Coburg

Coburger Narren nehmen Trump und Tessmer ins Visier

Am Sonntag, 26. Februar, schlängelt sich wieder der Gaudiwurm durch die Innenstadt. Statt Kamelle wird aber vor allem etwas anderes "ins Volk" geworfen.
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Ein Spektakel verspricht am Sonntag, 26. Februar, der Coburger Gaudiwurm zu werden. Foto: Archiv/Barbara Herbst
Ein Spektakel verspricht am Sonntag, 26. Februar, der Coburger Gaudiwurm zu werden. Foto: Archiv/Barbara Herbst
Das wird ein Spaß - und zugleich der Höhepunkt der Faschings in Coburg: Etwa 50 Gruppen werden sich am Sonntag, 26. Februar, als "Gaudiwurm" durch die Innenstadt schlängeln. Erstmals mit dabei sind das Technische Hilfswerk, das "Münchner Hofbräu" und Radio Eins.


Prinzenpaar im Pick-up

Allen voran der "Coburger Mohr" und die "Effect's" werden die Straßen wieder in eine Tanzfläche verwandeln, während das Prinzenpaar Ralf I. und Mathias I. von der Ladefläche eines Pick-up herab winken wird. Für Musik sorgen vier Coburger Kapellen sowie der Spielmannszug aus Coburgs belgischer Partnerstadt Oudenaarde.
Und wie siehts's mit Motivwägen aus? Narrhalla-Präsident Thomas Eck und Zugmarschall Thorsten Krauß wollen noch nicht zu viel verraten. Nur so viel: Zum einen werde natürlich wieder die Kommunalpolitik aufs Korn genommen - mal schauen, wie Oberbürgermeister Tessmer & Co. dabei so wegkommen. Zum anderen wird auch die große Weltpolitik eine Rolle spielen. Passend zum diesjährigen Motto "Die Narren sind überall" werde es unter anderem Seitenhiebe auf die Präsidenten Trump (USA) und Erdogan (Türkei) geben.

An Sportvereinen sind unter anderem wieder der BBC Coburg und die Coburger Turnerschaft dabei; die SG Teamwork Ebersdorf/Coburg tritt auch beim Gaudiwurm in die Fußstapfen der VSG-Volleyballer. Thorsten Krauß würde sich wünschen, dass noch viel mehr Vereine, aber auch gerne Firmen, die Chance zur Präsentation beim Gaudiwurm nutzen würden. "Das macht Spaß und stärkt den Zusammenhalt!" Und eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist es noch dazu: Erwartet werden zum Gaudiwurm immerhin bis zu 10 000 Zuschauer.

Um die erheblichen Kosten des Spektakels zumindest ein wenig auffangen zu können, wird die Narrhalla wieder Buttons zum Preis von 1,50 Euro anbieten. "Niemand muss einen Button kaufen", betont Eck, "aber wir appellieren an alle Zuschauer, uns zu unterstützen."


Popcorn statt Kamelle

Ein Gewinnspiel ist diesmal nicht mit dem Buttonkauf verbunden. Der damit verbundene Aufwand hätte sich leider nicht gelohnt, wie Eck erklärt.

Ebenfalls eine Veränderung gibt es bei den sogenannten "Wurfwaren". Die klassische "Kamelle", also quasi das einfache Bonbon, so Eck, sei kaum noch unters Volk zu bringen. Die Narrhalla habe deshalb vor allem kleine Popcorn-Tüten sowie weitere abgepackte Süßigkeiten geordert.

Start des Gaudiwurms ist um 14 Uhr in der Schützenstraße. Von dort geht es über die Ketschengasse zum Markt, weiter durch die Herrngasse zum Theaterplatz und schließlich über den Oberen und Unteren Bürglaß sowie Steinweg und Spitalgasse wieder zurück zum Markt. Dort steigt dann eine große Party an.

Wer noch Lust hat, am Gaudiwurm teilzunehmen, kann sich bei Thorsten Krauß melden - per Mail an zugmarschall@coburger-narrhalla.de oder unter Telefon 0176/63086655.

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