Ketschendorf
Wohnen

Coburg-Ketschendorf: Das Penthouse ist schon verkauft

Nach dem symbolischen Spatenstich geht es auf dem "Lavita"-Gelände in der Ketschendorfer Straße jetzt mit dem Neubau los. Das Vorderhaus wird bereits saniert. Insgesamt entstehen hier neun unterschiedlich große Eigentumswohnungen.
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Stephan Horn (Wifög), OB Norbert Tessmer, Wohnungseigentümer Hermann Abeldt, Architekt Ulrich Müller, Investor Marcus Weingart, Michael Schulz und Stefan Büttner von Coresale sowie der Leiter des Stadtbauamtes, Karl Baier (von links) setzten die ersten Spatenstiche für den Neubau.  Fotos: Ulrike Nauer
Stephan Horn (Wifög), OB Norbert Tessmer, Wohnungseigentümer Hermann Abeldt, Architekt Ulrich Müller, Investor Marcus Weingart, Michael Schulz und Stefan Büttner von Coresale sowie der Leiter des Stadtbauamtes, Karl Baier (von links) setzten die ersten Spatenstiche für den Neubau. Fotos: Ulrike Nauer
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"Die Lavita gehört zu Ketschendorf wie die Veste zu Coburg." Für den Rödentaler Investor Marcus Weingart, der 2011 den Komplex in der Ketschendorfer Straße kaufte, um daraus Eigentumswohnungen zu machen, war deshalb von vornherein klar, dass das Vorderhaus samt Reinigung und Friseur stehen bleiben soll. Dort läuft bereits die Kernsanierung. Die alte Halle auf dem hinteren Teil des schlauchförmigen Grundstücks wurde abgerissen, dort entsteht ein Neubau mit weiteren fünf Wohnungen. Am Freitag trafen sich Vertreter der Stadt Coburg und des Immobilien-Dienstleisters Coresale mit dem Architekten und dem Investor, um mit dem gemeinsamen Spatenstich symbolisch den Baubeginn des Neubaus zu markieren.

Begeistert vom "Bastelobjekt"
Coresale-Geschäftsführer Michael Schulz habe ihm seinerzeit die Immobilie als "Bastelobjekt" angeboten, erzählte Marcus Weingart, und er sei gleich begeistert gewesen. "Die Zeit war reif. Mit dem Gebäude musste etwas passieren." Für Weingart stand fest, dass die Geschäfte unbedingt erhalten werden müssten. Er holte seinen Schwiegervater, einen Architekten, mit ins Boot und kaum zwei Wochen später waren schon erste Pläne fertig. Weil Weingarts Schwiegervater bereits im Ruhestand ist, brauchte es einen ausführenden Architekten. Der war mit dem Coburger Ulrich Müller auch schnell gefunden. "Er hat die Pläne vervollständigt und verfeinert", berichtete Weingart.

Das dreistöckige Gebäude zur Ketschendorfer Straße hin erhält eine kleine Passage. Sie führt zwischen den beiden Geschäften zu einem Aufzug, der den Alt- und Neubau sowie die Tiefgarage barrierefrei erschließt. Insgesamt sind neun Eigentumswohnungen zwischen 83 und 134 Quadratmetern in den beiden Gebäuden vorgesehen - vier im Altbau, fünf im Neubau. Alle sind barrierefrei zu erreichen, die Bäder haben bodengleiche Duschen und sind für Rollstühle geeignet. Die Geschosse sind über ein gemeinsames Treppenhaus mit Aufzug zu erreichen. Parkplätze für die Bewohner sind unter dem Neubau und auf dem Grundstück vorhanden. Zwei Wohnungen sind bereits verkauft, darunter das Penthouse auf dem Neubau.
Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD), der "gleich um die Ecke geboren" ist, freute sich über den Zuwachs auf dem Coburger Wohnungsmarkt. Die Stadt verzeichne bei den Zuzügen ein leichtes Plus. Die neuen Wohnungen förderten diese positive Entwicklung.
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