Neustadt bei Coburg
Barrierefreiheit

DB Bahn verbessert Schritt für Schritt Reisezentrum in Neustadt

Für Menschen mit Behinderung, Rollator-Nutzer oder Rollstuhlfahrer hat die DB Bahn eine breitere Rampe zum Video-Reisezentrum am Neustadter Bahnhof gebaut.
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Ohne fremde Hilfe kann Rollstuhlfahrer Thilo Schreier die Tür zum Video-Reisezentrum nicht öffnen. Foto: Manja von Nida
Ohne fremde Hilfe kann Rollstuhlfahrer Thilo Schreier die Tür zum Video-Reisezentrum nicht öffnen. Foto: Manja von Nida
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Prompt und schnell reagierte die Bahn auf den Herzenswunsch der Stadt Neustadt, das Reisezentrum senioren- und rollstuhlfahrergerecht nachzubessern. "Nach Rücksprachen mit der DB Bahn ist das Video-Reisezentrum hier am Neustadter Bahnhof ausgesprochen gut angenommen worden, nur ausnahmslos positive Sachen gehört", sagte Detlef Heerlein vom Referat für Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung. Einen Kritikpunkt gab es allerdings: Dr. Gerhard Beyer, Seniorenbeauftragter der Stadt Neustadt, hatte betont, alles sei wunderbar, allerdings sei der Zugang noch nicht behindertengerecht und nicht barrierefrei. Was Beyer monierte: Die Rollstuhlrampe war für Rollstuhlfahrer ziemlich schmal ausgefallen.

Das ist jetzt von der Bahn, ohne lange zu zögern, verbessert worden. Den Antrag dafür hatte die Stadt Neustadt am 14. April auf Dr. Beyers Veranlassung hin an die DB Bahn gestellt. Wie Heerlein berichtete, hat die Bahn am 21.
April die Rampe ausgewechselt, also binnen einer Woche habe das Unternehmen reagiert und agiert. "Das ist absolut erwähnenswert", richtete Heerlein den Dank an die DB-Bahn-Verantwortlichen.


Ein Rollstuhlfahrer testet die neue Rampe

Thilo Schreier, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, testete am Mittwochvormittag die verbreiterte Rampe. Er freute sich über die jetzt so großzügige Auffahrt ins Video-Reisezentrum am Neustadter Bahnhof.

Allerdings wird die Bahn nochmals nachrüsten müssen: Ein automatischer Türöffner fehlt noch, denn weder Rollstuhlfahrer noch Menschen, die einen Rollator nutzen, können die Tür ohne fremde Hilfe öffnen. "Diese Tür ist doch recht massiv und für Menschen mit Behinderungen einfach zu schwer", bemerkte Dr. Beyer. "Wir haben diese Anregung jetzt weitergegeben, sie ist nun in Prüfung, und wir warten und hoffen auf eine zeitnahe Antwort", wünschte sich Heerlein aufs Neue.


Züge und Busse für Nachtschwärmer

Neben der verbreiterten Rampe wurde bei dem Termin am Bahnhof eine weitere Neuerung vorgestellt. Die bisher fehlenden Nachtfahrzeiten auf der Strecke Coburg-Rödental-Neustadt-Sonneberg gehören bald der Vergangenheit an. "Unser Antrag, den wir im Sinne der Neustadter gestellt hatten, ist damit erfolgreich gewesen, weshalb wir uns sehr freuen", sagte Kanat Akin, der Jugendbeauftragte der Stadt Coburg. "Besonders unsere jüngeren Landkreisbürger, die gerne mal zum Feiern nach Coburg gehen, haben damit nachts schon bald eine zusätzliche und sichere Heimfahrmöglichkeit an Wochenenden", freute sich Kanat Akin, der zusammen mit Detlef Heerlein den neuen Nahverkehrsplan, der ab 1. September gelten soll, vorstellte.



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