Coburg
Coburger Hütte

Coburger Alpenvereinsmitglieder präparieren alles für die Saison

Der Winter hat seinen Tribut gefordert: Derzeit muss der Weg von Ehrwald zur Hütte freigeräumt und neu gesichert werden. Dabei helfen Studenten der Hochschule Coburg.
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Der Hohe Gang von der Talstation der Ehrwalder Almbahn zur Coburger Hütte war durch Felssturz blockiert. Mit Hilfe von Studenten der Hochschule wurde der Pfad geräumt und neu gesichert. Das Foto übermittelte Sektionsvorsitzender Thomas Engel am gestrigen Donnerstag. Foto: Thomas Engel
Der Hohe Gang von der Talstation der Ehrwalder Almbahn zur Coburger Hütte war durch Felssturz blockiert. Mit Hilfe von Studenten der Hochschule wurde der Pfad geräumt und neu gesichert. Das Foto übermittelte Sektionsvorsitzender Thomas Engel am gestrigen Donnerstag. Foto: Thomas Engel
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Sie wird gern als das "höchstgelegene Stück Coburg" bezeichnet: Die Coburger Hütte in den Mieminger Bergen, bei Ehrwald in Tirol und in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Vor 113 Jahren errichtet, fordert sie Jahr für Jahr den Einsatz der Sektion Coburg des Deutschen Alpenvereins (DAV). Derzeit weilt ein großes Team aus Sektionsmitgliedern und Studenten der Hochschule auf der Hütte, um den Hohen Gang wiederherzustellen.
Die neue Saison auf der Coburger Hütte begann in diesem Jahr am 6. Juni. Noch bis Ende Mai lag Schnee in den Mieminger Bergen, und die auf 1917 Metern Höhe liegende Hütte war erst zu diesem Zeitpunkt überhaupt erreichbar.

Nachdem der Schnee geschmolzen ist, zeigt sich, dass der Winter seinen Tribut gefordert hat: Der Hohe Gang von der Talstation der Ehrwalder Almbahn zum Seebensee unterhalb der Hütte ist durch Felsen blockiert. Die werden gerade beseitigt.
"Am Wochenende ist der Hohe Gang ausgeräumt und komplett neu gesichert", verspricht Thomas Engel, der Vorsitzende der DAV-Sektion Coburg und selbst vor Ort.
Über die aktuelle Situation auf der Coburger Hütte informiert eine eigene Facebook-Seite. 2013 zählte die Hütte mit ihren 80 Schlafplätzen über 4000 Übernachtungsgäste, davon über 3000 DAV-Mitglieder. Die Saison dauert in der Regel von Anfang Juni bis Oktober.

Zahl der Mitglieder steigt enorm

Die Sektion Coburg des DAV besteht bereits seit 135 Jahren. Am 6. Mai dieses Jahres zählte sie genau 3099 Mitglieder. Im vergangenen Jahr 2013 habe es 318 Neuaufnahmen gegeben, berichteten Vorsitzender Thomas Engel und Schatzmeisterin Heike Scheurer in der jüngsten Mitgliederversammlung. Zum Jahresende 2009 gehörten der DAV-Sektion Coburg erst 2323 Mitglieder an.

Die Erfolgsgeheimnisse des DAV Coburg: Zum einen wird eine aktive Jugendarbeit betrieben. Jugendreferent Bernd Leut häusser wies darauf hin, dass er auf 33 aktive Jugendleiter bauen könne.
Der andere große Trumpf des Alpenvereins ist das Kletterzentrum. Der stellvertretende Coburger DAV-Vorsitzende Rolf Schmidt berichtete von gut 5000 Besuchern jährlich. Dabei seien die Schulen und eigene DAV-Gruppen noch gar nicht mitgezählt. Das Einzugsgebiet reiche von Forchheim bis hinauf in den Raum Erfurt.
Um die drei Hütten der Sektion kümmern sich Ralph Ströhla, Ulrich Scheler und Wolfgang Tschödrich. Neben der bewirtschafteten Coburger Hütte gibt es die Selbstversorgerhütte am Breitenkopf, in der im vergangenen Jahr 170 Übernachtungen gezählt wurden. Nicht in den Alpen, sondern bei Wattendorf (Landkreis Bamberg) liegt die Jurahütte. Dort gab es 560 Übernachtungsgäste; 2013 wurden Elektrik und Mobiliar erneuert. So wurden auch zwei Solarpaneele montiert.

Die Vorstandswahl

Die Neuwahlen bestätigten den Vorsitzenden Thomas Engel und den Zweiten Vorsitzenden Rolf Schmidt in ihren Ämtern. Schatzmeisterin bleibt Heike Scheurer, ebenso wurde Schriftführer Bernd Gerlicher wiedergewählt. Beisitzer bleiben Ralf Faass und Horst Fischer. Neu im Vorstand als Beisitzer ist Frank Erdmann.
Neu im Beirat sind: Frank Kraussold (stellvertretender Beisitzer und Kurswesen), Gerd Vogt (Wandern, Bergwandern und Fahrten), Manfred Hauck (Seniorenklettern), Michel Janus (Routenspektrum), Beate Brückner-Ulrich (Redaktion Vereinszeitschrift "KAR"), Ralph Ströhla (Redaktion Internet) und Lisa Fischer (stellvertretende Jugendleiterin). Die übrigen Zuständigkeiten sind gleich geblieben.

Plötzlicher Todesfall

Die Wandergruppe bedauerte den plötzlichen Tod ihres Leiters Lothar Baier. Als Organisator springt Gerhard Koenig ein. Um die Seniorenwandergruppe kümmert sich Karl Wolfgang Stelzner. Der Gesamtbereich Wandern soll jedoch organisatorisch neu gegliedert werden. Neben dem Klettern und Wandern gehören Aktivitäten wie Mountainbiking, Yoga oder Wintersport zum Spektrum des Alpenvereins in Coburg. Für den Bereich Naturschutz ist Martin Spörl zuständig.

Ehrung von Mitgliedern


48 Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue ausgezeichnet. Für 25 Jahre: Gabriele Amend, Gerhard Amend, Guido Detsch, Ulrich Deuerling, Carolin Florschütz, Erika Florschütz, Rüdiger Florschütz, Horst Geuter, Helmut Gohlisch, Armin Greim, Dagmar Kling, Alexander Kling, Heinz-Dieter Kling, Sebastian Kling, Heidi Knopp, Rüdiger Knopp, Meike Leyde, Luitgard Nastvogel, Martin Rampp, Stefan Ros, Maria Schmidt, Roland Schultheiß, Heidemarie Seyfarth und Ulrich Volk ausgezeichnet.
40 Jahre: Ursula Biederer, Bernd Engel, Hubert Heinrich, Richard Hess, Rolf Hess, Hannelore Hochberger, Walter Hochberger, Vroni Köhler, Siegfried Krumholz, Thomas Linse und Peter Schneider. 50 Jahre: Wolfgang Elflein, Joachim Fischer, Ingrid Flechsig, Eberhard Höhn, Peter Kadic und Günter Schweißhelm. 60 Jahre: Wolfgang Albrecht, Helga Brunnhöfer, Ilse Gössl, Heinz Grath, Margot Roß, Christian Schönfelder, Karl Schönfelder.




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