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Coburg
Investition

Auf dem Grundstück der Sturm-Brauerei in Coburg entsteht ein Seniorenheim

Auf dem 7146 Quadratmeter großen Grundstück der früheren Brauerei in Coburg soll ein Seniorenpflegeheim entstehen.
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Auf dem Gelände der früheren Brauerei Sturm an der Callenberger Straße soll ein Seniorenpflegeheim mit bis zu etwa 170 Plätzen entstehen. Foto: Christoph Winter
Auf dem Gelände der früheren Brauerei Sturm an der Callenberger Straße soll ein Seniorenpflegeheim mit bis zu etwa 170 Plätzen entstehen. Foto: Christoph Winter
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138 Jahre lang wurde an der Callenberger Straße Sturm's Bier gebraut. Auf dem 7146 Quadratmeter großen Grundstück der früheren Brauerei soll ein Seniorenpflegeheim entstehen. Die HBB (Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft) Hanseatische Gesellschaft für Seniorenimmobilien mbH & Co. KG aus Hamburg will dort einen dreigeschossigen Bau mit 146 Zimmern und 169 Betten errichten. Geschäftsführer Oliver Radünz von HBB erläuterte am Mittwoch in der Sitzung des Bau- und Umweltsenats die Pläne. Die Bauzeit wird etwa 15 Monate betragen, die Investitionskosten schätzte er auf 20 bis 25 Millionen Euro. Entstehen werden in dem Seniorenpflegeheim etwa 90 bis 100 dauerhafte Arbeitsplätze. In dem Pflegeheim wird das Essen in einer eigenen Küche gekocht und die Wäsche auch dort gewaschen. Als Betreiber wird die Domicil Senioren-Residenzen Hamburg SE auftreten. Ein Stockwerk soll Demenzkranken zur Verfügung stehen.

Ein besonderes Augenmerk werde nach den Worten von Oliver Radünz auf die Gestaltung der Außenanlagen gelegt. Die Auswahl der Pflanzen, Sträucher, Bäume und Blumen lasse den Garten ganzjährig zu einem Erlebnis werden. Duft- und Tastbereiche sowie ein Kräutergarten für die Bewohner seien vorgesehen, weiter erhalte der Garten ein Wasserspiel. Erhalten bleibt die denkmalgeschützte Villa an der Zufahrt. Dort könnten eine Ergo- oder Physiotherapie-Praxis entstehen.


In den abschließenden Verkaufsverhandlungen

Nach den Vorstellungen der Hanseatischen Gesellschaft für Seniorenimmobilien soll mit den Bauarbeiten in den nächsten drei oder vier Jahren begonnen werden. Ursprünglich war das Grundstück für die Erweiterung der benachbarten Firma Gaudlitz vorgesehen gewesen. Aber dann, so hieß es am Mittwoch in der Sitzung des Bausenats, hätten sich die Pläne von Gaudlitz, im Medizingerätemarkt Fuß zu fassen, zerschlagen. Man stehe in "den abschließenden Verkaufsverhandlungen", so HBB-Geschäftsführer Oliver Radünz.

Coburg als Standort hat die Hamburger Investmentfirma nach eingehender Prüfung ausgewählt. "Die Stadt hat eine starke Wirtschaft und ein attraktives Umfeld", sagte der HBB-Manager auf Nachfrage. Eine Konkurrenz zu bestehenden Pflegeheimen und der in Coburg überdurchschnittlich ausgebauten ambulanten Pflege sieht das Sozialamt nicht.

Der Bau- und Umweltsenat beauftragte die Bauverwaltung, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Projekt zu schaffen. Kritisch sahen die Stadträte Peter Kammerscheid (Pro Coburg) und Andreas Gehring (SPD) die Parksituation in dem Gebiet. Auf dem Gelände sind nur ein Dutzend Stellplätze vorgesehen.

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