Coburg

Coburg bietet freies WLAN

Mit Hilfe des Tochterunternehmens SÜC//dacor hat Coburg in der Innenstadt ein kostenloses und für jeden zugängliches WLAN-Netz eingerichtet.
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Philosophierte über den Fluch und Segen moderner Handys und stand dabei selbst im Fokus: Oberbürgermeister Norbert Tessmer bei der Präsentation von Coburg Hotspot am Dienstagabend im Rathaus. Foto: Simone Bastian
Philosophierte über den Fluch und Segen moderner Handys und stand dabei selbst im Fokus: Oberbürgermeister Norbert Tessmer bei der Präsentation von Coburg Hotspot am Dienstagabend im Rathaus. Foto: Simone Bastian
Natürlich nutzt Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) ein Smartphone zum Telefonieren, E-Mails-Abrufen, Surfen. Aber die Alleskönnertelefone seien "Fluch und Segen" zugleich, sagt er. "Das Handy ersetzt kein Familienleben." Aber die Stadt macht es nun leichter, per Handy Kontakt zu halten, indem sie kostenlose Internet-Zugänge für WLAN-fähige Geräte bereitstellt. 16 sogenannte Hotspots hat die Stadt mit Hilfe des Unternehmens SÜC//dacor in der Innenstadt geschaffen. Weitere können und sollen folgen: Denn der Freistaat will mit dem Bayern-WLAN den Schlossplatz und den Bereich am Finanzamt abdecken; die Stadt will außerdem beantragen, dass der Freistaat Zugänge am Anger und am Dammweg (Aquaria-Parkplatz) schafft.

Abgedeckt werden vom Coburg-Hotspot-Netz derzeit der Marktplatz, die Herrngasse, der Albertsplatz, die Spitalgasse, der Gräfsblock und der Theaterplatz. Hinzu kommen fünf Hotspots im Kongresshaus. Was das System angeht, können sich gern auch Geschäftsleute anschließen, sagt Uwe Meyer, Geschäftsführer von SÜC//dacor. "Vorhanden sein müssen ein Stromanschluss und eine Fritz-Box." Dann können die Händler in oder vor ihrem Geschäft Internetzugänge eröffnen, ohne dass sie die sogenannte Störerhaftung übernehmen müssen. Denn wer einem anderen einen Zugang ins Internet gewährt, haftet im Zweifelsfall, wenn der Internet-Nutzer Straftaten begeht.

Diese Haftung übernimmt bei Coburg Hotspot SÜC//dacor. Das Unternehmen, eine 54,54-prozentige Tochter der stadteigenen SÜC-GmbH, ist auch für die Wartung der Geräte von Coburg Hotspot zuständig, die sich teils innerhalb, teils außerhalb von Gebäuden befinden.

Schon bisher bot SÜC//dacor kostenlose WLAN-Zugänge an, allerdings umständlicher für den Nutzer, wie Uwe Meyer einräumt. Bei Coburg Hotspot müssen die Nutzer lediglich den Nutzungsbedingungen zustimmen. Die Coburg-App, der Veranstaltungskalender, die Seiten coburg-tourist.de und Gocoburg.de seien sogar ohne diese Anmeldung zugänglich, sagt Karin Engelhardt, Leiterin der der Stabsstelle E-Government.

Nach einer Stunde wird der WLAN-Zugang gekappt, um zu verhindern, dass die Hotspots für Tauschbörsen genutzt werden, erläutert Arno Feiler, Leiter des Amts für Informations- und Kommunikationstechnik. Außerdem sind bestimmte Seiten gesperrt, um das System kindersicher zu machen. Und: Es ist werbefrei, wie Uwe Meyer versichert. Die Kosten für die Stadt seien "unter Ausnutzung aller Ressourcen" so gering wie möglich gehalten worden: Die Stadt kaufte die 16 Router und zahlt für den Betrieb 16,67 Euro pro Monat und Gerät.

Weitere Informationen dazu hier.

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