Sonnefeld
Zwischenstand

Auf der Domänen-Baustelle in Sonnefeld geht es voran

Architekt Harald Gasmann führte anlässlich der Bauausschuss-Sitzung Gemeindevertreter und fast 30 interessierte Bürger durch Sonnefelds Großbaustelle. Mit dem Millionenprojekt geht es gut voran.
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Interessierte Bürger, Bürgermeister Michael Keilich (links), Altbürgermeister Rainer Marr und der Bauausschuss ließen sich vom Architekten Harald Gasmann Fortschritte beim Domänenumbau erläutern. Von der künftigen Veranstaltungshalle aus schafft die erhalten gebliebene Dachkonstruktion freie Sicht bis unters Dach. Foto: Klaus Oelzner
Interessierte Bürger, Bürgermeister Michael Keilich (links), Altbürgermeister Rainer Marr und der Bauausschuss ließen sich vom Architekten Harald Gasmann Fortschritte beim Domänenumbau erläutern. Von der künftigen Veranstaltungshalle aus schafft die erhalten gebliebene Dachkonstruktion freie Sicht bis unters Dach. Foto: Klaus Oelzner
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"Es ist schon gut zu erkennen, was es werden soll", kommentierte Dritter Bürgermeister Friedrich Übelhack (CSU) die beim Rundgang durch die früheren Domänenbauten sichtbaren Baufortschritte - selbst wenn allerorten noch gelagertes Baumaterial den freien Durchgang versperrt. Architekt Harald Gasmann führte anlässlich der Bauausschuss-Sitzung Gemeindevertreter und fast 30 interessierte Bürger durch Sonnefelds Großbaustelle, auf der keine Winterpause angesagt war.

Besonderen Gefallen fand das gegen die Dachkonstruktion frei gelegte Holzgebälk, für das überwiegend Altholz Verwendung fand. Wenn das noch fehlende Oberlicht eingebaut ist, gilt die mit Auflagen des Denkmalschutzes verbundene Teilmaßnahme Dacherneuerung als abgeschlossen.


Millionenprojekt begann mit Marr

Fragen zur Gestaltung im Erd- und Obergeschoss einschließlich technischer Einbauten wurden vor Ort aus berufenem Mund sofort beantwortet. Selbst Altbürgermeister Rainer Marr ließ es sich nicht nehmen, das während seiner Amtszeit begonnene Millionenprojekt in Augenschein zu nehmen. Im Außenbereich steht die Gestaltung des Domänenhofs an. "Dafür ist befahrbarer Pflasterbelag vorgesehen, der sich im neu gestalteten Rondell fortsetzt", erklärte Bürgermeister Michael Keilich (CSU).
Dem folgt die gärtnerische Ergänzung der Anlage in Sonnefelds Ortsmitte. Den Fertigstellungstermin bestätigte Gasmann "noch in diesem Jahr - wir wollen nicht bis 2016 warten".

Mehr Platz für Urnengräber

Nach Inbetriebnahme vor einem Jahrzehnt nähert sich die Kapazität der Urnenwand im Sonnefelder Friedhof ihrer Kapazitätsgrenze. Wie Bürgermeister Michael Keilich (CSU) dem Bauausschuss in öffentlicher Sitzung erläuterte, sichern sich Hinterbliebene die Nutzung der vorhandenen 90 Urnenfächer über die ursprünglich von der Verwaltung vorgesehene Stelldauer hinaus. Dadurch werde in absehbarer Zeit ein Engpass entstehen, dem die Gemeinde mit einer Erweiterung begegnen wolle, da diese Beisetzungsform immer mehr genutzt werde.
Trotzdem, so die einhellige Meinung im Bauausschuss, besteht für die mit knapp 150 000 Euro Gesamtaufwand veranschlage Maßnahme kein Terminzwang.

Vorgesehen ist, das in der Planungsphase detaillierte Projekt spätestens im Rahmen der nächsten Haushaltsberatungen dem Gesamtgemeinderat vorzustellen.

Wie der drohende Engpass abgewendet werden soll

Garten- und Landschaftsarchitekt Götz Lauenstein (Coburg) präsentierte dem Bauausschuss im großen Sitzungssaal Ideen und Planungsmöglichkeiten zur Behebung des drohenden Engpasses. Sie sehen vor, das von Gräbern freigeräumte Geländestück unter Einbeziehung der jetzigen Anlage südlich der Moritzkirche bis zur Friedhofsmauer in östliche Richtung neu zu gestalten.

Ein Ensemble frei stehender Steinstelen in Sandsteinoptik soll in der ersten Bauphase 40 Ruhekammern jeweils zur Aufnahme mehrerer Urnen schaffen. Knapp 20 in die Grünfläche eingelassene Rasengräber ergänzen die geschaffene Kapazität. Erweiterungen, so der Planfertiger, seien je nach Bedarf jederzeit abschnittsweise möglich. Ein befestigter, behindertengerecht gestalteter Gehweg und Baumgrün sollen den harmonischen Eindruck abrunden.

Im Bereich der Stammgemeinde wird es in absehbarer Zeit keine überdimensionalen Werbemöglichkeiten mit mehr als zehn Quadratmetern nutzbarer Fläche geben. Unter anderem aus optischen Gründen verweigerten die Ausschussmitglieder dem vorliegenden Antrag das gemeindliche Einvernehmen. Vorgesehen war "freistehende, unbeleuchtete Werbeeinrichtung" am Ortseingang aus Coburg und eine gleichgroße Hauswandwerbefläche aus Richtung Weidhausen.





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