Coburg

Coburger Kinder bringen Botschaft auf die Bühne

Grundschüler mehrerer Schulen aus Coburg Stadt und Land spielten ein Stück nach dem Kinderbuch "Der kleine Teufel Rubo".
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Rubo ist im Glockenturm der Morizkirche gefangen - wie er sich wohl befreien kann? Foto: Daniela Pondelicek
Rubo ist im Glockenturm der Morizkirche gefangen - wie er sich wohl befreien kann? Foto: Daniela Pondelicek
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Ob als Schüler an einer neuen Schule, als Urlauber in einem anderen Land oder als Flüchtling in der neuen Heimat: Fast jeder hat sich sicherlich in seinem Leben irgendwo einmal fremd gefühlt. Gerade für Kinder kann dieses Gefühl sehr beängstigend sein.

Das Kinderbuch "Der kleine Teufel Rubo" von Gudrun Bielenksi soll den Kindern diese Angst nehmen, indem es zeigt, dass man auch in der Fremde neue Freunde finden kann - und gleichzeitig veranschaulicht es, wie wichtig es ist, auch auf diejenigen zuzugehen, die sich in einer neuen Umgebung einsam und verloren fühlen. In einem außergewöhnlichen Projekt fand der kleine Teufel Rubo nun seinen Weg auf die Theaterbühne: Beim "Theater ohne Grenzen" spielten 160 Kinder aus sechs Grundschulklassen aus Stadt und Land Coburg die Geschichte und wurden dabei von der zweiten Klasse der Grundschule Coburg-Neuses und der Übergangsklasse 7UEG der Rückert-Mittelschule Coburg mit Musikbeiträgen tatkräftig unterstützt. So haben insgesamt 242 Kinder und Jugendliche unter der Leitung von Nicole Strehl an dem Theaterstück gearbeitet.

Die Kinder der Klasse 4a der Grundschule Weidhausen spielten die erste Szene. Nach einem Krieg zwischen den guten und den bösen Teufeln ist nur noch ein böser Teufel übrig: Saruzzo, der über die Unterwelt herrscht. Saruzzo möchte von den guten Teufeln unbedingt lernen, wie man Feuer spuckt, denn dann wäre er noch viel mächtiger und könnte auch die Rubowelt erobern. Beim Versteckspiel mit seinen Geschwistern geht der kleine Rubo zu nah an den Abgrund und tappt so in eine von Saruzzos Fallen. Als Rubos Eltern erfahren, dass Rubo verschwunden ist, ahnen sie, dass Saruzzo dahinterstecken könnte, und schicken den Erdgeist Rosalie zu Rubo, um ihn zu retten. Gemeinsam schaffen Rubo und Rosalie die Flucht in die Menschenwelt, genauer gesagt nach Coburg.


Es geht immer wieder um die Bratwurst

Den Part, als Linus mit Rubo zum Bratwurstessen in die Stadt geht, übernahm die Klasse 4B der Grundschule Coburg am Heimatring. Bei dieser Szene gab es für Landrat Michael Busch (SPD), der im Publikum saß, eine Bratwurst.

Wie es weiterging, stellten die Klassen 3A, 3B, 4A und 4B der Grundschule Rödental-Einberg dar. Was Rubo in der Stadt erlebt, während Linus in der Schule ist, zeigte die Klasse 2A der Jean-Paul-Grundschule Coburg. Der Frage, wie Rubo nach Hause zurückkehren kann, ging die 2. Klasse der Luther-Grundschule Coburg auf den Grund. Die 4A der Emil-Fischer-Grundschule Dörfles-Esbach löste die Geschichte schlussendlich auf und erzählte, ob es Rubo gelingt, die Höllenhunde von Saruzzo, die ihn diesmal an der Flucht hindern sollen, zu überlisten. Schafft er es doch noch, in das Musikzimmer zu gehen und das Tor zur Rubowelt zu öffnen? Und kann er vielleicht Linus seinen Freunden eine Botschaft hinterlassen?

Für Landrat Michael Busch sind das Projekt und die Botschaft des Theaterstücks besonders wichtig. Er betonte: "Es geht darum, Ängste und Grenzen zu überwinden und das ist gerade wichtiger denn je."
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