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Coburg
Erwachsenenbildung

Bildungswerk Coburg zeichnet drei Kirchengemeinden aus

Sie weiten den Horizont der Besucher ihrer Veranstaltungen: Drei Kirchengemeinden leisten Vorbildliches und wurden ausgezeichnet.
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Das EBW zeichnete drei Kirchengemeinden für ihre Verdienste um die evangelische Erwachsenenbildung aus. Die Preise nahmen (von links) Norbert Pieschel (St. Lukas Coburg/Ketschendorf), Erika Kienel (Coburg Heilig Kreuz) und Hannelore Förster (Kloster-)Kirchengemeinde Sonnefeld) entgegen. Thomas Amberg gratulierte.Foto: Martin Koch
Das EBW zeichnete drei Kirchengemeinden für ihre Verdienste um die evangelische Erwachsenenbildung aus. Die Preise nahmen (von links) Norbert Pieschel (St. Lukas Coburg/Ketschendorf), Erika Kienel (Coburg Heilig Kreuz) und Hannelore Förster (Kloster-)Kirchengemeinde Sonnefeld) entgegen. Thomas Amberg gratulierte.Foto: Martin Koch
Das Evangelische Bildungswerk (EBW) Coburg hat bei seiner Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch drei Kirchengemeinden für ihre besonderen Verdienste um die Erwachsenenbildung ausgezeichnet. Auf dem dritten Platz landete die Kirchengemeinde St. Lukas Coburg/Ketschendorf. Platz zwei belegte die Kirchengemeinde Sonnefeld. Siegerin war die gastgebende Kirchengemeinde Coburg Heilig Kreuz. Die Preise nahmen die EBW-Delegierten der jeweiligen Kirchengemeinden Norbert Pieschel, Hannelore Förster und Erika Kienel entgegen.

Nachdem der EBW-Vorsitzende Pfarrer Thomas Amberg und die Vorstandsbeisitzerin Pfarrerin Zagel-Busch im Sommer das Dekanat Coburg verlassen werden, waren teilweise Neuwahlen erforderlich. Neu in den Vorstand wurde als Beisitzer Norbert Pieschel gewählt. Für das nunmehr vakante Amt des EBW-Vorsitzenden muss jetzt erst einmal ein Nachfolger gefunden werden.
Kommissarisch steht die stellvertretende Vorsitzende Christine Liebst an der Spitze der Bildungseinrichtung. Ihr stehen der hauptamtliche pädagogische Leiter des EBW, Diplom-Pädagoge Rolf Schilling, und der ebenso hauptamtliche Theologische EBW-Referent Pfarrer Dieter Stößlein zur Seite.

Das Evangelische Bildungswerk ist im Mai dieses Jahres 35 Jahre alt geworden. Pfarrer Dieter Stößlein wies auf manchen Wandel bei den Inhalten der evangelischen Erwachsenenbildung hin. In den 1980er Jahren habe sich das EBW vor allem mit der Friedensarbeit, den Begegnungen mit den Christen in der damaligen DDR oder dem langsam aufkeimenden Bewusstsein für die Zerstörung der Umwelt eingesetzt. Nun beschäftige man sich mit der wachsenden sozialen Ungleichheit. In Zeiten der Globalisierung und Orientierungssuche habe lebenslanges Lernen gewonnen. "Das EBW ist hier ein Kompetenzzentrum über seine Inhalte, für die es steht: aktuelle gesellschaftspolitische und theologische Fragen, Dialog mit den Religionen, Geschichte der Juden und Erinnerungskultur." Dabei seien mitunter auch klare öffentliche Stellungnahmen notwendig.


Religionen kennenlernen

Ein Schwerpunkt sei die Beschäftigung mit den Religionen. Pfarrer Stößlein erinnerte dabei vor allem an das Friedensfest der Religionen im Mai 2015 auf dem Coburger Albertsplatz. Dies habe rund 500 Menschen, Christen, Juden, Moslems und Buddhisten zusammengeführt.

Stößlein kümmert sich in Personalunion auch um die Lutherdekade. "Der Lutherweg ist ein nachhaltiges Projekt und wird dem EBW über die Lutherdekade hinaus erhalten bleiben", sagte er. Fast wöchentlich gebe es Nachfragen zum Lutherweg. "Das begleitet uns permanent." Pfarrer Stößlein skizzierte auch schon einige Gedanken und Vorhaben zum eigentlichen Jubiläumsjahr 2017.

Der pädagogische EBW-Leiter, Diplom-Pädagoge Rolf Schilling, wies auf ein neues Projekt hin, mit dem die Erwachsenenbildung in den Gemeinden verstärkt werden solle. Es soll mehr EBW-Veranstaltungen vor Ort geben und die Gemeinden sollten in der Erwachsenenbildung mehr miteinander vernetzt werden.
"Das Jahr 2015 war in Bezug auf Resonanz und Qualität der Veranstaltungen wieder ein sehr gutes Jahr", freute sich Schilling im Rückblick. Besonders freute sich Schilling auch über die Aktivitäten des Arbeitskreises Armut. "Der Arbeitkreis Armut hat insbesondere durch die Arbeit im Themenbereich Wohnen einige Aufmerksamkeit bei den politisch Verantwortlichen der Stadt Coburg erreicht. Einige kleine Schritte zur Umsetzung des Menschenrechts auf Wohnen sind gegangen worden", sagte Schilling.




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