Coburg
Kriminalität

Betrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus

Mit der Behauptung im Auftrag der Firma Microsoft anzurufen, bringen Betrüger ihre Opfer immer wieder dazu, Programme auf ihren Computer herunterzuladen. So verschaffen Sie sich illegal Zugriff auf den Rechner der Angerufenen und versuchen an deren Geld zu kommen. Die Polizei warnt vor dieser Masche.
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Symbolfoto: Matthias Hoch
Symbolfoto: Matthias Hoch
Laut Polizeiangaben rufen die englisch sprechenden Betrüger mit ausländischer Vorwahl ahnungslose Bürger an und täuschen am Telefon vor, für die Firma Microsoft tätig zu seien. Unter dem Vorwand Probleme auf dem Computer der Angerufenen festgestellt zu haben, drängen die Täter diese dazu, zur Behebung ein Programm herunterzuladen.

Lassen sich die Computernutzer darauf ein, gelingt es den Betrügern Kontrolle über den Rechner zu erlangen. Anschließend verursachen sie unterschiedliche Fehlermeldungen am Gerät des Opfers. Als Grund dafür behaupten die Betrüger beispielsweise, dass Lizenzen abgelaufen seien.

Ziel ist es, die Angerufenen weiter zu verunsichern und schließlich zu Zahlungen zu bewegen. Hierfür ist auch die Drohung, den Computer zu sperren keine Seltenheit. Erfahren die Täter dann die Bank- oder Kreditkartendaten haben sie insbesondere über Onlinebanking ungehindert Zugriff auf das Geld ihrer Opfer.

So passierte es am vergangenen Wochenende auch einer 37 Jahre alten Coburgerin. Den Betrügern gelang es, den Computer der Frau "fernzusteuern". Für den vermeintlichen Service forderten sie von der Frau die Zahlung eines geringen Geldbetrages. Nach einem eindringlichen Gespräch ließ sich die Coburgerin auf die Überweisung der kleinen Summe per Kreditkarte und Onlinebanking ein. Danach bemerkte die Frau aber, dass es den Gaunern auch gelungen war, einen dreistelligen Eurobetrag zu transferieren.

Die Oberfränkische Polizei rät:

- Beenden Sie Telefonanrufe mit ausländischer Ländervorwahl und englischsprechenden vermeintlichen Mitarbeitern der Firma Microsoft sofort. Die Firma nimmt auf diese Weise keinen Kontakt mit Kunden auf.
- Wurde das Schadprogramm bereits installiert, sollte der Rechner sofort vom Netz getrennt und möglichst durch einen Experten untersucht werden. .
- Bei ungewollten Geldtransaktionen setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung.
- Geben Sie niemals unbekannten Personen Bank- oder Kontodaten preis. pol
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