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Coburg baut wieder

Güterbahnhof, Itzbrücke, DSZ-Wohnanlage und Dreifachturnhalle: Nach dem Winter kann es in Coburg mit dem Bauen endlich weitergehen.
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Neue Itzbrücke: Derzeit wird der Unterbau zu beiden Seiten der Itz angelegt. Foto: Ulrike Nauer
Neue Itzbrücke: Derzeit wird der Unterbau zu beiden Seiten der Itz angelegt. Foto: Ulrike Nauer
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Alles wartet sehnsüchtig darauf, dass der Winter dem Frühling Platz macht. Ganz besonders gilt das für die Arbeiter auf den Coburger Baustellen: Die Itzbrücke von der Ernst-Faber-Straße zum Güterbahnhof soll Ende Juli fertig sein, die Dreifachturnhalle am Anger zum Beginn des neuen Schuljahres. Am Güterbahnhof wird weiter abgerissen und in der Leopoldstraße soll es nun auch endlich weitergehen.

Noch ruhen dort die Baumaschinen, doch ab morgen sollen auf dem ehemaligen Gefängnisgelände wieder die Bagger rollen, wie der Geschäftsführer des Investors Projekt Bauart, Harald Neubarth, berichtet. Anfang des neuen Jahres wurde die Gasleitung auf dem Gelände verlegt, jetzt ist das Baufeld frei für die Arbeiten am Bauabschnitt I.


Einige Arbeiten waren während der frostigen Wochen nicht möglich

Dass es in den letzten Wochen noch nicht weiterging, habe an den winterlichen Temperaturen gelegen. "Die Deponien, wo der Erdaushub abgeliefert wird, waren wegen der Witterung geschlossen", sagt Neubarth.
Begonnen werden soll morgen mit Bauabschnitt I - das ist das ehemalige Gefängnisgrundstück. Hier sei eine tiefere Gründung für die Gebäude nötig als im übrigen Areal, erläutert Neubarth. Erst wenn die Gründung für den ersten Abschnitt steht, kann mit Bauabschnitt II - wo sich einst der DSZ-Kindergarten befand - begonnen werden. Neubarth: "Damit fangen wir in etwa drei bis vier Wochen an."

Die Abbrucharbeiten auf dem ehemaligen Coburger Güterbahnhof und im Bereich des Schlachthofes sind "weitestgehend abgeschlossen", sagt Joachim Träger vom Stadtplanungsamt. Vom Schlachthof-Komplex werden drei Gebäude stehenbleiben: das Verwaltungsgebäude an der Ecke zum Sonntagsanger, das historische Gebäude entlang der Schlachthofstraße sowie die neuere Schlachthalle, die auf der Itz-Ufermauer steht.

Im Bereich der Stückguthalle gebe es noch kleinere Nebengebäude, die ebenfalls abgerissen werden sollen. Das habe aber noch Zeit, bis an der Stelle mit dem Straßenbau begonnen werde, so Träger. Zunächst steht die Anbindung der Firma Ros von der neuen Itzbrücke aus auf dem Plan.

Die Brücke wird voraussichtlich Ende Juli fertig sein. "Der strenge Winter hat uns schon etwas aufgehalten", sagt Bernd Löhnert, stellvertretender Leiter des Coburger Entsorgungs- und Baubetriebs. "Bei minus 15 Grad kann man keinen Beton gießen." Aber die Verzögerung könne sicher an anderer Stelle auch wieder aufgeholt werden, ist Löhnert zuversichtlich.


Pfähle sind bereits im Boden versenkt

Derzeit wird am Unterbau der Brücke zu beiden Seiten der Itz gearbeitet. Die gut zwölf Meter langen Bohrpfähle, auf denen später die beiden Widerlager der Brücke aufliegen sollen, sind bereits im Boden versenkt. Die Widerlager werden dann wie eine Art Balken quer über die Köpfe der Bohrpfähle betoniert.

Auf der Uferseite zur Ernst-Faber-Straße sind bereits stützende Spundwände im Boden versenkt, denn hier ist der Uferbereich zwischen Fluss und Straße schmaler als gegenüber, wo gleich hinter der Uferböschung das Güterbahnhof-Areal beginnt. Das Widerlager zur Uferstraße muss auch deutlich breiter und trichterförmig angelegt werden, damit Lastwagen später ausreichend Platz haben, wenn sie von der Brücke in die Uferstraße einbiegen.

Neben den Bauarbeitern ist derzeit auch ein Kampfmittelexperte vor Ort. "Eine reine Vorsichtsmaßnahme", betont Löhnert. 1945 habe es mehrere Bombenabwürfe im Bereich des Güterbahnhofs gegeben. Man wolle einfach auf Nummer sicher gehen, wenn mit Baggern im Erdreich am Itzufer gearbeitet werde.

Unweit der neuen Brücke, an der Ecke Karche-/Bamberger Straße wird an der neuen Dreifachturnhalle gearbeitet. Inzwischen hat der Rohbau bereits Fenster bekommen. Zum Schuljahresbeginn 2017/18 muss die Halle fertig sein. Weitere Auskünfte zum Sachstand der Bauarbeiten waren gestern vom Hochbauamt der Stadt Coburg nicht zu erhalten.


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