Weidhausen
Begrünung

Baumreihe zwischen Weidhausen und Sonnefeld gepflanzt

Entlang der Straße nach Sonnefeld wurden 18 Bäume gepflanzt. Der Gemeinderat Weidhausen hat damit für Ersatz gesorgt.
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Mitglieder der drei Obst- und Gartenbauvereine sowie des Gemeindebauhofs pflanzen Bäume. Foto: Alexandra Kemnitzer
Mitglieder der drei Obst- und Gartenbauvereine sowie des Gemeindebauhofs pflanzen Bäume. Foto: Alexandra Kemnitzer
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Lange war die Pappelallee entlang der ehemaligen Ortsverbindungsstraße zwischen Weidhausen und Sonnefeld ein Wahrzeichen. Aus Sicherheitsgründen mussten die etwa 70 bis 80 Jahre alten Bäume Anfang vergangenen Jahres gefällt werden, da die ehemalige Ortsverbindungsstraße seit Jahrzehnten von Radfahrern und Fußgängern genutzt wird. Diese Entscheidung machte sich der Weidhäuser Gemeinderat nicht leicht.

Pflanzung bis an die Gemarkungsgrenze

Am Tag des Baumes legte die Gemeinde Weidhausen an diesem Weg nun auf der Seite an der Staatsstraße eine Baumreihe an. In einer beispielgebenden Gemeinschaftsaktion waren viele ehrenamtliche Helfer der Obst- und Gartenbauvereine Weidhausen, Neuensorg und Trübenbach im Einsatz und führten mit dem Bauhof der Gemeinde Weidhausen die Arbeiten aus.
Bis zur Gemarkungsgrenze zur Nachbargemeinde Sonnefeld, die etwa 20 bis 30 Meter nördlich der B 303 verläuft, wurden nun im Wechsel 18 junge Winterlinden-, Ebereschen- und Bergahornbäume gepflanzt, die zwischen sieben und neun Meter hoch sind. Schon bei der Fäll-Aktion 2014 hatte Markus Mönch geschätzt, dass bei einem Pflanzabstand von zirka zehn Metern rund 15 Jungbäume benötigt werden. Mit dieser Schätzung lag er demnach nicht falsch.

Sonnefeld will weitermachen

Die Nachbargemeinde Sonnefeld wird die Pflanzung weiterführen. Derzeit laufen noch Verhandlungen zur Gemarkungsgrenze. Somit wird der Fuß- und Radweg zwischen den beiden Gemeinden eine durchgängige Begrünung erhalten.

Rund 20 Vereine, Institutionen und Firmen unterstützten die Baumpflanzaktion mit einer Geld- oder Baumspende und brachten sich teilweise tatkräftig am Tag des Baumes mit ein, indem sie beispielsweise die Bewirtung übernahmen. "Den Wert der Bäume bezifferte Markus Mönch auf rund 4000 Euro und wies darauf hin, dass durch weitere Spenden auch eine Ruhebank samt Abfalleimer aufgestellt werden konnte. Wenn die Bäume anfangen, gut zu gedeihen, soll eine Spendertafel aufgestellt werden. "Es ist schön, wenn Einwohner am Ortsgeschehen aktiv teilnehmen, sich interessieren und einbringen.

Lob des Bürgermeisters

Bei dieser Aktion wurde eindrucksvoll die ortsübergreifende Zusammenarbeit deutlich", so das Lob des Bürgermeisters Markus Mönch (parteilos). Er ist sich außerdem sicher, dass die Helfer und Unterstützer ein Auge auf die Jungbäume haben werden.

Die ausgesuchten Arten sind langlebig, robust und können zu großen, stattlichen Exemplaren heranwachsen. Außerdem bieten die Laubbäume für Insekten, Vögel und - wenn sie größer sind - sogar für Fledermäuse einen idealen Lebensraum. "Im Gegensatz zu Pappeln sind diese Baumarten wesentlich langlebiger", erklärt Hartmut Puff von der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Coburg. Er begleitete, wie Baumsachverständiger Anno Albersmeier, die Maßnahme von fachlicher Seite. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass auch Bodenuntersuchungen vorgenommen wurden.

Landrat Busch steuerte einen Baum bei

Er dankte Hannes Beck, der unter anderem fünf Bäume für die Neuanpflanzung gespendet und seinen Firmenparkplatz für die Feierlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Auch Landrat Michael Busch (SPD) steuerte einen Baum bei. "Für mich hat die Allee etwas Besonderes, denn hier hat meine Tochter Radfahren gelernt", erklärte stellvertretender Landrat Rainer Mattern (CSU). Auch er zeigte sich vom Gemeinschaftsgeist der Weidhäuser, Trübenbacher und Neuensorger und deren hohem Engagement beeindruckt.
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