Lautertal
Betreuung

Ansturm in Lautertal auf das neue Domizil für die Jüngsten

Die hohe Geburtenrate in Lautertal machte die Erweiterung der Kinderkrippe "Sonnenschein" notwendig. Nun wurde der Anbau eingeweiht.
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Die Kinder schauen sich gleich genau um in den neuen Räumen. Foto: Martin Rebhan
Die Kinder schauen sich gleich genau um in den neuen Räumen. Foto: Martin Rebhan
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Eine wahre Punktlandung vollzog die Gemeinde Lautertal mit dem Anbau an die bestehende Kinderkrippe "Sonnenschein". Nach nur sechsmonatiger Bauzeit entstand nicht nur ein funktionaler Bau, in dem 15 Kinder im Alter unter drei Jahren fachgerecht betreut werden können, sondern, wie es Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU) bezeichnete, ein wahres Schmuckstück. Dieses gliedere sich nahtlos an die bestehende Einrichtung an, in der bereits 24 Mädchen und Jungen betreut werden.

Dass die Einweihung am vergangenen Samstag zum richtigen Zeitpunkt gekommen ist, bestätigte Jennifer Höfner, die meinte: "Kaum eröffnet, sind wir schon restlos belegt."


Überraschung für Gemeinde

Als am 7. Juni 2014 die Krippe Sonnenschein ihrer Bestimmung übergeben wurde, gingen alle in der Gemeindeverwaltung davon aus, dass dies das vorerst letzte Bauvorhaben im frühkindlichen Bildungsbereich sei. Die Entwicklung der Gemeinde lehrte etwas anderes. "Allein im Jahr 2015 konnten in der Gemeinde 47 Geburten verzeichnet werden", ließ Sebastian Straubel wissen. Für Bauamtsleiter Horst Engelhardt gab es keine Alternative, als dem Gemeinderat eine schnelle Erweiterung vorzuschlagen. Das Gremium handelte rasch und ohne große Diskussionen und stellte die finanziellen Weichen.

Insgesamt 450.000 Euro wurde in die Erweiterung investiert. Nicht unerwähnt ließ Straubel, dass der Freistaat Bayern 220.000 Euro und damit rund 49 Prozent der Kosten mitgetragen habe. In Lautertal können derzeit laut Straubel über 200 Kinder betreut werden. "Wir stehen zu unserer Verpflichtung die Grundlagen zu schaffen, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Wir lassen uns davon leiten, dass jeder Euro, der in die Kinderbetreuung und Familienförderung fließt, eine notwendige, eine sinnvolle und eine effektive Investition darstellt", sagte der Bürgermeister und erwähnte am Rande, dass die Bauunternehmen unter "ständiger Aufsicht" gestanden hätten. "Die Kinder sahen die Baumaßnahmen als großes Abenteuer", meinte Straubel.

Architekt Michael Glodschei betonte, dass für den Anbau ökologisch sinnvolle Baustoffe zum Einsatz gekommen seien. Bau- und Betriebskosten stünden in einem vernünftigen Verhältnis zueinander. Dank sagte Glodschei Horst Engelhardt, der das Projekt von Anfang an begleitet und die Arbeit der Kinderkrippe mit einer Spende von 500 Euro unterstützt hatte. Der Landtagsabgeordnete Jürgen W. Heike (CSU) erläuterte, dass der Freistaat Bayern die frühkindliche Förderung mit einem dreistelligen Millionenbetrag unterstütze. Er bezeichnete dies als eine Investition in den Rohstoff "Geist". Gottes Segen für die Einrichtung erbat Pfarrer Martin Kollei gemeinsam mit Pastoralreferentin Birgit Müller. Pfarrer Kollei stützte sich hierbei auf das Bibelwort aus dem Markus-Evangelium: "Lasset die Kinder zu mir kommen."
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