Lautertal

Baracke in Lautertal wird bald abgerissen

Die unansehnlichen Holzbauten auf dem Gelände der "alten Papierfabrik" will ein Investor durch ein neues Gebäudes ersetzen. Beim Standesamt im Rathaus bahnt sich eine Kooperation mit der Stadt Coburg an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nachdem zuletzt immer wieder Kritik aus der Bevölkerung laut wurde, scheint die Zeit der alten Holtbaracke auf dem Gelände der "alten Papierfabrik" ihrem Ende entgegen zu gehen. Der Gemeinderat jedenfalls signalisierte sein Einverständnis für einen Abriss. Foto: Andreas Herzog
Nachdem zuletzt immer wieder Kritik aus der Bevölkerung laut wurde, scheint die Zeit der alten Holtbaracke auf dem Gelände der "alten Papierfabrik" ihrem Ende entgegen zu gehen. Der Gemeinderat jedenfalls signalisierte sein Einverständnis für einen Abriss. Foto: Andreas Herzog
Die Tage eines schon seit längerer Zeit kritisierten Schandfleckes im Gemeindegebiet scheinen gezählt. Die nahezu zusammengefallene Baracke auf den Gelände der "alten Papierfabrik" in Oberlauter direkt an der Kreisstraße könnte schon bald abgerissen werden. Der Gemeinderat jedenfalls hat bei seiner Sitzung den entsprechenden Bauantrag des Investors, Emil Bacher, auf Neubau einer Lagerhalle als Ersatzbau für die bestehende Holzhalle befürwortet.

"Damit kann ein wesentlicher Kritikpunkt der Bevölkerung abgearbeitet werden", sagte Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU). Sollte das alte Gebäude abgerissen werden, gewinne das Ortsbild erheblich. So viel stehe schon einmal fest.


Zieht das Standesamt um?

"Die Daten sollen laufen und nicht die Bürger" - mit diesem Worten begründete Gemeindegeschäftsführer, Hans Frieß, die Absicht der Gemeinde, Aufgaben des Standesamtes auf das Standesamt der Stadt Coburg zu übertragen. Zum Thema einer Kooperation hatte sich die Gemeindeverwaltung mit der Stadt in Verbindung gesetzt und ein entsprechendes Antwortschreiben des Dritten Bürgermeisters, Thomas Nowak (SPD), erhalten.

Hintergrund für diese Entscheidung ist eine Reihe von sich ändernden gesetzlichen Vorgaben im Personenstandswesen. Für die müsse nach Angaben von Frieß die Kommune nicht nur entsprechende Hard- und Software vorhalten, sondern auch Mitarbeiterpotenzial, das ständig geschult werden müsse. Viele Ereignisse, die das Meldewesen betreffen - wie Tod und Geburt - finden ohnehin schon in Coburg statt. Deshalb sei es so, dass die Bürger ohnehin oft die Coburger Behörden aufsuchen. "Durch eine zentralisierte interkommunale Zusammenarbeit ergibt sich ein erheblichen Einsparpotenzial, das zugleich eine Reihe von Vorteilen bringt", erklärte Frieß.

Der Gemeinderat beauftragte Verwaltung und Bürgermeister, mit der Stadt Coburg eine Vereinbarung zur Kooperation im Standesamtswesen abzuschließen. Eine Sache gab Sebastian Straubel dann aber auch zu verstehen: "Eheschließungen können weiterhin in Lautertal stattfinden!"

Der Bürgermeister gab zudem bekannt, dass im Zuge der Umsetzung der Tourismuskooperation mit der Nachbarstadt Schalkau weitere Fortschritte zu verzeichnen sind. So habe sich der WFC Coburg-Neukirchen bereit erklärt, die Erfassung, Pflege und Beschilderung von Wanderwegen zu übernehmen. Außerdem sollen die Möglichkeiten für Nordic Walking und Mountainbike-Strecken mit erfasst werden. Der Vorbereitung einer entsprechenden Vereinbarung nach Klärung aller Modalitäten stimmte der Gemeinderat grundsätzlich zu.


Zuschuss für Führerscheine

In einer nichtöffentlichen Sitzung hat der Gemeinderat den Beschluss gefasst, den notwendigen Erwerb von Führerscheinen der Klasse C durch aktive Feuerwehrmitglieder seitens der Gemeinde in Höhe von 1500 Euro zu bezuschussen. "Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des entsprechenden Personalbestandes als Teil der Pflichtaufgabe", sagte Straubel.

Andreas Herzog
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren