Seidmannsdorf
Abfall

Bauschutt im Seidmannsdorfer Friedhofscontainer

"Verstöße gegen das Abfallrecht können teuer werden", warnt die Coburger Polizei.
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Bauschutt und Kochtöpfe beim Grüngut: Für die Kirchengemeinde Seidmannsdorf kann das teuer werden. Foto: Polizeiinspektion Coburg
Bauschutt und Kochtöpfe beim Grüngut: Für die Kirchengemeinde Seidmannsdorf kann das teuer werden. Foto: Polizeiinspektion Coburg
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Deutschland ist das Land der Mülltrenner. Mögen auch andere Länder inzwischen Wertstoffhöfe und fünferlei Kübel zur Regel gemacht haben - wir haben es erfunden, und die Sache ist ernst. Denn den falschen Müll in den falschen Behälter zu werfen kostet Geld.

Deshalb ist auch Helmut Schamberger, Mitglied des Kirchenvorstands in Seidmannsdorf und Kirchhausmeister, nicht eben glücklich darüber, was dort am Friedhof passiert. Erst vor wenigen Wochen entsorgte jemand alte Farbeimer im Grüngutcontainer. Die wurden zum Glück rechtzeitig gefunden - denn sonst hätte die Kirchengemeinde den gesamten Containerinhalt als Sondermüll bezahlen müssen.

Nun lag ein ganzes Fenster im Grüngutcontainer, und alte Kochtöpfe noch dazu. "Offenbar wollten sich die illegalen Entsorger so die Kosten für eine reguläre Beseitigung ersparen", mutmaßt die Polizei. Könnte aber sein, dass der- oder diejenige falsch gedacht hat: Verstöße gegen das Abfallrecht können sehr teuer sein. Da hätte sich der Weg zum Wertstoffhof mehrfach gelohnt. Kleine Mengen privaten Bauschutts können dort kostenlos abgegeben werden, ein Kofferraum voll Bauschutt oder Sperrmüll kostet fünf Euro. Außerdem sei die Chance bei solchen Verstößen groß, dass sich Zeugen melden, sagt ein Sprecher der Coburger Polizei.

Damit die Kirche nicht auf den Entsorgungskosten sitzen bleibt, bitten Polizei und Helmut Schamberger um Hinweise, woher Fenster und Kochtöpfe stammen könnten (Telefon 09561/645-209).

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