten hatte Ledermann für den Senat hinsichtlich der Kosten: Wenn die Kosten geteilt würden, seien die SÜC bereit, die Trägerschaft und die Bewirtschaftung des Wohnmobilstellplatzes zu übernehmen.


Deutlich bessere Infrastruktur

Das Gelände zwischen Rosenauer Straße, Bad- und Hahnweg biete viele Vorteile, wie Ledermann aufzählte: es liege innenstadtnah, Lebensmittelläden und Gastronomie seien gut zu erreichen, wer Sport machen will, könne das Aquaria oder das Kletterzentrum nebenan nutzen, es gebe Grün drumherum und sogar Vesteblick.
Der Entwurf sieht 24 Stellplätze vor, jeder mindestens fünf Meter breit und zehn Meter tief. Bei der Variante "Bad-Parkplatz" wären nur 20 Wohnmobil-Stellplätze möglich gewesen, wofür allerdings rund 80 Pkw-Parkplätze weggefallen wären. Die Zufahrt erfolgt vom Badweg aus. Für die Nutzer stehen drei Servicestationen (Elektrizität, Trink- und Abwasser) zur Verfügung. Die Gesamtkosten, inklusive Planung, liegen bei 320 000 Euro. Der größte Posten ist die Befestigung der Flächen (derzeit Rasen) mit knapp 111 000 Euro.
Laut Joachim Träger vom Stadtplanungsamt könnte es "zügig gehen, wenn alles geklärt ist", sprich, im April oder Mai könnte die Genehmigung vorliegen. Die Bauzeit schätzt Ledermann auf sechs bis acht Wochen - "Wenn alles gut läuft, kann also heuer noch geparkt werden", freute sich Peter Kammerscheid.
Auch Petra Schneider (SPD) und Wolf-Rüdiger Benzel (Grüne) segneten den Entwurf ab, drangen aber darauf, die Anwohner frühzeitig einzubinden. Laut Bau-Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU) sei ohnehin eine Befragung vorgesehen. "Und wenn wir alle positiven Beschlüsse haben, können wir eine Infoveranstaltung machen."


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