Coburg

Coburger Schützen danken Detlef Zöllner

Er kümmert sich seit mehr als 20 Jahren um das "handgeschriebene Gedächtnis" der Schützengesellschaft. Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha verlieh ihm am Dienstag das Protektoratsabzeichen.
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Mit dem Protektoratsabzeichen der Schützengesellschaft ehrte Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (rechts) Detlef Zöllner. In der Mitte Oberschützenmeister Hans-Herbert Hartan.
Mit dem Protektoratsabzeichen der Schützengesellschaft ehrte Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (rechts) Detlef Zöllner. In der Mitte Oberschützenmeister Hans-Herbert Hartan.
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Bei der 1354 gegründeten Schützengesellschaft Coburg hat vieles Tradition: Außer dem Vogelschießen wäre da zum Beispiel die Festtafel zu nennen, die stets den würdige Rahmen für Ehrungen bildet. Das Protektoratsabzeichen, das traditionell vom Protektor der Schützengesellschaft verliehen wird, ging dabei am Dienstag an Detlef Zöllner. Dieser hält nicht nur seit mittlerweile 51 Jahren der Schützengesellschaft die Treue, sondern pflegt zudem noch eine ganz besondere Tradition: Er führt das sogenannte Registerbuch. Dabei handelt es sich um, wie es Protektor Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha umschrieb, "das handgeschriebene Gedächtnis der Schützengesellschaft". Bis ins Jahr 1710 reicht es zurück und gibt genau Auskunft über den Eintritt und die Herkunft sämtlicher Mitglieder - wohlgemerkt: alles handschriftlich.

Prinz und Prinzessin zu Gast

Detlef Zöllner zeichnet für das Registerbuch seit 1992 verantwortlich. Außerdem war er von 1990 bis 2000 Schriftführer. "Die Schützengesellschaft hat Ihnen viel zu verdanken", lobte Prinz Andreas und bescheinigte Detlef Zöllner "hervorragende Verdienste". Prinz Andreas wurde bei der Festtafel übrigens begleitet von seiner Tochter, Prinzessin Stefanie, und seinem ältesten Sohn, Prinz Hubertus.

Eine weitere besondere Ehrung wurde Reinhold Rau zuteil: "Rani", wie ihn die meisten nennen, ist seit nunmehr 60 Jahren Mitglied der Schützengesellschaft. "Ich bin damals über meinen Großvater dazu gekommen", erinnerte sich Rau - und das zu einer Zeit, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als Schützenvereine noch eher verpönt gewesen seien. Er habe seinen Entschluss aber nie bereut, weder damals, geschweige denn heute.

Oberschützenmeister Hans-Herbert Hartan, der die Ehrungen zusammen mit dem neuen ersten Schützenmeister Stefan Stahl vornahm, warf in seiner Rede - und auch das ist inzwischen Tradition - einen Blick in die Schützenchronik. 1888, so las er vor, habe es eine "erhebende Feier" gegeben, weil Herzog Ernst II. der Schützengesellschaft ein Ölporträt von sich geschenkt hatte. Ebenfalls 1888 gab es in Coburg einen großen Umzug zu Ehren des 100. Geburtstags von Friedrich Rückert. Und natürlich - Stichwort: Tradition! - lief eine Abordnung der Schützengesellschaft mit.


Weitere Ehrungen


Für langjährige Mitgliedschaften sowohl im Bayerischen Sportschützenbund als auch im Deutschen Schützenbund wurden geehrt: Holger Carl, Konrad Schwab, Oliver Hartan (alle 25 Jahre), Dieter Klar, Manfred Kreiner, Siegfried Stepanek, Wolff Schweißinger und Johann Krammer (alle 40 Jahre).

Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Schützengesellschaft Coburg wurden Ehrenoberschützenmeister Werner Reinhardt und sein Sohn Christian Bernd Reinhardt geehrt.

Für besondere Verdienste wurden geehrt: Robert Beiersdorfer, Horst Genßler, Oliver Krummholz (alle Ehrenzeichen "In Anerkennung"), Olaf Blasberg, Siegmund Hetz, Sven Richter, Christina Zeitler, Günther Gröschl (alle Kleine Gau-Ehrennadel), Vessela Matthes, Bernd Zeitner und Rainer Reißenweber (alle Bezirksehrennadel in Silber). os
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