Ahorn
Jubiläum

Beim Start der Ahorner Tanzabteilung waren zehn Pfarrerpaare dabei

Die Tanzsportabteilung der Sportvereinigung Ahorn feierte ihr 25-jähriges Bestehen. Entstanden ist sie auf etwas ungewöhnliche Weise.
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Zum 25.Jubiläum der Tanzsportabteilung der Sportvereinigung Ahorn zeigte der Hobbytanzkreis eine Quadrille, einen französischen Kontratanz aus der Zeit Napoleons. Gabi Arnold
Zum 25.Jubiläum der Tanzsportabteilung der Sportvereinigung Ahorn zeigte der Hobbytanzkreis eine Quadrille, einen französischen Kontratanz aus der Zeit Napoleons. Gabi Arnold
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Auf dem Tag genau vor 25 Jahren wurde die Tanzsportabteilung der Sportvereinigung Ahorn aus der Taufe gehoben. Am Samstagabend feierten die Mitglieder in der Turnhalle des Sportheims den Geburtstag mit einem kurzen Rückblick, aber vor allem mit viel Musik und Tanz. "Denn unbeschwert feiern und tanzen baut Stresshormone ab und ist eine Wohltat für die Seele", wusste der Erste Vorsitzende Günther Leybold.

Es war Anfang des Jahres 1991, als eine Gruppe von Tanzbegeisterten sich vom damaligen Verein TC Residenz Coburg löste; im Gemeindesaal St. Markus in Coburg beschloss man, sich der Sportvereinigung Ahorn anzuschließen. "Insgesamt waren wir 45 Personen, davon zehn Pfarrerpaare." Am 13. Februar 1991 wurde die Tanzsportabteilung der Sportvereinigung Ahorn gegründet, in den Reihen der Gäste begrüßte Leybold zwei Gründerpaare, Paula und Heinrich Knauer und Anna und Hilmar Sommer.


Ein Herz für die leidenschaftlichen Tänzer

Der Gemeinderat unterstützte die Tanzbegeisterten und stellte den Saal des Freizeitzentrums Witzmannsberg an drei Abenden zur Verfügung. "Wir hatten den großen Vorteil, eine versierte und kompetente Trainerin in unseren Reihen zu haben, nämlich meine Frau Irmgard", erzählt Leybold. Im gleichen Zuge wurde auch eine Kinder- und Jugendgruppe gegründet.

Eine stabile Basis bildeten laut Leybold vor allem die Hobbytanzpaare, die mit Freude und Bereitwilligkeit die Abteilung unterstützten. Bereits im Gründungsjahr trugt die neue Tanzsportabteilung ihres erstes Turnier aus und führte die oberfränkischen Tanztage durch. Der Andrang an Paaren, erinnert sich Leybold, sei damals riesig gewesen, da auch aus den neuen Bundesländern Paare nach Ahorn kamen.


Auch viele Kinder und Jugendliche sind mit von der Partie

Die Jugendgruppe wuchs auf 50 Kinder- und Jugendturnierpaare an, die in Bayern und anderen Bundesländern auf Turnieren tanzten - und das mit großem Erfolg: Es gab deutsche Meistertitel und Endrunden bei "Hessen tanzt". Im Oktober 1998 waren die Ahorner erstmals Ausrichter der bayerischen Jugendmeisterschaft in den Standardtänzen, die in der neuen Dreifachturnhalle stattfand.

Bis heute führt die Tanzsportabteilung Turniere über zwei Tage durch, zunächst zweimal jährlich als oberfränkische Tanztage, seit dem Jahr 2007 unter dem Titel "Ahorn tanzt".

Leybold berichtete von einer Erfolgsgeschichte, die mit Pokalen und Medaillen gekrönt ist. Mit der Fertigstellung der großen Dreifachturnhalle im Jahr 1998 wurde in der kleinen Vereinsturnhalle Platz für den Tanzsport. Allerdings war diese sanierungsbedürftig und so wurde zur Sanierung eine Spendensammelaktion gestartet, die sage und schreibe 33 000 DM in die Kasse brachte; eingeweiht wurde die sanierte Halle schließlich im Oktober 2003.


Männerballett gehört dazu

Die Tanzsportabteilung bietet neben den Gesellschaftstänzen und Turniertänzen auch das lustige Männerballett, den Handstandtanz und den Huttanz. Die Mitglieder beteiligten sich an Veranstaltungen in den Ahorner Partnergemeinden Irdning in der Steiermark und Eisfeld. Das Fazit des Vorsitzenden lautete: "Tanzsport löst Faszination aus."

Grüße im Namen der Gemeinde und im Namen von Landrat von Michael Busch (SPD), der sich entschuldigt hatte, überbrachte Ahorns Dritter Bürgermeister Winfried Beyer (CSU/BV). Zur Musik von "Günther's Musikexpress" führte der Hobbytanzkreis eine Quadrille auf, auch Standard-und lateinamerikanische Tänze kamen zur Vorführung.

Eine hohe Ehrung wurde Günther Leybold zuteil. Er erhielt aus den Händen von Jürgen Rückert vom Bayerischen Landessportverband die Verdienstnadel in Gold mit Kranz. "Diese Ehrung erhält, wer mindestens 30 Jahre an führender Stelle im Verein steht", sagte Rückert.

Matthias Huber, Vizepräsident des Landestanzsportverbandes, ehrte für 30 Jahre Mitgliedschaft Günther Leybold, Irmgard Leybold und Stefan Lutter.
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