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Coburg
Metal

Bis zur letzten Minute mitgefeiert

Rund 600 Metal-Fans feierten die Bands beim Summerblast-Festival auf dem ehemaligen BGS-Gelände in Coburg. Das leicht veränderte Konzept kam beim Publikum bestens an.
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Headliner Varg gaben alles beim Summerblast Festival auf dem ehemaligen BGS-Gelände in Coburg. Fotos: Rolf Krebs
Headliner Varg gaben alles beim Summerblast Festival auf dem ehemaligen BGS-Gelände in Coburg. Fotos: Rolf Krebs
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Wow, das war ein geballtes musikalisches Feuerwerk, das da am Samstag auf dem ehemaligen Coburger BGS-Gelände gezündet wurde. Bereits zum elften Mal hatte das Team des Vereins Cross Art mit Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Coburg zum Summerblast-Festival eingeladen, doch was in diesem Jahr auf den Bühnenbrettern und drumherum passierte, übertraf die Erwartungen bei weitem.
Es dürften wohl um die 600 Besucher gewesen sein, die sich bei freiem Eintritt ab dem frühen Nachmittag vornehmlich Metal-Klängen hingaben. Das zuvor schon eingeschlagene Konzept, nämlich den zum größten Teil am BGS-Gelände beheimateten Gruppen eine Plattform zu geben, wurde nun zu 100 Prozent durchgezogen. Waren es im letzten Jahr noch acht Bands, wurden nun komprimiert sechs Bands in das Festival integriert.
Zudem wurde mit Varg und ihrem Wolfmetal die wohl derzeit weltweit bekannteste Gruppe aus der Region als Headliner gewonnen.

Neuer Vorstand, neue Ideen

"Schuld" an diesem Schachzug war Philipp Seiler, der im Laufe der letzten Monate die bisherige Ideengeberin Christiane Vogt im Vorstand ersetzte. "Ich bin ja schon lange Fan der Förderung der hiesigen Musiklandschaft, da lag es nahe, dass ich mich auch einmal bei Cross Art einbringe", sagte Seiler am Rande des Festivals. Er war es auch, der alles eine Spur organisierter haben wollte, eben professioneller und phasenweise auf andere Beine gestellt.
"Wir haben wesentlich mehr Zeit in die Werbung gesteckt und tolle Sponsoren gefunden. Street Teams wurden gebildet, Flyer verteilt, Poster aufgehängt und eben viel über New Media gemacht."
Und es war schon erstaunlich, welches Potenzial in den Mauern des BGS so schlummert und am Samstag der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Wulfpack machte einen sauberen Job als Opener. Hardcore traf auf Trash, etwas verstaubt, dafür umso genialer. Kurze Umbaupause. Drown in Grace waren an der Reihe. Alte stilsichere Herren mit ihrem mitreißenden Alterna Metal, die wir erst beim "No-Name-Festival" im Rosengarten erleben durften. Dann war Country Metal angesagt, und klar, dahinter konnten sich nur die Cowboy Warriors verbergen. Auch sie waren schon bei früheren Summerblast-Ausgaben dabei. Obscura Religio leiteten mit ihrem Melodic Black Metal in die Abendstunden ein, ehe mit Munarheim ein Act folgte, der wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Was für eine Stimmung, was für eine Atmosphäre. Unglaublich, ergreifend, eben alles passend.
Klar, Varg waren es, die bis 22 Uhr dann als gebührender Headliner nochmals alles gaben. Es tat gut, sie nach langer Zeit bei uns einmal wieder live sehen und spüren zu dürfen. Die Fans mobilisierten ihre letzten Kräfte. Von der ersten bis zur letzten Minute wurde gefeiert, mitgesungen und die Fäuste in die Höhe gestreckt. Eine "wall of love” wurde zelebriert und auch sonst lief alles reibungslos. Band und Publikum verschmolzen bei herrlichen äußeren Temperaturen zu einem Ganzen. Und das tat verdammt gut.

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