Ahorn

B 303 bei Ahorn ist zwei Wochen lang "dicht"

Zwischen Ahorn und der Alten Schäferei wird eine sichere Verbindung hergestellt. Die Bundesstraße 303 muss während der Bauarbeiten gesperrt werden.
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Beim Bau der Gemeindeverbindungsstraße B 303/Alte Schäferei müssen die Autofahrer mit einer 14-tägigen Vollsperrung der Straße rechnen. Ein Termin steht noch nicht fest. Foto: Gabi Arnold
Beim Bau der Gemeindeverbindungsstraße B 303/Alte Schäferei müssen die Autofahrer mit einer 14-tägigen Vollsperrung der Straße rechnen. Ein Termin steht noch nicht fest. Foto: Gabi Arnold
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Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße B 303/Alte Schäferei soll bereits am 26. Juni beginnen und noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Dies gab Bürgermeister Martin Finzel (parteilos) in der Gemeinderatssitzung am Dienstag bekannt. Bei dem Bau soll auch eine Untertunnelung mit Fertigteilen für einen Rad- und Gehweg erfolgen. Die Autofahrer müssen dann für 14 Tage mit einer Vollsperrung der Bundesstraße rechnen, diese soll zeitgleich mit der Sperrung der B 303 in Unterelldorf erfolgen. Ein genauer Termin, so Finzel, stehe noch nicht fest.

Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße B 303 nach Finkenau ist bald beendet, am kommenden Freitag erfolgt die Freigabe. Im Moment, informierte Finzel, werde noch ein Angebot für eine Unterstellmöglichkeit für Fahrgäste am Backhaus eingeholt.

Erfreulicherweise sei das Schwimmbecken in der Ahorner Schule als Lehrschwimmbecken anerkannt worden. "Sobald wir grünes Licht von Bayreuth haben, geht es in die Ausschreibung", sagte Finzel.
Der Landkreis hat die Kerngemeinde Ahorn für den Bezirksentscheid "Das schönere Dorf" vorgeschlagen, am 10. Juli wird eine Kommission den Ort in Augenschein nehmen. "Das zeigt, dass der Landkreis durchaus wahrnimmt, was bei uns passiert."

Es gibt Dinge, die den Bürgermeister richtig sauer machen. So stellte er am Dienstagabend einige Aussagen klar, die anlässlich der CSU-Hauptversammlung geäußert wurden. Es geht konkret um einen Antrag der Jungen Union, wonach geprüft werden sollte, ob die Straßenlampen länger brennen sollen. Die Kritik in der Hauptversammlung, der Sachverhalt sei von der Verwaltung und dem Bürgermeister nicht geprüft worden, wies Finzel nun entschieden zurück: "Fakt ist, dass bereits in der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 7. März, bei dem die Gemeinderäte Winfried Beyer, Bernhard Bachmann, Werner Gundermann, Timo Sollmann anwesend waren, der Antrag und die Fragen zur Bearbeitung an den Hauptverwaltungsausschuss verwiesen wurden." Finzel sagte, künftig erwarte er eine korrekte Darstellung der Sachlagen, und betonte: "Man sollte wissen, was es bedeutet, wenn man Falschmeldungen weitergibt."


JU nannte zwei Gründe

Im Antrag der Jungen Union ging es konkret darum, zu prüfen, ob an Wochenenden, Feiertagen und Festtagen die Lampen länger leuchten könnten. Begründet wurde dies mit dem Aspekt der Sicherheit und damit, dass junge Leute in der Gemeinde gehalten werden sollen. Allerdings: "Ein finanzieller Deckungsvorschlag für die erheblichen Mehrkosten liegt von den Antragstellern nicht vor", sagte Finzel. Der Bürgermeister legte Zahlen der SPD-Fraktion vor und entkräftete damit das Anliegen der jungen Antragsteller. Demnach lag der Stromverbrauch im Jahr 2016 bei 141 302 Kilowattstunden, die gegenwärtigen Stromkosten belaufen sich auf 35 401 Euro im Jahr 2016. Derzeit liegt der Preis pro Kilowattstunde bei der Beleuchtung bei 0,25 Cent je Kilowattstunde. Im Jahr 2016 brannte die Beleuchtung rund 2600 Stunden, eine Leuchtstunde kostet die Gemeinde im Jahr 4967 Euro, eine Verlängerung über die gesamte Nacht wäre demnach mit 20.000 bis 25.000 Euro anzusetzen, eine Verlängerung nur an den Wochenenden mit 7000 Euro. Hinzu kämen Kosten für die Umstellung und Umrüstung. Die Lampen leuchteten wochentags bis 24 Uhr und am Wochenende, an Feiertagen und bei Festen bis 1 Uhr. Weiterhin gebe es im Ort keine Gaststätten, die länger geöffnet seien. Finzel verwies zudem auf das Anrufsammeltaxi; außerdem liege Ahorn in der Kriminalstatistik im unteren Feld. Gabi Jahn (Grüne) verwies zudem auf die Lichtverschmutzung. Für Pflanzen und Tiere sei es wichtig, dass die ihren Biorhythmus haben. "Ich freue mich sehr, dass ich in einer Gemeinde lebe, in der die Lichter noch ausgehen", betonte Jahn. Der Antrag der Jungen Union, die Lampen länger leuchten zu lassen, wurde mit neun zu fünf Stimmen abgelehnt. Damit war das Thema zumindest in der öffentlichen Sitzung vom Tisch.

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