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Bayern-SPD

Carsten Höllein will Landes-Vize werden

Der SPD-Unterbezirk Coburg-Kronach schlägt den Vorsitzenden des Coburger Landkreisverbands vor: Der Vorstand brauche mehr Leute von der Basis.
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Carsten Höllein
Carsten Höllein
Eigentlich sollte Carsten Höllein, Vorsitzender des SPD-Kreisverbands, nur für den Landesvorstand kandidieren. Nun hat der Vorstand des SPD-Unterbezirks Coburg-Kronach beschlossen, Höllein für den stellvertretenden Landesvorsitz der Bayern-SPD vorzuschlagen. "Die Bayern-SPD braucht mehr Führungspersonal von der Basis", begründete Unterbezirksvorsitzender Thomas Rausch den Beschluss. In der Partei gehe es meist "um Pöstchen und Positionen" und nicht um "Themen, die die Menschen interessieren. Die wollen wissen: Finde ich einen Kindergartenplatz für mein Kind? Wie wird das Steuersystem gerechter?", meint Rausch.

Außerdem ärgert ihn, dass Ober- und Niederbayern verhältnismäßig viele Posten und Listenplätze beanspruchen würden, ohne entsprechende Wahlergebnisse vorweisen zu können. Oberfranken habe dagegen nur zwei Vertreter im Landesvorstand, obwohl die SPD hier mit ihre besten Wahlergebnisse in Bayern einfahre.

Gewählt wird übernächste Woche beim Landesparteitag am 20. und 21. Mai in Schweinfurt. Höllein habe sogar Chancen, meint Rausch. "In der Partei rumort es." An dem Rumoren haben auch die Genossen aus Coburg und Kronach Anteil. "Wir haben die Partei für die Reihung der Landesliste massiv kritisiert", sagt Carsten Höllein: Die Coburg-Kronacher Bundestagskandidatin Doris Aschenbrenner erhielt einen Listenplatz weit hinten, obwohl sie beratendes Mitglied im Landesvorstand ist. "Man kann nicht nur schimpfen, sondern muss auch in die Bütt gehen", begründet Höllein seine Entscheidung, als stellvertretender Landesvorsitzender anzutreten.

Auch Stefan Sauerteig, Vorsitzender des SPD-Stadtverbands Coburg, unterstützt Hölleins Kandidatur: "Das stellt eine Chance für die Bayern-SPD dar, zu zeigen, dass wir die Stimme aller Bürgerinnen und Bürger vertreten wollen, dass die Führung der Bayern-SPD nicht im eigenen Saft schmort."


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