Sonnefeld
Jubiläum

Bereit zum Kampf gegen das Feuer

Mit ihrer traditionellen Kirchweih feiert die Feuerwehr Wörlsdorf von heute bis Montag ihr 150-jähriges Bestehen.
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Der Jugendgruppe, die 1963 bei einer Übung in Fürth am Berg erstmals an die Öffentlichkeit trat, gehörten an (von links): Wolfgang Vorndran (vorne), Helmut Vorndran, Heinz Eckardt, Rolf Siegelin, Gerhard Wagner, Gerhard Schoder und Otto Leicht.  Foto: privat
Der Jugendgruppe, die 1963 bei einer Übung in Fürth am Berg erstmals an die Öffentlichkeit trat, gehörten an (von links): Wolfgang Vorndran (vorne), Helmut Vorndran, Heinz Eckardt, Rolf Siegelin, Gerhard Wagner, Gerhard Schoder und Otto Leicht. Foto: privat
"Ende 2012 gab es die ersten Überlegungen für unsere Jubiläumsfeier. Daraus haben wir ein grobes Gerüst aufgestellt", erzählt Vorsitzender Uwe Greiner. Schon 1864 wurde die Pflichtfeuerwehr ins Leben gerufen, um die Bevölkerung und die Gebäude vor Brand zu schützen. Seit dieser Zeit werden Geräte zur Brandbekämpfung angeschafft und gewartet. Ein einfaches Spritzenhaus wurde errichtet, in dem die Feuereimer, Leitern und eine primitive Kübelspritze aufbewahrt wurden. Diese aus Holz gezimmerten Gegenstände hatten allerdings keine sehr lange Lebensdauer, da sie meist durch Austrocknung schon nach kurzer Zeit zerfielen.
1875 konnte die Wehr durch eine Handdruckspritze ihre Schlagkraft erheblich steigern. Die Spritze wurde recht bald auch in den umliegenden Ortschaften mit eingesetzt. Da nun auch das Spritzenhaus zu klein und ohne Trockenturm war, wurde 1905 aus Backstein ein neues errichtet. 1933 wurde aus der Pflicht- die freiwillige Feuerwehr. Trotzdem meldeten sich zahlreiche junge Männer an. 1949 konnte der Kauf einer Motorspritze in Angriff genommen werden.
Auf Grund des Währungsschnittes verzögerte sich die Anschaffung. 1952 klappte es dann. 3055 D-Mark kostete die Spritze. Erst 1955 konnte der Tragkraftspritzenanhänger im Wert von 2150 D-Mark angeschafft werden. 1958 bis 1960 kam ein moderner Schlauchtrockenturm dazu. Im September 1962 wurde die erste Schülergruppe gegründet und mit Mützen und Hemden ausgestattet. Die Leitung hatte Werner Schleifenheimer. Im Jahr 1964 feierte die Feuerwehr mit Umzug und Kutsche das 100-jährige Bestehen. Am Festzug nahmen 42 Vereine teil.
1965 wurde der Bau eines eigenen Vereinsheimes beschlossen und im Sommer 1966 damit begonnen. Holz und Ziegel kamen von einer angerissenen Scheune. Im Juli 1967 war die Einweihung. In den letzten Jahren erfolgten am Feuerwehrheim immer wieder Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen, denn das Gebäude hat sich zu einem zentralen Veranstaltungs- und Versammlungsort entwickelt. 1975 konnte die Motorspritze mit Anhänger durch einen Ford Transit Tragkraftspritzenfahrzeug TS 8/8 abgelöst werden. Dieses Fahrzeug versah seinen Dienst bis 2004.
Im Mai desselben Jahres wurde in Görlitz das Tragkraftspritzenfahrzeug/Wasser übernommen. Zusammen mit der BRK-Bereitschaft Hassenberg begannen die Vereinsmitglieder 2011, eine neue Gerätehalle zu bauen. Diese beherbergt zwei Garagen für das Feuerwehrfahrzeug und für den Sanitäts-Unimog.
Im Jubiläumsjahr gehören der Wehr 81 Mitglieder an. Die 20 Aktiven werden von Kommandanten Ulrich Biesenecker und stellvertretenden Kommandanten Marco Greiner geführt. An der Spitze des Feuerwehrvereins stehen Vorsitzender Uwe Greiner, stellvertretender Vorsitzender Mirko Hempfling, Kassierer Matthias Streng und stellvertretende Kassiererin Bärbel Greiner.

Das Festprogramm

Das erste Halbjahr 2014 war geprägt von der Planung der 150-Jahr-Feier. Diese beginnt heute mit dem traditionellen Kopffleischessen im Feuerwehrheim. Morgen folgt um 18 Uhr eine Großübung mit den benachbarten Wehren und den Wehren des Unterkreises 6. Gegen 21 Uhr sorgt die Band "Party Fieber" für Stimmung und ab 22 Uhr ist Barbetrieb im Festzelt. Der Eintritt beträgt fünf Euro. Am Samstag beginnt um 19 Uhr der Festkommers, dem sich ab zirka 22 Uhr ein gemütliches Beisammensein anschließt. Am Sonntag wird um 8.30 Uhr auf dem Friedhof der verstorbenen Mitglieder gedacht. Dem Zeltgottesdienst um 9.30 Uhr schließt sich ein Weißwurstfrühstück mit Frühschoppen an. Am Nachmittag können Interessierte im Vereinsheim die Ausstellung zur Wörlsdorfer Geschichte und der Feuerwehr besuchen. Für die Jüngsten stehen eine Hüpfburg, Spiele und eine Button-Maschine zur Verfügung. Um 16 Uhr ist die Jugendgruppe "Dance for Fun" zu sehen. Ab 17 Uhr spielt zum Dämmerschoppen bis zum gemütlichen Ausklang "Franky" Live-Musik. Am Montag, 27. Juli, hat das Festzelt für einen Frühschoppen ab 9.30 Uhr geöffnet. Ab 17 Uhr ist zum Ausklang Festzeltbetrieb mit DJ. Außerdem werden die Besucher mit deftigen Schmankerln bewirtet.


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