Unter der musikalischen Leitung von Roland Fister spielt sich das Philharmonische Orchester frei, souverän zu schwingen, zu schweben, zu treiben, die Klänge zu schärfen und auf die Spitze zu treiben, zu explodieren zwischen den symphonischen Weiten, den melodisch zarten Visionen der Liebe, den mit Klängen jonglierenden Szenen, den in den Körper fahrenden Latino-Rhythmen. Höchst konzentrierter Einsatz für die reaktionsschnellen Bläser, für die verstärkte Percussion. Am Ende atemberaubend.

In dieser so entfesselten und emotional schüttelnden musikalischen Welt stürzen die beiden Liebenden Tony und Maria ineinander. Der renommierte Musical-Sänger Christian Alexander Müller, erneut zu Gast in Coburg, stemmt sich als Tony mit wunderbar baritonal-satter Stimmfärbung kraftvoll gegen die feindliche Realität, von Maria träumend in sanft verklingenden Höhen dargestellt.

Dass Marie Smolka auch im Musical-Lied in ihren angestammten Sopran-Sphären bleibt, lässt ihre eben aus Puerto Rico nach New York eingewanderte Maria umso unschuldiger, zarter, anrührender wirken: Ein Paar, das im ersten Augenblick der Begegnung den Gesetzen der feindlichen Gangs von Sharks und Jets in den schäbigen Straßen abhanden gekommen ist, ohne Aussicht auf Zukunft.

Lesen Sie die vollständige Rezension in der Montagsausgabe des Coburger Tageblatts.