Die Vertreter der 100 Landsmannschaften und Turnerschaften treffen sich in di esem Jahr zum 144. Mal über Pfingsten zu ihrem Kongress in Coburg. "Ein fröhliches Familienfest" sei der Kongress, betont Ronald Scholz, der Sprecher der Präsidierenden Landsmannschaft Troglodytia Kiel.

Aber es ist den Verbänden im CC auch nicht egal, wenn Verbände in der Deutschen Burschenschaft (DB) darüber diskutieren, ob nur Deutsche Mitglieder in ihren Verbänden werden können. Doch die CC-Vertreter bekommen immer wieder zu spüren, dass Außenstehende meist nicht zwischen Burschenschaften, Landsmannschaften und anderen Verbindungen unterscheiden. Es reichen die äußeren Zeichen: die bunte Mütze, das Farbband (Couleur) sind bei all diesen Traditionsverbindungen ähnlich. "Diese ewige Gleichsetzung plagt uns schon", sagt auch Heinz Weiß, Vorsitzer des Altherrenverbands im CC. Abends beim Stadtempfang im Coburger Rathaus bestätigt er, dass der CC sich von solchen Diskussion bei den Burschenschaften distanziert.

Die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn hatte im vorigen Jahr den Ausschluss der Hansea Mannheim aus der DB gefordert, weil die Mannheimer ein chinesischstämmiges Mitglied aufgenommen hatten, und sich dabei auf ein internes Rechtsgutachten der DB aus den 50er Jahren berufen. Der Dachverband der deutschen Akademikerverbände, dem sowohl die DB als auch der CC angehören, hatte sich von diesem Vorgang zwar distanziert, die DB aber nicht ausgeschlossen. Deshalb lassen nun der CC und inzwischen auch die Neue Deutsche Burschenschaft (gegründet 1996) ihre Mitgliedschaften im Dachverband ruhen.

Der Stadtempfang zum Beginn des Pfingstkongresses kennt zwei Höhepunkte: Hans-Georg Schollmeyer, der Kongressbeauftragte des Coburger Convents (CC), würdigt Oberbürgermeister Norbert Kastner auf süffisant-ironische Weise, und vier Schüler der Coburger Gymnasien erhalten Stipendien.

Andreas Müller, stellvertretender Vorsitzer des Verbands der Alten Herren, vergab die Stipendien an Rüya Güleryüz (Gymnasium Albertinum), Karin Müller (Alexandrinum), Loretta König (Ernestinum) und Anna-Maria Faber (Casimirianum).
Hans-Georg Schollmeyer hielt seinen Rückblick auf kommunalpolitische Ereignisse in diesem Jahr kurz, denn er wolle nicht "zwischen die politischen Fronten geraten", wie er sagte. Er würdigte den städtischen Sportamtsleiter Eberhard Fröbel, der seit 30 Jahren den CC bei der Ausrichtung seines Sportfestes unterstützt. "Ohne Sie wäre das CC-Sportfest undenkbar." sb