Coburg
Sanierung

Coburg: Ehrenburg wieder ganz entrüstet

16 Monate lang wurde an den beiden Pavillons des Coburger Stadtschlosses gearbeitet. Heute soll das Gerüst abgebaut werden. In den nächsten zehn Jahren sollen auch noch die übrigen Fassaden grundlegend saniert werden.
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Das Archivbild zeigt den Zustand des Sandsteins vor und nach der Sanierung: Teilweise mussten Verschmutzungen entfernt werden, teilweise war der Stein aber durch Witterungseinflüssse so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass schadhafte Stellen ausgebessert werden mussten. Fotos: CT-Archiv / Ulrike Nauer
Das Archivbild zeigt den Zustand des Sandsteins vor und nach der Sanierung: Teilweise mussten Verschmutzungen entfernt werden, teilweise war der Stein aber durch Witterungseinflüssse so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass schadhafte Stellen ausgebessert werden mussten. Fotos: CT-Archiv / Ulrike Nauer
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Seit Mai 2014 erlebten Coburg-Besucher die Ehrenburg nur mit Gerüsten an den beiden Pavillons, die den Gebäudekomplex zum Schlossplatz hin abschließen. In den nächsten Tagen ist der Blick auf die ehemalige Residenz der englischen Queen Victoria dann wieder ganz frei, wie Richard Hauck, Sachgebietsleiter beim Staatlichen Bauamt Bamberg im Gespräch mit dem Tageblatt verspricht. Im Wesentlichen habe man damit den Zeitplan für den Bauunterhalt - angepeilt war Mitte 2015 - auch eingehalten.

Zu Beginn der Maßnahme mussten zunächst alle Schäden am Sandstein des Schlosses kartiert werden, anschließend wurden die Arbeiten ausgeschrieben. Den Auftrag, den Stein zu reinigen und Schäden auszubessern, erhielt schließlich eine Fachfirma aus dem Raum Erfurt, die langjährige Erfahrung in der Restaurierung von Denkmälern hat.

Anhand der Kartierung arbeiteten sich die Steinmetze dann an den Pavillons von oben nach unten - am Ostpavillon wurde damit etwas eher begonnen, deshalb war zuletzt nur noch der Westpavillon eingerüstet. Die schlimmsten Schäden mussten die Fachleute rund um die Dächer beseitigen, weil dieser Bereich der Witterung am prominentesten ausgesetzt ist. Dabei seien die Dächer selbst in relativ gutem Zustand gewesen, aber die steinernen Lilien entlang der Dachkante und die Ecktürmchen benötigten die Hand eines Fachmannes. Hier hatten sich - trotz laufender Ausbesserungen - über die Jahrzehnte Abplatzer und Risse gebildet.
Während die Felder zwischen den senk- und waagrechten Gliederungen am Ostpavillon aus Sandstein bestehen, sind sie am Westpavillon verputzt. Hier galt es, den passenden Farbton zu finden, damit beides einheitlich aussieht, so Hauck.


Dachrinnen gut gerüstet

Besonderes Augenmerk legten die Bauherren auf die beheizbaren Dachrinnen. Sie seien für den Winter gerüstet worden, sagt Hauck - damit nicht noch einmal etwas Ähnliches passiert wie im Januar 2011. Damals hatte die Dachrinne im Westflügel der Schneeschmelze nicht Stand gehalten und das Wasser war schließlich durch das gesamte Gebäude bis hinunter in den Aktenkeller gelaufen.
Wenn das Gerüst abgebaut ist, sind die Arbeiten zwar für den Moment abgeschlossen, doch in den nächsten zehn Jahren, so Richard Haucks grobe Schätzung, muss die gesamte Fassade der Ehrenburg saniert werden. "Wir befahren sie ja jedes Jahr und es sind auch schon ein paar Teile heruntergekommen", sagt Hauck. Bis es soweit ist, werde aber noch einige Zeit vergehen. Unter anderem hänge es davon ab, wie die Haushaltsmittel zugewiesen werden.
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