Heldritt

"Coburger Sommeroperette" an der Spitze

Auf der Hitliste der besten Operetten- und Musical-Festivals rangiert die "Coburger Sommeroperette" in Deutschland ganz oben.
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Große Gesten auf großer Bühne: Mit ihren jährlichen Neuinszenierungen (im Foto: "Der Zigeunerbaron" von 2015) lockt die "Coburger Sommeroperette" pro Saison rund 8000 Zuschauer nach Heldritt. Für die Qualität der Produktionen wurde die "Sommeroperette" jetzt mit einem Spitzenplatz des Magazins "Festspiele" belohnt. Foto: Archiv/Albert Höchstädter
Große Gesten auf großer Bühne: Mit ihren jährlichen Neuinszenierungen (im Foto: "Der Zigeunerbaron" von 2015) lockt die "Coburger Sommeroperette" pro Saison rund 8000 Zuschauer nach Heldritt. Für die Qualität der Produktionen wurde die "Sommeroperette" jetzt mit einem Spitzenplatz des Magazins "Festspiele" belohnt. Foto: Archiv/Albert Höchstädter
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Adelheid Frankenberger weiß manchmal gar nicht mehr, ob sie sich gerade mächtig freuen oder doch kräftig ärgern soll. Eigentlich hat die Vorsitzende der "Coburger Sommeroperette" gerade allen Grund, mächtig stolz zu sein - stolz darüber, dass das seit vielen Jahren auf der Waldbühne Heldritt ausgerichtete Festival ganz oben steht in der Hitliste der Operetten- und Musical-Festivals.


Bestplatziertes Festival Deutschlands


In der neuen Ausgabe des in Wien erscheinenden Magazins "Festspiele" jedenfalls ist die "Sommeroperette" in der Rubrik Operette und Musical das bestplatzierte Festival Deutschlands.


Nur drei Festspiele in Österreich rangieren noch vor der "Sommeroperette": die Seefestspiele Mörbisch, das Léhar-Festival Bad Ischl und das Operettenfest Baden bei Wien.
"Kenner der Branche warten Jahr für Jahr schon mit Spannung auf die neue Ausgabe der ,Festspiele'", weiß Adelheid Frankenberger.


Prophet gilt nichts im eigenen Land


Umso verwunderter und verärgerter aber ist die "Sommeroperetten"-Chefin, dass diese internationale Anerkennung in der Region nicht überall zu spüren ist. Ein bisschen fühlt sich Frankenberger wie ein Prophet, der dem Sprichwort nach im eigenen Lande nichts gilt. "Von der Politik würde ich mir manchmal schon mehr Unterstützung wünschen", sagt sie - am allerliebsten dauerhafte Unterstützung in ihrem Bestreben, den Erfolg und das Niveau der "Coburger Sommeroperette" langfristig zu sichern.


Kräftig Werbung machen


Gerade auch vom Landkreis würde sich Frankenberger mehr Hilfe erwarten. Mit dem jetzt erreichten Spitzenplatz auf der Festspiel-Rangliste will Frankenberger jedenfalls kräftig Werbung machen. "Das motiviert mich, auch neue Ideen auszuprobieren", sagt die ehrenamtliche Operetten-Intendantin und schmiedet begeistert Zukunftspläne.


"Die Fledermaus" im Visier für 2017


Kurz vor Beginn der heißen Probenphase für die Neuinszenierung von Leo Falls "Der fidele Bauer" auf der Waldbühne Heldritt ist Frankenberger eifrig dabei, die Pläne für das nächste Jahr zu fixieren. Noch sei nicht endgültig entschieden, welches Werk 2017 auf dem Spielplan stehen soll. Aber einen Favoriten hat sie schon: "Die Fledermaus" von Johann Strauß. Als musikalischer Kontrapunkt zum Luther-Jahr und zur Landesausstellung ließe sich die "Fledermaus" mit dem Hinweis auf den 130. Hochzeitstag des Walzerkönigs in Coburg bewerben.
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