Coburg
Schulsport

Bis zum Winter ist die Halle dicht

Auf der Baustelle der Dreifachturnhalle an der Karchestraße entsteht derzeit die Wanne, die das Gebäude gegen das Grundwasser sichern soll.
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Innerhalb der Stahlbetonwände der so genannten "weißen Wanne" werden die eigentlichen Hallenwände in Fertigbauweise errichtet. Foto: Jochen Berger
Innerhalb der Stahlbetonwände der so genannten "weißen Wanne" werden die eigentlichen Hallenwände in Fertigbauweise errichtet. Foto: Jochen Berger
Die Dreifachsporthalle an der Karchestraße, am südlichen Ende des Ketschenangers, nimmt langsam sichtbare Formen an. Drei Viertel der 54 mal 47 Meter großen Bodenplatte sind bereits gegossen, nun komme das letzte Viertel an die Reihe, sagt der stellvertretende Leiter des Coburger Hochbauamtes, Thorsten Huld, auf Tageblatt-Nachfrage.
Die Betonwände, die man unterhalb des Bodenniveaus bereits erkennen kann, sind allerdings noch nicht die Wände der Sporthalle, sondern gehören zur so genannten "weißen Wanne". Diese Konstruktion aus Stahlbeton soll die fertige Halle schützen, denn sie wird später gut einen Meter tief im Grundwasser stehen.


Wände kommen per Tieflader

Die eigentliche Halle wird dann aus Fertigteilen innerhalb dieser "Wanne" hochgezogen. "Es soll noch in dieser Woche losgehen mit den Wänden", sagt Thorsten Huld. Diese werden im Werk der Firma Angermüller in Untersiemau hergestellt und als Fertigteile per Tieflader nach Coburg geliefert. Der große Vorteil der Fertigbauweise sei, dass die Wände vorproduziert würden und dann an Ort und Stelle montiert werden könnten. "Deshalb haben wir uns ja für diese Bauweise entschieden - weil's schneller geht", sagt Huld.
Sobald die Außenwände stehen, kann das Dach aufgesetzt werden. Es bestehe aus Halbfertigteilen, "eine dünne Platte, wo ein Teil der Bewehrung herausschaut", erklärt der stellvertretende Hochbauamtsleiter. Sofern das Wetter mitspielt und Coburg keinen frühen Wintereinbruch beschert, sollte die Halle dann auch bis zum Winter dicht sein. Über die Wintermonate könne dann der Innenausbau der Dreifachsporthalle erfolgen.


Aufzug für Barrierefreiheit

Das Bodenniveau der Baugrube war übrigens nicht überall gleich, an einer Stelle musste tiefer gegraben werden. Die Erklärung liefert Thorsten Huld: Die Dreifachhalle werde mit einem Aufzug ausgestattet und für diesen wiederum brauche es eine gewisse "Unterfahrt", einen Schacht, der unter dem Aufzug noch ein gutes Stück in die Tiefe geht.
Der Eingangsbereich der neuen Halle liegt auf dem Niveau des Ketschenangers, die zwei Stockwerke hohe Halle selbst verschwindet zur Hälfte im Boden. Der Aufzug gewährt Barrierefreiheit in der neuen Sporthalle. So kann sie beispielsweise auch mit einem Rollstuhl problemlos erreicht werden.
Zum Beginn des Schuljahres 2017/18 soll die Halle als Ersatz für die alte Dreifachturnhalle zur Verfügung stehen. Derzeit sieht es auch so aus, als könne dieser Termin gehalten werden. Huld: "Wir liegen im Zeitplan!"


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