Coburg
Projekt

Coburgs Firmen haben junge Bosse im Blick

Wenn Schüler schon einmal Berufsluft schnuppern, haben auch die Firmen etwas davon.
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Franziska Kiefer, Zehntklässlerlin am Gymnasium Ernestinum, verbrachte den interessanten Tag an der Seite von Andrea Kerby-Schindler von der Briqq Geschäftsführung. Fotos: privat
Franziska Kiefer, Zehntklässlerlin am Gymnasium Ernestinum, verbrachte den interessanten Tag an der Seite von Andrea Kerby-Schindler von der Briqq Geschäftsführung. Fotos: privat
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Coburger Unternehmen öffneten ihre Türen für Schüler des Wirtschaftszweigs des Gymnasiums Ernestinum, die im Rahmen des "Business Führerscheins" Einblick in den Alltag der Geschäftswelt gewinnen wollten. Mit dabei waren zum Beispiel auch die Immobilienspezialisten von Briqq GmbH. Bei Ihnen war Franziska Kiefer zu Gast. Sie besucht die 10. Klasse und wollte es sich nicht entgehen lassen, diese einmalige Gelegenheit zu nutzen.
Genutzt hat es am Ende beiden Seiten, wie es im Fazit der Coburger Wirtschaftsjunioren heißt. So bestätigte Andrea Kerby-Schindler von der Briqq Geschäftsführung im Nachhinein erfreut: "Der Business Führerschein ist eine wirklich interessante Einstiegsmöglichkeit, um junge Menschen damit vertraut zu machen, wie das Berufsleben später aussehen kann.
Ich würde mir wünschen, dass diese Möglichkeit noch viel mehr Coburger Gymnasien und allen Fachrichtungen zur Verfügung stehen würde!"

Franziska Kiefer hat Andrea Kerby-Schindler während des Tages über die Schulter geschaut, und unter anderem erfahren, wie ein Arbeitsvertrag geschrieben wird, eine Teambesprechung läuft oder das wöchentliche Controlling der laufenden Projekte abläuft. Am Ende war sie zufrieden: "Bei Briqq würde ich gerne arbeiten!"

Von einer tollen Erfahrung auf beiden Seiten sprach auch Christian Friedenstab, der Henry Bock einen Einblick in sein kunststoffverabeitenden Betrieb gab. Der ehemalige Ernestiner lobte das "klasse Projekt, das hier ins Leben gerufen wurde." Und dass sich neben den teilnehmenden Jungs auch Mädchen für technische Betriebe, Abläufe, Prozesse und handwerkliche Arbeit erwärmen können, zeigte unter anderem Lena Beierlein. Sie begleitete Florian Bertges, den Geschäftsführer von Bittner Werkzeugbau & Stanzerei in Dörfles-Esbach, der anschließend sichtlich begeistert war vom Interesse der Schülerin und auch von deren Einsatzbereitschaft, sich auch praktisch zu betätigen und im laufenden Betrieb mit anzupacken. Im Hinblick auf die steigende Zahl offener Lehrstellen und zunehmenden Schwierigkeiten der Nachwuchsrekrutierung sehen die Wirtschaftsjunioren im Modul "Schüler als Bosse" des Business-Führerscheins auch eine "gute Gelegenheit der Präsentation für die heimische Wirtschaft". Die teilnehmenden Unternehmen würden auf individuelle Weise mit dem potenziellen Nachwuchs in einen ersten persönlichen Kontakt kommen. "Und wer dies nutzt", so Wirtschaftsjunior Sebastian Wlasek und Personalreferent bei Leise, "kann so frühzeitig junge Menschen für sein Unternehmen gewinnen."

HINTERGRUND

Projekt Das Modul "Schüler als Bosse" ist eins von acht Bausteinen der Business-Führerschein-Reihe und soll Schüler auf die in der Arbeits- und Berufswelt geforderten Kenntnisse und Fähigkeiten vorbereiten. Außer Businessknigge, interkulturellem Teamtraining, Rhetorik, Kommunikation, Gesund Wirtschaften und Gesunde Lebensführung stehen die Persönlichkeitsbildung und -Entwicklung im Vordergrund. Mehr Infos zum Projekt der Coburger Wirtschaftsjunioren unter www.wj-coburg.de.

Partner An "Schüler als Bosse" beteiligten sich Goebel Porzellan, Kaeser Kompressoren, Saint-Gobain, Leise, Max Carl KG, BestSens AG, Autohaus Hommert, Connect Neustadt, Briqq, Bittner Werkzeugbau, Hinrichs Electronic, Sama Maschinenbau und Friedenstab Plastik.
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