Coburg
Baumpflege

Coburger Pappeln:Bei Sturm wird's zu gefährlich

Ein Teil der Pappeln an der Ketschendorfer Straße ist nicht mehr standfest. Das Grünflächenamt wird rund 20 von ihnen fällen und durch neue Bäume ersetzen.
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Bernhard Ledermann (links) und Stephan Just begutachten die Schäden an den Bäumen.  Fotos: Ulrike Nauer
Bernhard Ledermann (links) und Stephan Just begutachten die Schäden an den Bäumen. Fotos: Ulrike Nauer
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"Da kommen wir sprichwörtlich auf keinen grünen Zweig mehr", sagt Grünflächenamtsleiter Bernhard Ledermann bedauernd und deutet nach oben auf die Kronen der Pappeln. Ein Teil der 25 bis 30 Bäume, die neben den Einkaufsmärkten an der Ketschendorfer Straße aufgereiht sind wie Perlen an der Schnur, muss gefällt werden.

Die Stadt Coburg hatte die Kronen der Pappeln schon einmal vor einigen Jahren stark gekappt - in erster Linie aus Gründen der Verkehrssicherheit, wie Ledermann erläutert. Kaum zwei Meter neben den Bäumen führt auf der einen Seite die Ketschendorfer Straße vorbei, auf der anderen reicht der Kundenparkplatz der Einkaufsmärkte fast bis an die Stämme heran. Dass die Pappeln noch dazu auf sehr weichem Grund stehen - im Wurzelbereich führt ein Entwässerungsgraben vorbei - macht die Sache nicht einfacher.

Ursprünglich bestand die Hoffnung, dass sich die Pappeln durch den starken Rückschnitt erholen und wieder neu austreiben würden. Doch dieser Versuch habe leider nicht gefruchtet, sagt Ledermann. Im Gegenteil: "Die Vitalität der Bäume ist inzwischen so schlecht, dass einzelne bereits abgestorben sind und andere kaum noch Laub tragen." Ungewöhnlich ist das aber nicht, denn bei den Bäumen handelt es sich um Hybridpappeln, also gezüchtete Exemplare, und die seien von vornherein weniger langlebig als zum Beispiel Silberpappeln, erklärt der Grünflächenamtschef.

"Solche Hybridpappeln hat man früher typischerweise verwendet, wenn Holz schnell wachsen sollte." Das Holz sei recht weich und nicht besonders hochwertig. "Niedrigen forstlichen Wert" nennt das Ledermann. Es werde vor allem für die Herstellung von Kisten oder Streichhölzern verwendet.

Noch in dieser Woche werden seine Mitarbeiter beginnen, die abgestorbenen Bäume zu entfernen. Diejenigen Exemplare, die nicht gekappt wurden, werden gepflegt und dürfen stehen bleiben. In die Lücken werden in Absprache mit dem CEB Jungbäume gesetzt, "um den "Charakter der durchgängigen Baumreihe als Verbindung nach Creidlitz zu erhalten".
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