Bodelstadt
Jubiläum

Bodelstadt feierte seine Grundschule

Wie flexibel und erfolgreich eine pädagogische Einrichtung sein kann, bewies der Festkommers der Oskar Schramm-Schule.
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Der Schulchor singt bei der Jubiläumsfeier der Oskar-Schramm-Schule das Frankenlied.Foto: Kurt Hinner
Der Schulchor singt bei der Jubiläumsfeier der Oskar-Schramm-Schule das Frankenlied.Foto: Kurt Hinner
Die großartige Jubiläumsfeier galt dem 50-jährigen Bestehen der Schulanlage in Bodelstadt, die in den vergangenen Jahrzehnten einem steten Wandel unterworfen war. Bürgermeister Werner Thomas (SPD) spannte in seiner Festrede einen weiten Bogen von 1965 bis heute.

Änderungen und Forderungen

Lehrkräfte und Gemeindeteile seien eigentlich dauernd gefordert gewesen, sich den Vorgaben des Kultusministeriums anzupassen; so hätten zum Beispiel neue Lehrpläne, veränderte Schulabschlüsse, Erfordernisse der sich wandelnden Gesellschaft, Erweiterungen der Schulklassen bewältigt werden müssen, letztlich seien auch schmerzliche Veränderungen diverser Schulsprengel umzusetzen gewesen, die auf dem Rückgang neuer Geburtsjahrgänge basierten. Waren es vor etwa 50 Jahren noch über 400 Kinder in 13 Klassen, die das Haus mit Leben erfüllten, so sind es derzeit 83 Grundschüler in vier Klassen. Thomas: "Es ist nach wie vor dem Steuerzahler schwer vermittelbar, wenn in örtlicher Nähe neue Schulräume gebaut werden, während hier generalsanierte Räume leer stehen."

Inzwischen gelang es, frei gewordene Raum-Kapazitäten neu zu nutzen, 2009 und 2012 ausgezeichnete Evaluationen zu erhalten und vor zwei Jahren einen neuen Schulbus anzuschaffen; außerdem vermögen Rektor Johannes Först und das Kollegium, die Grundschüler bestens zu motivieren und zu guten Leistungen anzuspornen.
Johannes Först richtete in seiner Laudatio an Schulamtsdirektor Gerhard Schelhorn ebenfalls die dringende Bitte, die Bodelstadter Schule mindestens in ihrer momentanen Form zu erhalten, mit sehr gut ausgebildeten Kollegen zu versorgen und weitere Schulverkleinerungen oder das Zusammenlegen von Jahrgängen zu verhindern.

Der festliche Abend wurde - außer von Grußworten und Danksagungen - von zahlreichen musikalischen Darbietungen bereichert; der Posaunenchor Itzgrund spielte auf, 20 Schüler animierten das Publikum zum fröhlichen Mitsingen des Frankenliedes, den musikalischen Höhepunkt bildeten jedoch zwei Klavierstücke von Rachmaninoff und Brubeck, brillant vorgetragen von Eugen Ionow. Er ist ehemaliger Schüler der Schule Bodelstadt, studiert Musik und hat bereits mehrere Preise in Wettbewerben gewonnen.

"Das erbärmlichste Schulhaus"

Peter Kauper, Vorsitzender des Elternbeirates, stellte in einer heiteren Laudatio für das Schulfest am folgenden Sonntag einen "fetten Scheck" in Aussicht und dankte allen Mitwirkenden für den würdig gestalteten Jubiläumsabend. Um diesen Tag auch für kommende Generationen in Erinnerung zu halten, wurde eine 32-seitige Dokumentation erarbeitet, die das frühere Schulleben im Itzgrund von 1528 (in Gleußen und Schottenstein) bis 1826 schildert, als das Schulgebäude in Kaltenbrunn damals von einer Inspektion als "das erbärmlichste Schulhaus im ganzen (bayerischen) Königsreiche" beurteilt wurde.
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