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ASB plant Senioren-Wohnpark in Weidach

Der Bedarf für seniorengerechten Wohnraum wächst stetig. Der ASB plant einen Wohnpark in Weitramsdorfer Ortsteil Weidach. Der Rat sah sich das näher an.
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Symbolfoto: Jürgen Bätz/dpa
Symbolfoto: Jürgen Bätz/dpa
Der Bedarf für seniorengerechten Wohnraum wächst stetig. Nach der großen Nachfrage nach Wohnungen in seinem Service-Wohnpark "Am Hahnfluss" in Coburg plant der ASB nun eine Anlage in Weidach. Am Montagabend präsentierten ASB-Geschäftsführer Thomas Schwesinger und Joachim C. Schlund vom gleichnamigen Bad Staffelsteiner Architekturbüro ihr Projekt im Weitramsdorfer Gemeinderat. "Unser Ziel ist es, Menschen im hohen Alter noch ein selbstständiges Wohnen zu ermöglichen", erläuterte Schwesinger.

Wer aus Alters- oder Krankheitsgründen sein bisheriges Domizil aufgeben muss, aber auf eigene vier Wände nicht verzichten möchte, wird in Weidach wählen können: zwischen 33 betreuten Häusern, betreutem Wohnen in 50 bis 60 Wohnungen oder 23 Appartements für Pflegebedürftige.


Einkaufsmärkte in der Nähe

Hinter dem bestehenden Netto-Markt und in direkter Nachbarschaft der neuen Edeka- und Netto-Märkte soll das eigenständige Quartier "Am Callenberg" entstehen. "Viele wollen ein eigenes Haus behalten", sagte Schwesinger und nannte das Konzept "einmalig in Deutschland". Die Einfamilienhäuser böten rund 100, die Doppelhaushälften etwa 75 Quadratmetern Wohnfläche auf Grundstücken von 250 bis 650 Quadratmetern. Sie werden ohne Keller, aber mit Dachgeschoss errichtet, das später ausgebaut werden könnte. Der Wohnpark soll laut Schlund "dörflichen Charakter" aufweisen.

Um zu verhindern, dass sich andere Zielgruppen für die Häuser interessieren, müssen Käufer Anteile am gemeinsamen Versammlungsraum erwerben sowie sich finanziell an Aktionen und am Notruf beteiligen. Wie die Häuser sind die circa 50 Wohneinheiten mit Zwei- bis Dreizimmerwohnungen barrierefrei und werden ins Betreuungskonzept sowie das Notrufsystem des ASB eingebunden. "Auch Eltern mit pflegebedürftigen Kindern könnten dort einziehen", sagte Schlund. Entstehen soll das betreute Wohnen auf einem Nachbargrundstück. Diese Lösung "zeichne sich ab", informierte der Architekt.


Kontakte und Nachbarschaftshilfe können gepflegt werden

Neben Pflegedienst und Hausnotruf gehören Menüservice, hauswirtschaftliche Versorgung, soziale Betreuung, Quartiersmanagement und Veranstaltungen zu den angebotenen Dienstleistungen. Bisherige Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Bewohner gerade auf Kontakte untereinander viel Wert legten, sage Schwesinger. "Nachbarschaftshilfe wird großgeschrieben", fügte er hinzu.

Daneben erlaube das Konzept die Errichtung von 23 Plätzen zur intensiven Pflege, die "fast stationär" zu nennen seien. Auch 25 Tagespflegeplätze für Bewohner und Externe sieht das Projekt vor. Schwesinger wies daraufhin, dass die Betreuung hier von 8 bis 19 Uhr und an sieben Tagen in der Woche erfolgen soll. Auf 24 Stunden erstreckt sich die Versorgung durch den ambulanten Pflegedienst, der alle Pflegegrade bedienen wird. "Das kommt günstiger als ein Pflegeheimplatz", warb der Geschäftsführer.


Ein Beschluss musste noch nicht gefasst werden

Der Gemeinderat hatte im Vorfeld über die Anfrage des ASB beraten; ein Beschluss musste in der Sitzung nicht gefasst werden. Der Spatenstich des neuen Wohnparks sei für Oktober geplant, erklärte Schwesinger auf Nachfrage. Er rechne mit zwölf bis 14 Monaten Bauzeit.

Der Feststellung der Jahresrechnung 2014 und dem folgenden Beschluss über die Entlastung mochten Anke Schäfer und Guido Seeger (beide ÜPWG) nicht zustimmen, obwohl Andreas Carl (DGN) als Vertreter des Rechnungsprüfungsausschusses dies empfohlen hatte. Bei seinem vorausgegangen Bericht hatte Carl Beispiele aufgeführt, bei denen er eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit vermisste oder die mangelnde Ordnung der Unterlagen eine Prüfung erschwert hatte. Nachdem die Verwaltung sich bemüht hatte, diese Mängel zu beseitigen, wie Carl hervorhob, sprach für die anderen Gemeinderäte nichts gegen eine Entlastung.

Wie der Bürgermeister mitteilte, ist der bisher parteilose Gemeinderat Josef Janson (früher Bürger für Bürger) mittlerweile in die SPD eingetreten und gehört nun der SPD-Fraktion im Gremium an. Das Weitramsdorfer Bauamt verstärkt seit 1. März Sven Scherbel. Der 32-jährige Bautechniker und Wirtschaftsingenieur ist für Tief- und Hochbau sowie den Bauhof zuständig.

Zufrieden äußerte sich Bauersachs mit dem Fortschritt des Ausbaus der Staatsstraße 2202 zwischen Tambach und Altenhof. Mit Fotos zeigte der Rathauschef, dass der Asphalt mittlerweile abgetragen wurde und wie die Begradigung der Fahrbahntrasse vorbereitet wird. Wo früher bei Starkregen die Straße überflutet war, wurden nun Rohre eingebaut.

Für den Ausbau der Mährenhäuser Straße in Weidach liegt nun die Entwurfsplanung vor. Wenn die Pläne genehmigt werden, "soll noch 2016 mit der Baumaßnahme begonnen werden", informierte Bauersachs. In zwei Abschnitten (zunächst von der Staatsstraße bis zur Einmündung Schlagleite und von dort bis zum Beginn der Wildbahn) soll der Ausbau erfolgen, bis zur neuen Fahrbahnbreite von 6,50 Meter. Die betroffenen Abschnitte werden jeweils voll gesperrt, erklärte er auf Nachfrage von Matthias Helmprobst (FW). Da der Bürgersteig weder ausgebessert noch verbreitert werden muss, kämen hier keine Kosten auf Weitramsdorf zu. Ulrich Kräußlich (FW) regte an, sich das schriftlich bestätigen zu lassen. Dagegen sei die Gemeinde bei der Kanalisation beteiligt, sagte der Bürgermeister. Vorab werde geprüft, ob schadhafte Stellen vorlägen und die Dimension ausreiche. Schäfer riet zu einem Mischsystem. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, sind keine Ausbaubeiträge zu erwarten, beantwortete Bauersachs die Frage von Josef Janson.


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