Großheirath
Ruhestand

Abschied vom Großheirather Geschäftsstellenleiter Schöttner

"Sein Beruf wurde ihm zur Berufung", mit diesen Worten würdigte Bürgermeister Udo Siegel (CSU/Bürgerblock) das Lebenswerk von Kämmerer Helmut Schöttner, der am 1. August in den Ruhestand entlassen wurde.
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Helmut Schöttner, Kämmerer und Geschäftsleiter von Großheirath ist vor einigen Tagen in den Ruhestand gegangen. Lothar Böhnel
Helmut Schöttner, Kämmerer und Geschäftsleiter von Großheirath ist vor einigen Tagen in den Ruhestand gegangen. Lothar Böhnel
Im Rahmen einer Feier im Haus der Begegnung verabschiedeten ihn Kollegen aus dem Rathaus sowie ehemaligen Gemeinderäte Schöttner aus seinem Amt. Helmut Schöttner war seit 1990, dem Beginn der Selbstständigkeit von Großheirath, als Kämmerer und Geschäftsleiter in Großheirath tätig. Die Weiterentwicklung einer Gemeinde in ihrer baulichen und räumlichen Gestaltung gehöre für einen kommunalpolitisch Verantwortlichen sicherlich zu den faszinierendsten Aufgaben, die es gibt, sagte Siegel. Der Geschäftsleiter sei für nahezu alle Lebensbereiche der Bürger einer Gemeinde mitverantwortlich.

Früher Rechnungsprüfer am Landratsamt

Udo Siegel umriss den Werdegang seines Kämmerers: Am 13.
Juli 1952 wurde Schöttner in Rehau geboren, nach seiner Ausbildung wurde er zum Rechnungsprüfer im Landratsamt Coburg bestellt, dann ab 1978 war er kommisarischer Geschäftsstellenleiter in der Verwaltungsgemeinschaft Untersiemau. Am 1. Januar 1990 wurde er in den Dienst der Gemeinde Großheirath als Kämmerer und Geschäftsleiter übernommen. Am Werdegang sei schon zu erkennen, das sich Helmut Schöttner nie auf den Lorbeeren ausruhte, sagte Siegel.

Der anfängliche Schwung der Mannschaft, mit der der damalige Bürgermeister Gerold Hümmer den Schritt in die Eigenständigkeit wagte, sei nach wie vor ungebrochen. Für das Gemeindeoberhaupt sei es beruhigend gewesen, einen Geschäftsstellenleiter vom Kaliber eines Helmut Schöttner im Nebenzimmer zu wissen.
Schöttners Arbeit wurde durchweg als hervorragend gelobt. Er sei immer mit gutem Beispiel vorangegangen. Hier sei zum Beispiel die Dorferneuerung Rossach zu nennen, wo er in Arbeitskreisen mitwirkte.

Die Handschrift Schöttners

Vieles wurde unter seiner Mitwirkung und seinem Verantwortungsbereich umgesetzt: der Anschluss an die Fernwasserversorgung und gleichzeitige Sanierung des eigenen Tiefbrunnens Erlenholz, der Anschluss an die zentrale Abwasserentsorgungsanlage Itzgrund. Mit der Erschließung der Baugebiete Brunnleite/Sonnenleite, Über den Itzauen, Am Waldrand, Mittelholz, Hirtenwiese, Holzhäuser Weg und Mehlm sei der erhoffte Einwohnerzuwachs gekommen. Auch die Erschließung des Gewerbegebietes Großheirath Nord und Nordwest trage die deutliche Handschrift Helmut Schöttners.

Der letzte Haushalt, den er mitgestaltet hat, weist eine Rekordsumme auf. Udo Siegel zählte noch viele weitere Projekte auf, an denen Schöttner maßgeblich beteiligt war. Als historischer Höhepunkt sei die Erstellung des Heimatbuches der Gemeinde Großheirath zu bezeichnen, eine Materie, der Helmut Schöttner ungezählte Stunden Freizeit geopfert habe.

Neue Aufgaben warten auf ihn

Seine Tätigkeiten fanden Anerkennung im gesamten Landkreis. Neue Rechnungsprüfer am Landratsamt Coburg schickte man zur Prüfung nach Großheirath, da man dort noch was dazu lernen könne - das spreche Bände.
Altbürgermeister Gerold Hümmer erinnerte an die Anfangszeit der Gemeinde und seine gute Zusammenarbeit mit Schöttner. Ulrike Gunsenheimer und Wolfgang Schultheiß überreichten im Namen des Gemeinderates ein Bild an Helmut Schöttner. Udo Siegel fügte noch hinzu, neue Aufgaben warteten auf Helmut Schöttner als Großvater einer Enkelin, und betonte, er sei jederzeit im Rathaus willkommen.

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