Bad Rodach
Stadtrat

Bad Rodach kauft seinen Bahnhof nicht

Die Stadt Bad Rodach nimmt das Angebot der Bahn nicht an, den Bahnhof der Stadt zu kaufen.
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Der Bahnhof in Bad Rodach. Foto: Thomas Heuchling
Der Bahnhof in Bad Rodach. Foto: Thomas Heuchling
Die Stadt Bad Rodach wird das sanierungsbedürftige Bahnhofsgebäude nicht erwerben. Das hat der Bau- und Umweltausschuss bei seiner Sitzung am Montagabend einstimmig beschlossen. "Wir haben keine Verwendung für dieses Gebäude", sagte Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) dem Tageblatt nach der Entscheidung.
Die "Main Asset Investmentgesellschaft" hatte in einer Anfrage an die Stadt 150 000 Euro als Kaufpreis für das derzeit an einen Gastwirt verpachtete Gebäude aufgerufen. Ende 2012 fragte die Investmentgesellschaft im Namen der Bahn als Eigentümer schriftlich bei der Stadt Bad Rodach an, ob die Kommune nicht den Bahnhof vor Ort erwerben möchte. Der Stadtrat und der Bau- und Umweltausschuss zeigten jedoch keinerlei Interesse am Erwerb des Bahnhofsgebäudes. Dort eine Sanierung anzugehen, hätte hohe Kosten für die Stadt verursacht. "Für einen Euro hätten wir das Gebäude vielleicht genommen", erklärte der Bürgermeister. Doch selbst dann hätte man sich erst einmal etwas einfallen lassen müssen, um eine sinnvolle Nutzung des Gebäudes durch die Stadt zu finden. So wurde, sagte Ehrlicher, der Bahnhof "eigentlich nie zu einem ernsthaften Thema" für den Stadtrat.
Die vom Hofer Wasserwirtschaftsamt gewünschte Errichtung von Grundwasservermessungsstellen an der Erddeponie am "Gauerstadter Berg" wird verwirklicht. Der Bauausschuss hat die dafür notwendigen Arbeiten zum Angebotspreis von 13 694 Euro vergeben.
Kämmerer Michael Fischer teilte mit, dass die Bücherei inzwischen in die neuen Räume in der Pausenhalle der ehemaligen Pestalozzi-Schule umgezogen ist. Die von der Bad Rodacher Polizeistation angemieteten Räume im alten Amtsgericht können wahrscheinlich im Juli bezogen werden. Die notwendige Änderung der Beschilderung wird ebenfalls vorgenommen.
Der geschäftsführende Beamte Uwe Schmidt teilte mit, dass der Bus von Coburg (Abfahrt 12.35 Uhr) nach einer Fahrplanänderung aus Zeitgründen nicht mehr die Stadtteile Breitenau und Gauerstadt anfährt. Dafür wurde eine zusätzliche Haltestelle am Gymnasium von Hildburghausen eingerichtet.
Das für die geplante Umsiedlung des "Rewe"-Marktes ins Auge gefasste Gelände an der Fladengasse wird auf Anraten der Regierung von Oberfranken zunächst nur das als Sondergebiet ausgewiesen. So kann es der Stadt gelingen, Verzögerungen des Bauvorhabens zu vermeiden. Das ebenfalls dort geplante Gewerbegebiet wird von der Regierung dagegen nicht befürwortet - und deshalb in den Planungen der Stadt zunächst zurückgestellt. ak/bk
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