Coburg
Diskussion

Coburger Parkraumkonzept: Tessmer setzt auf "breitaufgestellten Dialog"

Der Oberbürgermeister kann aber nicht ausschließen, "dass nicht alle Belange berücksichtigt werden".
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Derzeit gibt es in der oberen Mohrenstraße eine Reihe von gebührenpflichtigen Kurzzeitparkplätze. Möglich, dass diese künftig nur noch von den Anwohnern genutzt werden dürfen. Foto: Oliver Schmidt
Derzeit gibt es in der oberen Mohrenstraße eine Reihe von gebührenpflichtigen Kurzzeitparkplätze. Möglich, dass diese künftig nur noch von den Anwohnern genutzt werden dürfen. Foto: Oliver Schmidt
In die Diskussion um das Parkraumkonzept für die Innenstadt hat sich auch Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) eingeschaltet. Er versucht, die Aufregung zu dämpfen: Es handele sich lediglich um einen Vorschlag, den die Stadt bei einem externen Büro in Auftrag gegeben habe, der aber noch nicht beschlossen sei, betont er. Wo und in welcher Form es künftig Parkplätze in der Innenstadt gebe, entscheide der Stadtrat, stellt der OB klar.

Wann der Stadtrat das entscheidet, ist noch völlig offen. Das Parkraumkonzept ist nicht das einzige, das die künftige Gestaltung der Innenstadt zum Inhalt hat oder betreffen wird, gibt Tessmer zu bedenken. Derzeit laufen die Untersuchungen für das künftige Sanierungsgebiet Steinwegvorstadt mit Post-Areal; im Moment sind die Träger öffentlicher Belange aufgefordert, sich zu dem Entwurf zu äußern. Wenn es nach diesem Entwurf ginge, würden einige (private) Parkplätze in diesem Bereich wegfallen, weil sich die Planer hier mehr Grün wünschen. Eng in Zusammenhang mit dem Sanierungsgebiet Steinwegvorstadt steht die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (Isek), das wiederum eine Verkehrsplanung beinhaltet - und dazu gehört dann auch das Parkraumkonzept.

Der OB erinnert daran, dass für den Bereich Steinweg sind mehrere Entwicklungsziele benannt wurden, unter anderem "Wohnen für Jung und Alt". Wenn dort mehr Wohnraum geschaffen werden soll, muss auch über die Verkehrsanbindung und Parkplätze nachgedacht werden. Gleichzeitig will die Stadt den Handel in der Innenstadt fördern - das hat der OB wiederholt gesagt: Nur eine belebte Innenstadt sei auch für Anwohner, Touristen, Kunden und Händler attraktiv.

"Wir werden ein Konzept finden müssen, das möglichst allen gerecht wird. Aber wir werden nicht ausschließen können, dass nicht alle Belange berücksichtigt werden", sagt der OB mit Blick auf die Parkplätze. "Es ist wichtig, eine gute Mischung zwischen Einzelhandel und Anwohnerparken zu finden, dass unsere Stadt weiterhin gut erreichbar und attraktiv bleibt. Hier wurde bereits ein breitaufgestellter Dialog angestoßen, den wir nun fortsetzen werden."

Der Entwurf des Parkraumkonzepts sieht unter anderem vor, die Kurzzeit-Parkplätze in der oberen Mohrenstraße durch Anwohner-Parkplätze zu ersetzen. Das würde der Mohrenstraße und Webergasse vermutlich einiges an Verkehr ersparen, wenn dort niemand mehr auf gut Glück einen Parkplatz suchen würde. Doch die Einzelhändler wollen diese Kurzzeitplätze für ihre Kunden erhalten wissen.
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