Coburg
Aktion

Beim Coburger Nachtflohmarkt waren Schnäppchenjäger untertwegs

Beim Coburger Nachtflohmarkt kamen die Schnäppchenjäger wieder auf ihre Kosten. Das Angebot war breitgefächert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Gewusel um Prinz Albert: Der Marktplatz stand am Samstag ganz im Zeichen des Nachtflohmarkts.  Foto: Daniela Pondelicek
Gewusel um Prinz Albert: Der Marktplatz stand am Samstag ganz im Zeichen des Nachtflohmarkts. Foto: Daniela Pondelicek
+10 Bilder
Simone Walther schlendert mit ihrem Freund über den Nachtflohmarkt in Coburg, als sie an einem der Stände ein dunkelblaues Dirndl mit weißen Pünktchen und Edelweißschnallen entdeckt. Sofort ist es um sie geschehen. "Ich wusste sofort: Das will ich haben", sagt sie. Sie habe nicht lange gezögert und zugegriffen.

"Dieses Dirndl ist ja auch etwas ganz Besonderes - die zwei Verkäuferinnen haben darin schon auf dem Oktoberfest bedient", erklärt sie. Nun sei sie rundum zufrieden. "Die zwei Frauen waren richtig nett und haben mir dazu noch eine Bluse geschenkt, die zu meiner Hose passt", erzählt sie freudestrahlend. Bei ihren Einkäufen auf dem Flohmarkt achte sie vor allen Dingen darauf, dass die Qualität der angebotenen Waren hoch ist. "Und bei Kleidungsstücken schaue ich darauf, dass sie sauber sind", erklärt sie.


Große Auswahl


Simone Walther ist nur eine der zahlreichen Besucher des Nachtflohmarkts in Coburg. Wie jedes Jahr zog der Flohmarkt im gesamten Stadtgebiet Schnäppchenjäger zum Suchen, Feilschen und Kaufen an. Die Auswahl ist breitgefächert: Von Videospielen und Kinderspielsachen über Mode bis hin zu Gemälden und Einrichtungsgegenständen findet hier jeder etwas.

Auch André Gagel hat den ein oder anderen Spontankauf getätigt. Er ist zum zweiten Mal in Folge in Coburg auf Schnäppchenjagd. "Wir haben vorher extra im Internet nachgeschaut, wann der Flohmarkt ist, weil wir im letzten Jahr so tolle Sachen gekauft haben", erzählt er. Deshalb habe er auch in diesem Jahr fest eingeplant, so früh wie möglich zu gehen. "Dann sind wir als erste unterwegs und bekommen die größten Schnäppchen."

Für seine Kinder habe er einen großen Spielzeugbagger erstanden. "Der ist noch ungebraucht und in Originalverpackung", betont er. Dazu kommen noch zwei Playmobilfahrzeuge. "Wenn ich etwas auf dem Flohmarkt für meine Kinder kaufe, ist es mir wichtig, dass die Sachen erschwinglich und altersgerecht sind", sagt er.


Messinglampe für 20 Euro


Balic Demal kommt jedes Jahr auf den Flohmarkt. "Mir macht es Spaß, mit den Verkäufern zu reden und ich finde viele günstige Sachen", sagt er. Für ihn sei es wichtig, dass der Preis passe. Sein größtes Schnäppchen: "Ich habe eine Messinglampe gekauft, die ist an die 100 Euro wert, aber ich habe sie für 20 Euro bekommen."

Seit etwa 20 Jahren ist Karl-Heinz Sosniok als Verkäufer auf dem Nachtflohmarkt vertreten. "Ich mache das jedes Jahr, weil es mir Spaß macht zu handeln. Außerdem gefällt mir das Flair hier", erklärt er. Als Händler habe er in Coburg schon vieles erlebt. "Einmal ist mir im Steinweg ein Betrunkener in meinen Stand gefallen - das war sehr aufregend", erzählt er.


Kupferstich der Veste


Die Sachen bekomme er von Verwandten oder Bekannten. "Ich biete viele verschiedene Dinge an - auf dem Flohmarkt verkauft sich alles querbeet", sagt er. Dazu gehört ein Kupferstich der Veste. "Den habe ich von einem Bekannten bekommen, der wollte, dass ich das für ihn anbiete", erläutert er. Es gebe nur eines, was ihn störe: "In den letzten Jahren mussten Kinder keine Standgebühr bezahlen, diesmal ist das anders." Er finde, bei Kindern könne man die Standgebühr ruhig weiterhin aussetzen. "Ihre Stände sind meist kleiner als die der anderen Verkäufer und sie wollen sich meist nur ihr Taschengeld ein bisschen aufbessern - da könnte man ihnen doch etwas entgegenkommen", betont er.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren