Coburg
Beruf und Studium

Coburger Weg begehbar machen

Die Hochschule Coburg stellt interdisziplinäre Kompetenzen für die Praxis vor. Warum der Coburger Weg so eine tolle Erfahrung ist...
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Wenn Studierende fächerübergreifend zusammenarbeiten, entstehen neue Möglichkeiten und die Perspektiven weiten sich. Foto: Hochschule
Wenn Studierende fächerübergreifend zusammenarbeiten, entstehen neue Möglichkeiten und die Perspektiven weiten sich. Foto: Hochschule
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Sie haben einen Metallbaubetrieb aufgeräumt: angehende Innenarchitekten Hand in Hand mit Betriebswirtschaftlern und einer Versicherungswirtin. "Am Ende der zwei Projektsemester waren wir richtig stolz und das Unternehmen sehr dankbar für unsere Arbeit", sagt Stefanie Ludwig.
Die junge Nürnbergerin kam nach Coburg, weil sie nur hier Versicherungswirtschaft studieren kann. Von dem sogenannten Coburger Weg hatte sie bis dahin nichts gehört. Mittlerweile ist sie mehr als überzeugt von dem fächerübergreifenden und interdisziplinären Studieren am Coburger Campus. Niemals hätte sie sich vorstellen können, ein Projekt gemeinsam mit Innenarchitekten durchzuziehen. "Aber so haben wir gegenseitig unsere Blicke geweitet und Perspektiven gewechselt", beschreibt die Studentin die Projektarbeit.
Seit 2012 gibt es den Coburger Weg an der Hochschule. 7,3 Millionen Euro hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits investiert. Neun Studiengänge aus vier Fakultäten, zehn Professoren und Lehrkräfte und 30 Projektmitarbeiter sind daran beteiligt. Über 75 Prozent der fächerübergreifenden Projekte werden in Kooperation mit externen Partnern durchgeführt.
Coburg ist eine von fünf Hochschulen, die innerhalb ihres Qualitätspakt-Lehre-Konzepts einen besonderen Schwerpunkt auf den Ausbau von Angeboten in den Themenfeldern Employbility, Praxisbezug und Übergang Studium-Beruf legen.
"Das Bundesministerium für Bildung ist an uns herangetreten und hat uns gebeten, die bundesweite Workshop-Reihe Studium & Berufswelt zu ergänzen", sagt Claudia Schlager, die wissenschaftliche Koordinatorin "COnzept".


Coburg gibt Antworten

Am Donnerstag, 25., und Freitag, 26. Februar werden sich deshalb Lehrende, Professoren und Koordinatoren von der Humboldt-Universität Berlin, der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Hochschule Kaiserslautern hier in Coburg austauschen, Ideen und Konzepte, wie sich Berufsfähigkeit steigern lässt, weiterentwickeln.
In der Arbeitswelt werden zunehmend fachübergreifende Kompetenzen erwartet. Doch welche genau sind das und wie können sie vermittelt werden? Diese Fragen beantwortet das Projekt "Der Coburger Weg" und stellt in dem Workshop konkrete Wege der Umsetzung vor, wie etwa die zweisemestrigen fachübergreifenden Praxisprojekte.


Fuß in der Tür

Wie stark sich der Coburger Weg auf den Verbleib der Absolventen in der Region auswirkt, ist zahlenmäßig noch nicht erfasst, sagte Projektleiter und Vizepräsident Eckardt Buchholz-Schuster. "Doch gefühlt ist es so, dass die Studierenden einen Fuß in der Tür haben, wenn sie viel mit externen Projektpartnern zusammenarbeiten", meint der Professor. Auch Stefanie Ludwig möchte ihre Erfahrungen nicht missen und freut sich schon auf ihr 5. Praxissemester. "Gegenüber meinen Schulfreundinnen, die woanders studieren, habe ich dadurch auf jeden Fall einen Vorteil", ist sie überzeugt.


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